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Abwasseranalyse und Drogen – eine europäische städteübergreifende Studie

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Drogennachweis im Abwasser

Der Entsorgungsverband Saar hat sich im vergangenen Jahr mit seinen beiden größten Kläranlagen in Saarbrücken-Burbach und Saarbrücken-Brebach an der europaweiten Studie SCORE zu illegalen Drogenrückständen im Abwasser beteiligt. In drei jeweils siebentägigen Probenahmezyklen im Juni, September und November 2017 wurde Abwasser im Zulaufbereich der Kläranlagen Burbach und Brebach entnommen. Es handelte sich um 24h-Mischproben aus dem Zulauf, die in  Probenflaschen abgefüllt und tiefgefroren wurden. Am Ende eines jeden Probenahmezyklus‘ wurden die tiefgekühlten Probenflaschen in einer Isolierbox an das Labor geschickt, das mit der Analytik beauftragt war. Bei jeder Probe mussten u. a. Angaben zur Zulaufmenge der Kläranlage am jeweiligen Tag und den Konzentrationen von abwassertypischen Parametern gemacht werden. Weiterhin wurde für jede Kläranlage die Zahl der angeschlossenen Einwohner benötigt.

Die Ergebnisse des ersten Probenahmezyklus‘ werden am 7. März auf der Internetseite http://www.emcdda.europa.eu/topics/pods/waste-water-analysis
veröffentlicht.

EVS beteiligt sich an EU-weiter Bestandsaufnahme SCORE

„Wir bringen uns gerne in entsprechende Forschungsprojekte ein, denn wir sind uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und sehen den großen Nutzen damit einhergehender Erkenntnisse für Maßnahmen im Bereich der Drogenprävention“, so EVS-Geschäftsführer Michael Philippi.

Über die Konzentrationen von Drogen bzw. deren Abbauprodukten im Abwasser können Rückschlüsse auf den Konsum im Einzugsgebiet geschlossen werden. Nur wenn man die Konsummuster kennt, kann man auch zielgerichtete Maßnahmen entwickeln. Je mehr Kläranlagen sich beteiligen, umso zuverlässiger ist am Ende die Datenbasis und umso zuverlässiger sind auch die daraus abgeleiteten Thesen.

„An einem vergleichbaren Projekt in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie an der Universität des Saarlandes hatte der EVS bereits im Jahr 2015 teilgenommen“, so EVS-Geschäftsführer Georg Jungmann. „Im Gegensatz zum aktuellen Projekt SCORE, bei dem ausschließlich Großstädte betrachtet werden, ging es bei dem damaligen Projekt auch darum, mögliche Unterschiede zwischen urban und ländlich geprägten Einzugsgebieten festzustellen“, so Jungmann.
Ein Fachartikel wurde in der Ausgabe 156 (2015) der Fachzeitschrift „Drug and Alcohol Dependence“ veröffentlicht.

erschienen am: 2018-03-08 im europaticker



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