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Die Grünen NÖ haben die Hügeldeponie schon 2014 zum Schildbürgerstreich erklärt
Niederösterreich: Ende des Projektes Marchfeldkogel

Der Projektwerber für die Errichtung eines 40 Meter hohen Berges mit Abbruchmaterials in Markgrafneusiedl hat überraschend das Ende des Projektes bekannt gegeben. Die Grünen NÖ haben schon 2014 diese geplante Hügeldeponie zum Schildbürgerstreich erklärt, denn es drohte einerseits ein massiver Anstieg des LKW Verkehrs und unerträgliche Staubbelastungen für die Region.

Vier Unternehmer aus der Region wollten auf ihren Grundstücken in der Gemeinde Markgrafneusiedl das Projekt Marchfeldkogel umsetzen: Das Projekt umfasste eine nur den vier Unternehmen zur Verfügung stehende Deponie für Erdaushub und Baurestmassen mit umfassendem Rekultivierungs- und Vogelschutzkonzept sowie eine moderne Anlage für das Recycling von Bauschutt.

Das Projekt diente den Unternehmen einerseits zur langfristigen Absicherung von Deponievolumen und bedeutete andererseits eine deutliche Verbesserung gegenüber den bestehenden Genehmigungen für die Verfüllung mit Erdaushub und Baurestmassen am Standort. Die derzeit gültigen Bescheide schreiben z.B. unterschiedliche Füllhöhen vor und berücksichtigen auch das Thema Vogelschutz nur wenig. Darüber hinaus werden derzeit auch mehrere Recyclinganlagen am Standort betrieben, die in Zukunft durch eine einzige ersetzt werden sollen.

Zug um Zug soll das Gebiet – von Süden nach Norden – verfüllt und projektgemäß rekultiviert werden. Das Projekt sieht dabei einen rund 40 m hohen Kogel als Verlängerung des „Kleinen Wagram“, einer bestehenden, natürlichen Geländestufe, vor.

Der näher an den Gemeinden Markgrafneusiedl und Parbasdorf gelegene Bereich sollte entsprechend den Planungen zu einem Naherholungsgebiet gestaltet werden, im nördlichen Bereich soll eine Fläche für extensive Landwirtschaft (z.B. Viehweiden) und den Vogelschutz (Triel) entstehen. Der erste rekultivierte Bereich, der im Süden des Projektgebiets liegt und als Naherholungsgebiet genutzt werden kann, soll der Bevölkerung innerhalb von fünf Jahren ab Baubeginn zur Verfügung stehen.

Die Umsetzung des Projekts war auch finanziell sehr gut abgesichert. So muss die Betreibergesellschaft im Laufe des Projektes entsprechende Bankgarantien beistellen, die eine Betriebsvoraussetzung sind. Sollte also aus irgendeinem Grund die Projektgesellschaft nicht mehr existieren, sind die finanziellen Mittel für die bescheidmäßige Schließung des Projekts gesichert.

Die Klubobfrau Helga Krismer zeigt sich daher erleichtert: „Markgrafneusiedl ist sowieso schon mit Verkehr und Feinstaub leidgeprüft und so eine Hügeldeponie hätte noch viel mehr LKW Verkehr und Lärm gebracht. Die Ängste der Bevölkerung vor Ort gegen den Marchfeldkogel haben die Grünen NÖ vom Anfang an Ernst genommen und aufgezeigt. Es ist daher umso erfreulicher, dass mit Ende des Projektes den Menschen eine enorme Umweltbelastung erspart bleibt, auch erreicht durch das ständige Aufzeigen der Grünen. Die Lebensqualität, die Gesundheit und der Umweltschutz wiegen schwerer als der Profit einzelner Unternehmer“, schließt Helga Krismer ab.

erschienen am: 2018-03-09 im europaticker


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