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Zukunft der europäischen Stahlindustrie im Mittelpunkt der Debatte um den Handelskonflikt mit den USA

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Grenzüberschreitenden Konferenz zur Zukunft der europäischen Stahlindustrie in Dillingen

Auf Einladung der saarländischen Landesregierung und der Europäischen Kommission erörterten Vertreter von Stahlunternehmen aus dem Saarland und SaarLorLux mit dem Ersten Vizepräsidenten der Europäischen Kommission Frans Timmermans die aktuelle Situation der europäischen Stahlindustrie. Management und Arbeitnehmervertreter aus verschiedenen Unternehmen der Branche kamen zusammen, um sich über die Herausforderungen, Chancen und Risiken der Stahlbranche in Europa und insbesondere der Großregion auszutauschen. Die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftssicherung der Industrie- und Wirtschaftsstandorte standen im Fokus.

„Die Abschottung nationaler Märkte nach Manier des US-Präsidenten Trump kann und darf keine Lösung sein, denn dafür zahlen alle die Zeche“, so Ministerpräsident Hans. „Hier bedarf es einer starken und schnellen europäischen Reaktion, die eine Eskalation der handelspolitischen Lage vermeidet. Es gibt weltweit einen steigenden Bedarf an spezialisierten und innovativen Stahlprodukten, besonders in den USA. Zu glauben, diesen Bedarf auf weniger leistungsfähige Produktionen umleiten zu können, verkennt die Anforderungen in etwa moderner Automobilherstellung.

Wir dürfen nicht sehenden Auges einen Handelskrieg mit unvorhersehbaren Konsequenzen für die Weltwirtschaft insgesamt riskieren. EU und USA sollten gerade mit Blick auf die Entwicklungen in China größtes Interesse an einer weiteren Handelspartnerschaft haben. Zugleich muss die europäische Industrie gestärkt werden: Bei der Reform des Emissionshandels müssen die berechtigten Belange energieintensiver Unternehmen berücksichtigt werden, denn eine starke Industrie ist das Rückgrat der wirtschaftlichen Stärke unseres Landes.“

Timmermans über die Zukunft der europäischen Stahlindustrie

Frans Timmermans, der Erste Vizepräsident der Europäischen Kommission, hat heute (Montag) vor Betriebsleitungen und Belegschaften aus der Region „SaarLorLux“ in Dillingen/Saar über die Zukunft der Europäischen Stahlindustrie gesprochen. Zusammen mit Tobias Hans, dem neuen Ministerpräsidenten des Saarlandes und dem Vorstandssprecher von Dillinger und Saarstahl, Fred Metzken, sowie André Körner, Country Manager von AcelorMittal Germany, diskutierte er im Anschluss mit Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern. Auf die Frage nach den vom US-Präsidenten verhängten Schutzzöllen auf Stahl- und Aluminium sagte Timmermans: „Protektionsmus funktioniert nicht. Daher dürfen wir uns nicht scheuen, uns zu verteidigen, um faire Wettbewerbsbedingungen sicherzustellen.“

Timmermans stellte klar, dass die EU nach wie vor der weltweit größte Handelsblock und Investor sei. Anstatt zuzusehen, „wie die Globalisierung unser Leben verändert, haben wir die Chance, die Globalisierung nach unseren eigenen Werten und Interessen zu gestalten.“ Außerhalb der EU trage eine „wirkungsvolle europäische Wirtschaftsdiplomatie dazu bei, die weltweiten Spielregeln mitzubestimmen und sicherzustellen, dass die europäischen Unternehmen auf rasch wachsenden internationalen Märkten florieren können. Durch ihren nachhaltigen Erfolg entstehen zu Hause mehr und bessere Arbeitsplätze für unsere Bürgerinnen und Bürger.“

Weitere Informationen:

Trilaterales Treffen von USA, EU und Japan zu Überkapazitäten beim Stahl  

US-Strafzölle: EU reagiert entschlossen, bleibt aber gesprächsbereit

erschienen am: 2018-03-12 im europaticker



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