europaticker:
Die US-Zollschranken können ein globales Ungleichgewicht hervorrufen, die USA vom Weltmarkt
isolieren und negative Umleitungseffekte mit sich bringen

..................

WVMetalle: Zölle auf Aluminiumimporte bringen nur Verlierer hervor

Die Entscheidung des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump, sich vom Freihandel nach den Regeln der WTO abzuwenden, sieht die deutsche Nichteisen(NE)-Metallindustrie kritisch. Die Importzölle der USA in Höhe von 10 Prozent werden einen wirtschaftlichen Schaden bei allen Beteiligten verursachen. Die deutsche Aluminiumindustrie benötigt ausreichenden Handelsschutz, sollten relevante Mengen an Primäraluminium und Halbzeugen nach Europa umgeleitet werden. „Protektionismus und Importzölle werden nur Verlierer hervorbringen“, sagt Franziska Erdle, Hauptgeschäftsführerin der WirtschaftsVereinigung Metalle (WVMetalle). „Trotzdem muss die EU intervenieren, um die eigenen Interessen im internationalen Handel sicherzustellen. Die deutsche NE-Metallindustrie präferiert den regelbasierten Freihandel, doch Markteingriffe in Form von Handelsschutz für die europäische Industrie sind an dieser Stellen notwendig, auch um die Handlungsfähigkeit der EU zu demonstrieren.“

Die EU sollte adäquat reagieren und Handlungsfähigkeit demonstrieren

US-Handelsminister will mit EU über Strafzölle sprechen: Im Handelsstreit zwischen Washington und Brüssel wird US-Handelsminister Wilbur Ross nach Angaben von Präsident Donald Trump mit Vertretern der EU sprechen. Bei dem Treffen solle es um die Beseitigung der hohen Zölle und Barrieren gehen, die die EU gegen die USA anwende, schrieb Trump am Montag. Diese Praxis sei nicht fair für amerikanische Landwirte und Produzenten. Nach den Zoll-Drohungen gegen deutsche Autobauer hat die EU-Kommission Trump vor einer weiteren Eskalation des Handelsstreits gewarnt. Bevor jemand damit anfange, mit Steinen zu werfen, sollte er besser vorher schauen, dass er nicht in einem Glashaus sitze, sagte ein Sprecher am Montag in Brüssel.

Die Maßnahmen der USA haben das Potential, den kompletten Welthandel durcheinander zu würfeln. Andere Staaten haben bereits angekündigt, Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die EU muss sich für fairen Handel und gegen Marktverzerrungen einsetzen. „Die Weltgemeinschaft muss nun aufpassen, dass sich keine Spirale der Abschottung einstellt. Unseres Erachtens muss eine Lösung auf der diplomatischen Ebene gefunden werden. Die EU muss langfristig denken und sich für einen regelbasierten Freihandel einsetzen. Dazu gehört auch, dass staatlich geschaffene Überkapazitäten langfristig abgebaut werden“, macht Erdle deutlich.

Die EU muss nun sehr zügig die Handelsströme bei Aluminium messen, um die aktuelle Situation besser einschätzen zu können. „Wir brauchen jetzt eine schnelle Messung der Handelsströme, um gegebenenfalls Handelsschutzmaßnahmen in Kraft zu setzen“, so Erdle weiter.

Das US-Handelsministerium hat Anfang 2018 einen Bericht vorgelegt, der den Zusammenhang zwischen Aluminiumimporten und der nationalen Sicherheit untersucht. Der Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass die nationale Sicherheit durch die Abhängigkeit von Aluminiumimporten gefährdet ist und empfiehlt, Quoten oder Zölle auf Aluminiumimporte zu erheben. Präsident Trump folgt dieser Empfehlung und gab Anfang März bekannt, die Einfuhr von Aluminiumimporten in die USA zukünftig mit Importzöllen belegen zu wollen. Diese Zollschranke hätte direkte und indirekte Effekte auf die deutsche Aluminiumindustrie.

Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Positionspapier.

erschienen am: 2018-03-13 im europaticker



Wir verwenden keine Cookies, weil uns das Surfverhalten von mehr als 1 Millionen Besucher monatlich nichts angeht.

Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu dem Beitrag:
Ihre Meinung ist uns wichtig!

Impressum (Kurzfassung):
EUROPATICKER mit den Magazinen: Umweltruf, Korruptionsreport und Green IT
Das Magazin mit Hintergrund aus der Entsorgungsbranche
Deutscher Presserat (ID-Nummer 3690)

Herausgeber Hans Stephani
Beratender Betriebswirt - Journalist - Autor
Blumenstr. 11, 39291 Möser
Telefon: 039222 - 4125 Telefax: 039222 - 66664
Der EUROPATICKER Umweltruf erscheint im 18. Jahrgang. Das Ersterscheinungsdatum war der 20. März 2000.

Für die Titel: EUROPATICKER, KORRUPTIONSREPORT und UMWELTRUF nehmen ich Titelschutz nach § 5 Abs. 3 MarkenG. in Anspruch.
Ich unterliege dem Presserecht des Landes Sachsen-Anhalt.
Verantwortlich im Sinne des Presserechtes und nach Telemediengestz (TMG) ist: Diplom-Betriebswirt Hans Stephani.

Anzeigenverwaltung:
EUROPATICKER - Verlag  GmbH, Eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter der Nummer B 2311, Geschäftsführer: Beatrix Stephani, Steuerliche Angaben: Finanzamt Genthin Steuernummer: 103/106/00739, Blumenstr. 11 D-39291 Möser Telefon: 039222 4125, Telefax: telefax@europaticker.de

    Zurück zum Nachrichtenüberblick                                    Diese Meldung ausdrucken