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Bereits am frühen Mittwochmorgen zeigte das angekündigte Sturmtief „Burglind“ auch in
Monheim am Rhein seine Wirkung

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Regenfälle lassen den Rhein stark ansteigen

Gegen 6 Uhr stürzte ein großer Baum auf die Fahrbahn der Baumberger Chaussee und riss auch eine Straßenlaterne mit. Fast zeitgleich kam es zu einem Teileinsturz eines Rohbaus mit Beschädigungen am Baugerüst an einer Baustelle an der Schwalbenstraße. An der Geschwister-Scholl-Straße stürzten Teile eines Baumes auf eine Hausfassade und beschädigten sie. An der Alfred-Nobel-Straße lösten sich Fassadenteile an einem Verwaltungsgebäude. Hier wurde die Drehleiter der Feuerwehr eingesetzt. Auch an der Tegeler Straße knickte ein Baum in der Nähe eines Kinderspielplatzes ab.

„Für die Intensität des Sturms ist das Stadtgebiet noch halbwegs glimpflich davon gekommen. Ich erwarte allerdings im Laufe des Tages noch weitere Einsätze. Zum Glück wurde bisher niemand verletzt“, so Torsten Schlender, Einsatzleiter der städtischen Feuerwehr. Er ist derzeit mit zehn Einsatzkräften der hauptamtlichen Wache und drei Fahrzeugen im Einsatz.

Der Kölner Pegel wird in den nächsten Tagen etwa sieben Meter erreichen / Leinpfad und Flutmulde bereits gesperrt
Durch die anhaltenden Regenfälle ist der Rhein stark angestiegen. Am heutigen Mittwoch, 3. Januar, lag die Wasserhöhe laut Kölner Pegel um 12 Uhr bereits bei mehr als sechs Metern – Tendenz steigend. Der Leinpfad von der Klappertorstraße zum Campingplatz Baumberg ist bereits nicht mehr passierbar. Gleiches gilt für die Flutmulde auf dem Deich im Rheinbogen. Rainer Fester, im Monheimer Rathaus federführend in Sachen Hochwasserschutz, geht davon aus, dass bis Freitag die Sieben-Meter-Marke überschritten wird. Dann ist die Sperrung des Urdenbacher Weges wahrscheinlich.
Ab 5,50 Meter Kölner Pegel werden Deich und Rheinbogen überwacht und bei Überflutungsgefahr gesperrt.

Arbeitsreicher Tag auch für Wiesbadener Feuerwehr

Viel zu tun gab es am heutigen Tag für die Einsatzkräfte der Feuerwehr Wiesbaden. Allerdings hatte dies nur teilweise mit dem bereits am Vortag angekündigten Orkan Burglind zu tun, zu welchem eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes bestand.

Schon zu Schichtbeginn gegen 7 Uhr mussten Kräfte der Berufsfeuerwehr zu zwei Verkehrsunfällen auf die BAB 66 und die BAB 671 ausrücken, um den Rettungsdienst zu unterstützen und die Unfallstellen abzusichern. Insgesamt wurden zwei Personen verletzt und vom Rettungsdienst in Krankenhäuser eingewiesen. Kaum waren diese Einsätze abgearbeitet, wurde ein piepsender Rauchmelder in der Schlangenbader Straße gemeldet und Einheiten dorthin disponiert. Vor Ort stellte sich schnell heraus, dass es sich um eine Fehlfunktion des Rauchwarnmelders handelte.

Um kurz nach 11 Uhr wurde dann aus der Wilhelmstraße gemeldet, dass ein Baugerüst umzustürzen droht. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass die Orkanböen das über 15 Meter hohe Baugerüst tatsächlich von der Wand gelöst hatten. Einzelne Teile des Gerüstes waren bereits abgestürzt, der verbliebene Rest drohte weiter zusammenzubrechen.

Mit Hilfe einer Drehleiter und eines Gelenkmastes der Werkfeuerwehr InfraServ Wiesbaden wurde zuerst eine Plane vom Baugerüst entfernt um die weitere Belastung durch Wind zu reduzieren. Anschließend wurde das Gerüst mit Hilfe von Seilzügen am Gebäude gesichert und anschließend von der Gerüstbaufirma demontiert.

Weitere Kräfte der Feuerwehr waren parallel im Stadtteil Mainz-Kastel im Einsatz. Hier war ein Baum auf eine Stromleitung gestürzt. Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten den Baum erst entfernen, nachdem der Strom durch die Stadtwerke Mainz abgeschaltet wurde.

Noch während diese Einsätze liefen, wurde ein Verkehrsunfall auf der Bundesstraße B54 gemeldet. Die Erkundung an der Einsatzstelle zeigt, dass ein Fahrzeug von der Straße abgekommen und mit einem Baum kollidiert war, hierbei wurde die Fahrerin verletzt. Erste Meldungen, dass die Person eingeklemmt sei, bestätigten sich glücklicherweise nicht. Die Person konnte rasch aus dem Fahrzeug befreit werden und wurde vom Rettungsdienst in ein Wiesbadener Krankenhaus transportiert. Die Feuerwehr Wiesbaden wurde an dieser Einsatzstelle auch durch Kräfte der Feuerwehr Taunusstein unterstützt.

Zwischen den genannten Ereignissen rückten immer wieder Einheiten der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr aus, um umgestürzte Bäume zu entfernen, vom Wind umgefallene Bauzäune zu sichern und Wasserschäden zu beseitigen. Ein weiteres loses Baugerüst im Stadtteil Breckenheim konnte glücklicherweise rasch gesichert werden.

Insgesamt waren zwischen 7 Uhr und 15 Uhr mehr als 20 Feuerwehreinsätze zu bewältigen. Im Einsatz waren Einsatzkräfte aller drei Feuerwachen der Berufsfeuerwehr sowie die Freiwilligen Feuerwehren Auringen, Breckenheim, Heßloch, Kloppenheim, Medenbach, Schierstein und Stadtmitte.

Die Feuerwehr weißt darauf hin, aktuell Parkanlagen und Waldgebiete zu meiden, da nach wie vor die Gefahr von Astbruch und umfallenden Bäumen besteht.

Der aktuelle Pegelstand kann im Internet unter [extern]www.steb-koeln.de nachgelesen werden. Eine telefonische Ansage gibt es unter 0221 19429.

erschienen am: 2018-01-05 im europaticker



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