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Kritik der AfD-Fraktion: Verkehrsministerin Schneider (SPD) will drohenden Verkehrskollaps
im Umfeld des Willy-Brandt-Flughafens BER nicht wahrhaben
Unternehmen warnen vor BER-Verkehrschaos

Die Industrie- und Handelskammern von Berlin und Brandenburg haben gemeinsam eine Engpassanalyse zu Verkehrsanbindungen am Willy-Brandt-Flughafen BER in Auftrag gegeben und warnen vor einer erheblichen Verschärfung der Verkehrsprobleme im Umfeld des Flughafens. Der Geschäftsführer des Bauplanungsbüros PST GmbH, Torsten Schulz, nennt die Verkehrsqualität in dem Gebiet bereits jetzt „unterirdisch“. Während Verkehrsministerin Schneider (SPD) die Infrastruktur rund um den Flughafen für ausreichend hält, bezeichnet der Hauptgeschäftsführer der IHK Cottbus, Wolfgang Krüger, laut MAZ-Bericht die bisherigen Rückmeldungen aus den Unternehmen als „verheerend“.

Der AfD-Landtagsabgeordnete und Mitglied im Sonderausschuss BER, Franz Wiese, teilt dazu mit: „Die AfD-Fraktion warnt bereits seit Jahren vor einem Verkehrschaos im Umfeld des Willy-Brandt-Flughafens BER und hatte deshalb bereits im April 2017 einen Antrag für die Entwicklung eines großräumigen Verkehrskonzepts in den Landtag eingebracht. Nachdem unsere Warnungen nicht ernst genommen wurden, wird jetzt durch die heftige Kritik der Industrie- und Handelskammern und durch die in Auftrag gegebene Studie deutlich, wie berechtigt unsere Kritik gewesen ist. Die SPD-Verkehrsministerin Schneider lebt offenbar völlig in einem Wolkenkuckucksheim, wenn sie ernsthaft glaubt, dass die bisherige Infrastruktur ausreichend wäre. Wenn die bisherigen Prognosen davon ausgehen, dass sich der Straßenverkehr im Umfeld des Flughafens verdreifachen wird, dann besteht Handlungsbedarf – und zwar jetzt.“

Der infrastrukturpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag Brandenburg, Jan-Ulrich Weiß, ergänzt: „Bis zum Jahr 2040 wird im Zusammenhang mit dem Flughafen mit rund 90 Millionen Verkehrsreisenden gerechnet. Das ganze Umfeld des Flughafens ist dafür noch nicht einmal ansatzweise ausgelegt und hat dafür auch nicht das Potenzial. Wenn ein endgültiger Verkehrsinfarkt nicht in Kauf genommen werden soll, wird die Landesregierung um weitere Investitionen nicht herumkommen. Hier darf man allerdings gespannt sein, wie Rot-Rot dies finanzieren will, denn die Probleme mit der Infrastruktur im Umfeld des Flughafens hatte man ja bis jetzt überhaupt nicht auf dem Schirm.“

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erschienen am: 2018-04-13 im europaticker


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