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Neue Wasserleitung zwischen den ehemaligen Bergbaugruben Hermine und Johannes ist bereits geplant
Leckage im Trinkwassernetz durch Provisorium überbrückt

Die Trink- und Brauchwasserversorgung im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen wird in diesem Zeitraum über die Anschlussstellen AGS Jeßnitz und die AGS Wolfen sichergestellt. Erfahrungsgemäß muss mit dem Beginn der Umstellung der Wasserversorgung vermehrt mit dem Auftreten von Druck-schwankungen und Trübungen gerechnet werden. Es kann nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden, dass es mit der zeitlich befristeten Außerbetriebnahme der Anschlussstellen unter bestimmten Bedingungen zu Einschränkungen bei der Löschwasserwasserversorgung kommen kann.

„Wir sind selbstverständlich bemüht, die gewohnte Versorgungsqualität durch Anpassungen im Netz aufrecht zu erhalten, bitten Sie aber um Ihr Verständnis, wenn es dennoch zu zeitweisen Abweichungen kommen sollte,“ versicherte Christine Ringler, Bereichsleiterin Netze der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH.

Die Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH versorgt den Chemiepark Bitterfeld-Wolfen seit Jahren zuverlässig mit Trinkwasser. Im Januar wurde festgestellt, dass die unterirdisch verlegten Wasserleitungen im Bereich der ehemaligen Bergbaugruben Johannes und Hermine bei Bitterfeld Undichten aufweisen. Ein großflächiger Bereich zwischen den beiden ehemaligen Bergbaugruben steht momentan unter Wasser. Im Interview beantwortet Dr. Matthias Standfuß, Unternehmensbereichsleiter Vertrieb und Entwicklung der Fernwasserversorgung, Fragen zu den Ursachen und künftigen Vorhaben zur stabilen Wasserversorgung im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen.

Was sind die Ursachen für die Vernässungen im Abschnitt zwischen den Bergbaugruben Hermine und Johannes?
Dr. Matthias Standfuß: Die Rohrleitungen wurden vor Jahrzehnten unterirdisch verlegt. Zu der Zeit war der Grundwasserstand wesentlich niedriger. Die Ursache für die Rohrschäden kann nicht genau festgestellt werden. Da die Leitungen seit Jahren dem aufsteigenden Grundwasser ausgesetzt sind, können möglicherweise durch das aggressive Grundwasser Leckagen in der Rohrleitung entstanden sein.

Welche Maßnahmen hat die Fernwasserversorgung eingeleitet, um den Schaden zu beheben?
Dr. Matthias Standfuß: Wir haben zunächst die Undichten an der Trinkwasserleitung eingegrenzt und verlegen nun um den durchnässten Bereich in Höhe der Grube Johannes bis zur Grube Hermine oberirdisch eine Ersatzwasserleitung. Sie hat eine Länge von 1.700 m und einen Durchmesser von 600 mm. Diese Ersatzleitung wurde am 11. und 12. April an das Trinkwassernetz eingebunden. Das Provisorium ist nur vorübergehend bis die bereits geplante neue Trinkwasserleitung fertiggestellt ist.

Wann soll die neue Wasserleitung verlegt werden?
Dr. Matthias Standfuß: Das hängt von dem Genehmigungsverfahren ab. Die Planungen für den Trassenverlauf der neuen Trinkwasserleitung haben wir bereits vor einigen Jahren begonnen. Doch die Genehmigung der Behörden für die geplante Trasse liegt uns noch nicht vor. Die Bedingungen in diesem Bereich sind schwierig, da es zum einen ein ehemaliges Bergbaugelände ist und in dem zum anderen eine Bundesstraße, die Gleise der Regiobahn und zudem noch einen Stromtrasse verlaufen. Unser Provisorium ist für vier Jahre behördlich genehmigt. Bis zum Ende dieses Zeitraums soll die neue Wasserleitung verlegt werden. Die Arbeiten an der Ersatzleitung sind bereits so geplant, dass die neue Wasserleitung ohne Unterbrechung der Versorgung in das Leitungsnetz eingebunden werden kann.

erschienen am: 2018-04-16 im europaticker


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