europaticker:
Die Höhe der Grundsteuerschuld wird mit einem von der Gemeinde festzulegenden Hebesatz berechnet
Grundsteuern tragen mit 5,8% zu den kommunalen Einzahlungen bei

Das Bundesverfassungsgericht hat am 10. April 2018 die Vorschriften zur Einheitsbewertung der Grundsteuerbemessung für verfassungswidrig erklärt. Die Grundsteuer stellt für die Städte und Gemeinden in Deutschland jedoch eine wichtige und stetige Steuerquelle dar.

Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, belief sich das Grundsteueraufkommen in Niedersachsen  2017 auf 1.415 Millionen Euro. Davon entfielen auf die Grundsteuer B für bebaute Grundstücke 1.344 Millionen Euro. Je Einwohnerin und Einwohner entspricht dies 169 Euro. Damit betrug der Anteil der Grundsteuer B an den kommunalen (bereinigten) Einzahlungen 5,5%.

Da sich die Flächen in den Gemeinden naturgemäß kaum ändern, bilden die Grundsteuern eine stetige Einnahmequelle. Dennoch wuchs das Aufkommen der Grundsteuer B im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 2,1% und gegenüber dem Jahr 2007 sogar um 27,2%. Die Steigerungen ergaben sich in erster Linie durch Hebesatzänderungen, aber auch durch eine Erhöhung der Einheitswerte infolge neuer Bebauung. Die höchsten pro-Kopf Einnahmen aus der Grundsteuer B erzielten 2017 Baltrum (623 Euro), Spiekeroog (341 Euro) und das Nordseebad Wangerooge (330 Euro). Die geringsten pro-Kopf Einnahmen aus der Grundsteuer B verbuchten Osterheide (26 Euro) und Freistatt (53 Euro).

Die Höhe der Grundsteuerschuld wird mit einem von der Gemeinde festzulegenden Hebesatz berechnet. Im Jahr 2017 belief sich der durchschnittliche Hebesatz aller niedersächsischen Städte und Gemeinden auf 427%. In Baltrum, der Landeshauptstadt Hannover, der Stadt Laatzen, der Stadt Wilhelmshaven und der Stadt Hitzacker kam der höchste Hebesatz von 600% zur Anwendung. Die geringsten Hebesätze wiesen Gorleben mit 200% und Börger mit 270% aus.

Download:
Tabelle mit den Hebesätzen und Aufkommen der Grundsteuern von den Städten und Gemeinden in Niedersachsen

Vorschriften zur Einheitsbewertung für die Bemessung der Grundsteuer verfassungswidrig
Verfassungswidrigkeit der Grundsteuererhebung

erschienen am: 2018-04-16 im europaticker


Wichtiger Hinweis:
Wir verwenden keine Cookies, weil uns das Surfverhalten von mehr als 1 Millionen Besucher monatlich nichts angeht.

Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu dem Beitrag:
Ihre Meinung ist uns wichtig!

Impressum (Kurzfassung):
EUROPATICKER mit den Magazinen: Umweltruf, Korruptionsreport und Green IT
Das Magazin mit Hintergrund aus der Entsorgungsbranche
Deutscher Presserat (ID-Nummer 3690)

Herausgeber Hans Stephani
Beratender Betriebswirt - Journalist - Autor
Blumenstr. 11, 39291 Möser
Telefon: 039222 - 4125 Telefax: 039222 - 66664
Der EUROPATICKER Umweltruf erscheint im 18. Jahrgang. Das Ersterscheinungsdatum war der 20. März 2000.

Für die Titel: EUROPATICKER, KORRUPTIONSREPORT und UMWELTRUF nehmen ich Titelschutz nach § 5 Abs. 3 MarkenG. in Anspruch.
Ich unterliege dem Presserecht des Landes Sachsen-Anhalt.
Verantwortlich im Sinne des Presserechtes und nach Telemediengestz (TMG) ist: Diplom-Betriebswirt Hans Stephani.

Anzeigenverwaltung:
EUROPATICKER - Verlag  GmbH, Eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter der Nummer B 2311, Geschäftsführer: Beatrix Stephani, Steuerliche Angaben: Finanzamt Genthin Steuernummer: 103/106/00739, Blumenstr. 11 D-39291 Möser Telefon: 039222 4125, Telefax: telefax@europaticker.de

    Zurück zum Nachrichtenüberblick                                    Diese Meldung ausdrucken