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Getränkedose: Pionier der Kreislaufwirtschaft

Das sind umgerechnet 32.600 Tonnen Aluminium. Davon werden 99 Prozent dem Wiederverwertungsprozess zugeführt. Damit ist die Getränkedose – ohnehin die meist recycelte Getränkeverpackung der Welt – beispielhaft für eine nachhaltige und erfolgreiche Kreislaufwirtschaft. Die kosten- und umweltrelevante Effizienz der Aluminiumdose ist Schlüsselthema des Forum Getränkedose vom 14. bis 18. Mai 2018 auf der IFAT, der Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser, Abfall- und Rohwirtschaft, in München.

In Halle B4, in Kooperation mit dem Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohwirtschaft (BDE), zeigt das Forum Getränkedose, wie die Aluminiumdose dank einer nahezu geschlossenen Kreislaufwirtschaft bereits heute sämtliche politischen Vorgaben übertrifft und Deutschland im internationalen Vergleich zum Spitzenreiter avanciert. Wie effizient und reibungslos der Prozess von der Produktion der Getränkedose über das Recycling bis zur Wiederaufbereitung des recycelten Materials funktioniert, kann der IFAT-Fachbesucher anhand einer beeindruckenden virtuellen Reise entlang des Stoffstroms Aluminium miterleben, bei der die neueste VR-360-Grad-Technologie zum Einsatz kommt.

„Die Getränkedose ist gewissermaßen ein Pionier der Kreislaufwirtschaft. Mit Aluminium steht dabei ein permanentes Material zur Verfügung, das sich aufgrund seiner stabilen chemischen Verbindungen nahezu unbegrenzt einschmelzen und recyceln lässt. Die Dose kann seit jeher ohne Qualitätsverlust nahezu unbegrenzt wiederverwertet werden, schont dabei wertvolle Rohstoffe und zugleich große Mengen kostspieliger Energie – und zwar bis zu 95 Prozent der Energie, die man für die Herstellung einer Dose aus neuem Metall aufbringen müsste“, sagt Stephan Rösgen, Geschäftsführer des Forum Getränkedose, zu dem neben der Ardagh Group die Hersteller Ball Packaging Europe und Crown Holding zählen. Rösgen fügt hinzu: „Wir erleben einen positiven Wandel in der Wahrnehmung, der absolut berechtigt ist. Ein Metall wie Aluminium ist auch deshalb als Rohstoff so wertvoll, weil auf dem Weltmarkt die Nachfrage für Sekundäraluminium groß ist – einer der Gründe, warum fast jede der gebrauchten und nahezu vollständig recycelbaren Getränkedosen, die in Deutschland eingesammelt werden, auch tatsächlich wieder in die Wiederverwertung übergehen.“

Das recycelte Material hat dabei eine ebenso hohe Qualität wie das Ausgangsprodukt. Und das Potenzial der neuen Verwendungszwecke, bei denen der Produktschutz voll umfänglich gewährleistet bleibt, ist immens: Aus der Getränkedose von heute wird morgen eine Handyhülle, ein Fahrrad oder eine Kaffeekanne. Rösgen: „Die Getränkedose mit ihrem Monomaterial Aluminium wird nicht verbraucht – sie wird dauerhaft verwendet. Sie ist ein Paradebeispiel für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft.“

erschienen am: 2018-05-03 im europaticker


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