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Nutzungskonflikte zwischen Naturschutz und Forst- bzw. Landwirtschaft innerhalb der vier Hochmoore Schwarzes Moor,
Bissendorfer Moor, Otternhagener Moor und Helstorfer Moor entflechten
Vertrag über Tauschflächen für das Verfahren der „Hannoverschen Moorgeest“ unterzeichnet

Landesbeauftragte Heike Fliess, Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser (ArL), und Christopher Toben, Geschäftsführer der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG), unterzeichneten am heutigen Tage einen Vertrag, mit dem rund 70 Hektar Ersatzland von der NLG für die „Hannoversche Moorgeest" zur Verfügung gestellt werden. Das vereinfachte Flurbereinigungsverfahren wurde 2012 eingeleitet, um Nutzungskonflikte zwischen Naturschutz und Forst- bzw. Landwirtschaft innerhalb der vier Hochmoore Schwarzes Moor, Bissendorfer Moor, Otternhagener Moor und Helstorfer Moor zu entflechten. Es begleitet das gleichnamige von der EU geförderte Life+-Projekt, welches vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) durchgeführt wird, bodenordnerisch.

„Wir sind froh, dass durch die gute Zusammenarbeit mit der Niedersächsischen Landgesellschaft weitere Tauschflächen zur Verfügung gestellt werden können", freute sich Fliess bei der Unterzeichnung.

Ziel ist es, die privaten Grundeigentümer aus dem aus naturschutzfachlicher Sicht sehr wertvollen Natura 2000-Gebiet heraus zu tauschen und ihnen von Umweltauflagen befreite land- bzw. forstwirtschaftlich nutzbare Flächen als neue Eigentumsflächen zu übertragen. Dies kann nur gelingen, wenn adäquates Tauschland zur Verfügung steht. Die Region Hannover und verschiedene Kommunen haben hierfür bereits Flächen zur Verfügung gestellt. Das ArL konnte für das Flurbereinigungsverfahren darüber hinaus geeignete Flächen auch direkt erwerben. Bei rund 900 Flurbereinigungsteilnehmern, die privates Eigentum in der Größenordnung von rund 1.500 Hektar innerhalb der vier Moore, aufgeteilt auf die Nutzungsarten Wald, Acker und Grünland, besitzen, reichen diese Flächen allerdings bei weitem nicht aus.

Die Flächen liegen breit gestreut um das derzeit insgesamt rund 2.470 Hektar umfassende Flurbereinigungsgebiet verteilt. Der Flächenerwerb kann insoweit als wichtiger Meilenstein im Flurbereinigungsverfahren bezeichnet werden, da mit ihm nun die Grundvoraussetzungen geschaffen wurden, um in konkrete Tauschverhandlungen mit den einzelnen Eigentümern einsteigen zu können.

Diese werden in Kürze im Schwarzen Moor beginnen. Hier werden noch vor den Sommerferien erste sogenannte Rohplangespräche geführt, in denen den Betroffenen konkrete Ersatzflächen vorgestellt werden sollen. Die Eigentümer der anderen drei Moore folgen. Bis zum Jahr 2020 sollen sämtliche Tauschverhandlungen einvernehmlich abgeschlossen sein.

erschienen am: 2018-05-14 im europaticker


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