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Am 11. Juni 2018 kommen die europäischen Energieminister zusammen
Ambitioniertes EU-Erneuerbaren-Ziel für Industrie und Klimaschutz gefordert

„Auf Europäischer Ebene ist ein Erneuerbare-Energien-Ziel von mindestens 35 Prozent unverzichtbar, um die Zusagen der EU im Rahmen des Pariser Klimaabkommens zu erfüllen“, sagt Dr. Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE), anlässlich des am Montag tagenden EU-Energieministerrates. „Ein ambitioniertes Erneuerbaren-Ziel ist auch die Voraussetzung für europäische Standorte, die Zukunftstechnologien, eine nachhaltige Industrie und Innovation voranbringen.“ Gleichzeitig müssten die Hemmnisse für Eigenverbrauch und Bürgerenergie beseitigt werden, so wie das Parlament fordert. Auch hier müsse Deutschland seine Zurückhaltung aufgeben.
 
Die Internationale Energieagentur IRENA kommt in einem Bericht zu dem Ergebnis, dass die EU den Erneuerbaren-Anteil im Energiemix von 17 Prozent im Jahr 2015 auf 34 Prozent im Jahr 2030 kosteneffektiv verdoppeln könnte. „In vielen Mitgliedstaaten stellen die Erneuerbaren bereits eine feste Größe in der Energieversorgung, in der Wertschöpfung und im Export dar“, so Peter. Zahlreiche Industrieunternehmen stellten ihre Geschäftsmodelle auf Erneuerbare um. „Diese Dynamik muss erhalten bleiben.“ Dafür bedarf es klarer und ambitionierter Ausbaupfade sowie verlässlicher Planungsgrundlagen für Investoren bis 2030. Gleichermaßen müssen administrative Hemmnisse abgebaut werden.
 
Die nationalen Energie- und Klimapläne, die künftig von allen Mitgliedstaaten zu erstellen sind, sind eine gute Grundlage für eine koordinierte und nachhaltige Planung- und Zielsteuerung über Sektoren und Landesgrenzen hinweg. Peter: „Die Mitgliedsstaaten müssen nun sicherstellen, dass frühzeitig Klarheit über den Erneuerbaren-Ausbau und über Maßnahmen zur Erreichung der verbindlichen europäischen Erneuerbare-Energien-Ziele bis 2030 im Strom-, Wärme- und Mobilitätssektor geschaffen wird.“
 
Hintergrund
Am 11. Juni 2018 kommen die europäischen Energieminister zusammen, um entscheidende Weichen für den Abschluss der Verhandlungen zur Erneuerbare-Energien-Richtlinie und zur Governance-Verordnung zu stellen. Einer der Knackpunkte der Verhandlungen wird das verbindliche Ziel für den Erneuerbaren-Anteil am europäischen Gesamtenergieverbrauch bis 2030 sein. Während das Europäische Parlament ein verbindliches Mindestziel von 35 Prozent vertritt, scheint der Rat gespalten zu sein. Eine zunehmende Anzahl von Staaten, darunter möglicherweise auch die neuen Regierungen in Italien und Spanien, können sich ein Ambitionsniveau deutlich über 30 Prozent hinaus vorstellen. Deutschland, einst Vorreiter für Energiewende und Klimaschutz, hat sich laut Medienberichten mittlerweile auf die Seite der Zögerlichen gestellt.

Als Dachverband der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland bündelt der BEE die Interessen von 48 Verbänden und Unternehmen mit 30 000 Einzelmitgliedern, darunter mehr als 5 000 Unternehmen. Zu unseren Mitgliedern zählen u. a. der Bundesverband WindEnergie, der Bundesverband Solarwirtschaft, der Fachverband Biogas und der Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke. Wir vertreten auf diese Weise 338 500 Arbeitsplätze und mehr als 3 Millionen Kraftwerksbetreiber. Unser Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr.

erschienen am: 2018-06-08 im europaticker


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