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Auf Fahrgastschiffen fallen Abfälle an, insbesondere häusliche Abwässer und Hausmüll
SGD Nord: Toilettenabwasser gehört nicht in die Mosel

Für die häuslichen Abwässer sieht das Abfallübereinkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland, dem Königreich Belgien, der Französischen Republik, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Königreich der Niederlande und der Schweizerischen Eidgenossenschaft Sonderregelungen vor. Bereits seit dem 1. Januar 2012 ist für Fahrgastschiffe, die zur Beförderung von mehr als 50 Fahrgästen zugelassen sind, die Entsorgung in die Oberflächengewässer untersagt.

Um nun sicher zu gehen, dass alle Fahrgastschiffe der erforderlichen Umrüstung auch tatsächlich nachgekommen sind, hat aktuell im Interesse des Umweltschutzes eine Schwerpunktkontrolle von Fahrgastschiffen durch die Wasserschutzpolizei Bernkastel und Vertretern der SGD Nord stattgefunden.

Bei einem Fahrgastschiff wurde durch Farbversuche festgestellt, dass kein Abwassersammeltank vorhanden war, wodurch das Abwasser direkt in die Wasserstraße geleitet wurde. In der Folge ist anzunehmen, dass unbehandeltes Abwasser in die Mosel eingeleitet wurde. Durch Einleitung von unbehandeltem Abwasser kommt es in den betroffenen Gewässerabschnitten vorübergehend zu einer vermeidbaren Gewässerbelastung, die insbesondere bei ansteigenden Gewässertemperaturen vermieden werden sollte.

Nun wird im Zuge eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens eine Anhörung durchgeführt, um die illegale Einleitung zu ahnden.

erschienen am: 2018-06-12 im europaticker


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