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19 Mio. Euro für saubere Energietechnik. Österreich als Energieinnovationsland positionieren
Klima- und Energiefonds startet sein Energieforschungsprogramm

Energieforschung und Innovation sind zentrale Hebel, um die Ziele der Klima- und Energiestrategie #mission 2030 zu erreichen. Für die heimische Wirtschaft und Wissenschaft steht ab 13.6.2018 ein Förderbudget in der Höhe von insgesamt 19 Mio. Euro bereit, um saubere Energietechnologien zu entwickeln und auf den internationalen Markt zu bringen. Mit seinem Energieforschungsprogramm unterstützt der Klima- und Energiefonds, dotiert aus Mitteln des Infrastrukturministeriums, Forschung zu den Themen Energiesysteme und -netze, Industrielle Energiesysteme, Verkehrs- und Mobilitätssystem mit Schwerpunkt optimierte Energieeffizienz, Umwandlungs- und Speichertechnologien.

„Saubere Energie- und Mobilitätstechnologien gehören zu den größten Wachstumsmärkten des 21. Jahrhunderts. Mit dem Beitritt Österreichs zur globalen Initiative ,Mission Innovation‘ gelingt es, Österreich als ,Energieinnovationsland‘ zu positionieren. Der Klima- und Energiefonds ist mit dem Energieforschungsprogramm ein zentraler und unverzichtbarer Partner für die Bundesregierung bei der Umsetzung seiner Klima- und Energiestrategie #mission 2030“, sagt Infrastrukturminister Norbert Hofer.

„Mit der Klima- und Energiestrategie #mission2030 hat die Bundesregierung klare Ziele für das nächste Jahrzehnt formuliert. Um diese erfüllen zu können, braucht es radikale technische Innovationen, die den raschen Ausstieg aus der fossilen Energiewelt ermöglichen. Energieforschung kann zur Lösung dieser Aufgaben einen maßgeblichen Beitrag leisten“, so Klima- und Energiefonds-Geschäftsführerin Theresia Vogel.

13.6.2018: Event „Forum Mission Innovation“

ExpertInnen aus Wissenschaft und Wirtschaft präsentieren beim „Forum Mission Innovation“ Highlights der österreichischen Energie- und Mobilitätsforschung. Im Fokus liegen die zukünftigen Herausforderungen der Energie- und Mobilitätswende. Im Rahmen der Veranstaltung werden auch die Förderprogramme „Energieforschungsprogramm“ und „Zero Emission Mobility“ (vormals „Leuchttürme der E-Mobilität“) vorgestellt. „Forum Mission Innovation“ ist eine gemeinsame Veranstaltung des Klima- und Energiefonds und des bmvit.

#mission2030: Jetzt geht es um die Umsetzung

Elektro- und Elektronikindustrie, Metalltechnische Industrie und die Elektrobranche mit 23.700 Unternehmen und 278.000 Beschäftigten zur praktischen Umsetzung der Klima- und Energiestrategie #mission2030  „Wir begrüßen die Initiierung der Klimastrategie der Bundesregierung und freuen uns über die aktive Einbindung der Industrie, des Handwerks und des Handels dabei. Das gilt auch, wenn es jetzt darum geht, die #mission2030 praktisch umzusetzen. Nur wenn wir gemeinsam Maßnahmen gegen den Klimawandel setzen, können wir zur Erhöhung der Energieeffizienz von Österreich beitragen“, so Lothar Roitner, Geschäftsführer des FEEI- Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie und Berndt-Thomas Krafft, Geschäftsführer des Fachverbandes Metalltechnische Industrie. Manfred Kandelhart, Geschäftsführer des Bundesgremiums für Elektro- und Einrichtungsfachhandel, sowie DI Christian Atzmüller, Geschäftsführer der Bundesinnung der Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommunikationstechniker ergänzen: „Der Klimawandel hat Auswirkungen auf unser Land, daher wollen auch wir mit unseren Unternehmen hier einen Beitrag leisten und uns aktiv an der Umsetzung beteiligen. Unsere Unternehmen stärken durch hohe Investitionen in Innovation und Technologie den Standort Österreich und tragen so maßgeblich zu einer nachhaltigen Transformation des Wirtschaftssystems bei.“

Arbeitsplätze in Österreich schaffen und Vernetzung der Systeme forcieren

Wenn es um die Umsetzung der #mission2030 geht sind sich alle einig: Es ist absolut unerlässlich, dass durch die Klima- und Energiestrategie Arbeitsplätze vor allem in Österreich geschaffen werden und nicht in Billiglohnländer abwandern. Förderungen sollen systemisch ausgestaltet und technologieneutral vergeben werden und es braucht vor allem adäquate Anreize.

Einsatz von intelligenten, energieeffizienten Technologien

Der Einsatz von energieeffizienten Technologien leistet den wesentlichen Beitrag, um den Energiebedarf von Gebäuden zu senken. Maßnahmen wie der Einsatz moderner Mess- und Monitoringgeräte, hochwertige, energieeffiziente Produkte, Systeme und Komponenten bis hin zur Nutzung intelligenter Gebäudesystemtechnik, wie zum Beispiel intelligent vernetzte effiziente Beleuchtungssysteme sparen enorm viel Energie. Absolut notwendig und zeitgemäß ist es auch, die Modernisierung und Steuerung von Heizungsanlagen bzw. Einbindung in ein Gesamtsystem zu forcieren.

Zukunftsfähiges Energiesystem

In der Vernetzung der heutigen Systeme ist die isolierte Betrachtung einzelner Energie-Sektoren nicht länger zeitgemäß. Essentiell für die Energiewende ist, die Nutzung von Synergien durch Sektorkopplung (Elektrizität, Wärme, Mobilität). Um das Ziel 100 % erneuerbare Stromerzeugung bis 2030 erreichen zu können, bedarf es außerdem eines massiven Ausbaus der erneuerbaren Stromerzeugung einhergehend mit einem intelligenten Ausbau der Stromnetze. Als Technologieführer verfügen österreichische Unternehmen über die notwendigen Smart Grids Technologien. Hier braucht es Anreize in der Regulierung für innovativen Netzausbau. Im Bereich der Forschung, Entwicklung und Innovation soll der Fokus auf Energieeffizienz-Technologien in Industrie, Gewerbe und Haushalten liegen, nachdem die nicht verbrauchte Energie die günstigste Energiequelle ist. Generelles Ziel sollte die Verknüpfung von F&E-Ergebnissen mit dem Markt sein.

„Wir freuen uns auf die Umsetzung dieser und weiterer Maßnahmen und wollen uns hier aktiv daran beteiligen“, sind sich die vier Geschäftsführer einig.

Weitere Details und Anmeldung

Hintergrundinformation

Mit seinem Energieforschungsprogramm (www.energieforschung.at) leistet der Klima- und Energiefonds in enger Abstimmung mit dem Infrastrukturministerium einen zentralen Beitrag für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg Österreichs. Bereits 2007 gestartet ist er das zentrale Instrument für Innovation in der Energie- und Klimapolitik der Bundesregierung und setzt auf die Förderung von anwendungsorientierter Forschung und Entwicklung zukunftsfähiger Energie- und Mobilitätstechnologien. Dieses Know-how kann der Klima- und Energiefonds auch bei der Umsetzung der nun vorliegenden Klima- und Energiestrategie #mission230 nutzen. Die Programmstrategie ist gezielt auf Energietechnologien mit hohem Wachstumspotenzial im In- und Ausland ausgerichtet. Als One-Stop-Shop begleitet das Energieforschungsprogramm mit Instrumenten der Forschungsförderung den gesamten Innovationsprozess von der Forschung bis zur Demonstration. Seit 2007 hat der Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem Infrastrukturministerium mit dem Energieforschungs-programm rund 400 Mio. Euro in mehr als 800 Energie- und Mobilitätsforschungsprojekte investiert.

Informationsplattform – 500 Projekte online

Mit www.energieforschung.at hat der Klima- und Energiefonds eine umfassende Informationsplattform zur österreichischen Energie- und Mobilitätsforschung geschaffen. Knapp und übersichtlich werden Veranstaltungen sowie neueste Fachpublikationen vorgestellt und die UserInnen können sich über Fortschritte und Ergebnisse der durch den Klima- und Energiefonds geförderten Forschungsprojekte informieren.

erschienen am: 2018-06-11 im europaticker


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