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Oft müssen diese Gebiete erst durch investive Maßnahmen in die Lage versetzt werden,
ihre Funktion erfüllen zu können
Naturschutz als Bestandteil der Entwicklung des ländlichen Raums

„Landschaftspflege und Naturschutz sind schon längst zum unverzichtbaren Baustein unserer Politik für den ländlichen Raum geworden“, sagte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Till Backhaus, heute (11.06) zum Auftakt einer Regionalkonferenz des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) Mecklenburgische Seeplatte in Werder bei Altentreptow. „Es geht um nicht weniger als darum, unsere reichhaltige Naturausstattung für die kommenden Generationen zu sichern.“

Die Regionalkonferenz in Werder ist die erste von vier Konferenzen, auf denen potenziellen Projektträgern die Naturschutzförderrichtlinie des Landes erläutert wird. Auf Grundlage dieser Richtlinie fördert das Landwirtschaftsministerium investive Maßnahmen in den Natura-2000-Gebieten und Gebieten mit hohem Naturwert sowie zur Wiederherstellung von Feuchtgebieten und Mooren zu 100 Prozent. Eine Förderung setzt aber auch voraus, dass die nachhaltige Pflege gesichert ist.

Die Landwirte, die in diesen Gebieten wirtschaften, rief der Minister auf, sich konstruktiv einzubringen und für eine nutzbringende Kompromisssuche grundsätzliche Vorbehalte zurückzustellen. Dass auch Landwirtschaftsbetriebe bereit seien, Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen, würde beispielsweise daran deutlich, dass für 64 Prozent der 295 Projekte an Kleingewässern und Söllen in den Jahren 2007 bis 2014 Landwirtschaftsbetriebe die Projektträger waren. „Daran möchte ich auch in der laufenden Förderperiode anknüpfen“, sagte Dr. Backhaus.

Vor dem Hintergrund zunehmender Extremereignisse infolge des Klimawandels unterstütze er vor allem Projekte, die das Wasserrückhaltepotential vergrößern. Das Neuanlegen von Hecken soll jedoch weiterhin im Rahmen naturschutzrechtlicher Eingriffsregelung erfolgen. Dennoch sind sie in der Naturschutzförderrichtlinie aufgeführt, um die Option einer Förderung in Gebieten mit Gefahr von Winderosionen offen zu halten.

Weitere Regionalkonferenzen führen das StALU Vorpommern am 20. Juni, das StALU Westmecklenburg am 6. Juli und das StALU Mittleres Mecklenburg am 11. Juli durch.

HINTERGRUND

Die Umweltverwaltungen der Länder sind angehalten, den Naturschutz schwerpunktmäßig in Schutzgebieten nach europäischen Recht zu entwickeln. Das sind vor allem die Natura 2000-Gebiete und „Gebiete mit hohem Naturwert“.

Die Natura 2000-Gebiete sind die Europäischen Vogelschutzgebiete und die sogenannten FFH-Gebiete (Lebensräume der nach europäischem Recht zu schützender Tier- und Pflanzenarten). Gebiete mit hohem Naturwert sind Landschaftsstrukturen wie beispielsweise Sölle und Kleingewässer sowie Hecken.

Oft müssen diese Gebiete erst durch investive Maßnahmen in die Lage versetzt werden, ihre Funktion erfüllen zu können. Dieses Ziel verfolgt die Naturschutzförderrichtlinie Mecklenburg-Vorpommern vom 23. Februar 2017.

erschienen am: 2018-06-11 im europaticker


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