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SPD-Verkehrspolitiker Frank Warnecke: Ein landesweiter Verkehrsverbund wäre zeitgemäßer
und benutzerfreundlicher
Koalition plant die Einführung eines angebotsorientierten Thüringentakts

Die rot/rot/grüne Koalition will eine bessere Verknüpfung der Verkehrsträger des öffentlichen Verkehrs erreichen. Das Ziel sind bedarfsgerechte verkehrsträgerübergreifende Wegeketten. Dazu müssen regionale Verkehrskonzepte mithilfe aller beteiligten Städte und Landkreise erstellt werden. Dazu sind alle Verkehrsmittel und Verkehrsinfrastrukturen sowie die Entwicklung der Elektromobilität einzubeziehen, heißt es aus Regierungskreisen. Sozial ausgewogene Tarife, ein einheitliches Vertriebssystem, gemeinsame Beförderungsbedingungen und Fahrgastinformationen sind wichtige Bedingungen für einen kundenfreundlichen ÖPNV. Deshalb wird die rot-rot-grüne Koalition die kooperative Zusammenarbeit der Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen unterstützen.

Die Koalition plant die Einführung eines angebotsorientierten Thüringentakts. Dieser soll insbesondere die Verknüpfung von Bus und Bahn und zum Fernverkehr verbessern. Landesbuslinien sollen zur Lückenschließung zwischen zentralen Orten mit herangezogen werden. Gemeinsam mit den Kommunen will die Koalition auf die Gründung eines thüringenweit einheitlichen Verkehrsverbundes hinwirken. Die Bahn- und Busverbindungen können so fest vertaktet und somit ein attraktiveres Angebot im ÖPNV für Thüringer und Thüringerinnen werden. 

Der Kritik des Thüringischen Landkreistages an den Plänen der Thüringer Landesregierung für einen landesweiten Verkehrsverbund entgegnet der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag Frank Warnecke:„Ein landesweiter Verkehrsverbund ist längst überfällig. Es muss im 21. Jahrhundert eine sinnvolle Taktung möglich sein, also aufeinander abgestimmt Fahrpläne sowie Anschlussverbindungen, etwa von Bus auf Zug oder kreisübergreifend von Bus auf Bus. Alles andere ist nicht mehr zeitgemäß.“

In den Thüringer ÖPNV werde quer über alle Zuständigkeiten sehr viel Geld investiert, so der Verkehrspolitiker Warnecke. Deshalb müsse dieser attraktiv und benutzerfreundlich ausgestaltet werden, denn so würden sie auch genutzt.

„Beispielsweise muss es möglich sein mit einem einzigen Fahrschein in Thüringen von A nach B zu gelangen, unabhängig der Art und Anzahl der genutzten Verkehrsmittel. Zudem sollte dieser online buchbar sein.“

Für derartige Verbesserungen auch im Sinne der Fahrgäste sei ein einheitlicher Verkehrsverbund der nächste, wichtige Schritt. „Den einzelnen Fahrgast interessiert die Zuständigkeiten der Gebietsgrenzen nicht – und das kann man von ihm oder ihr auch nicht erwarten. Statt das richtige Ziel eines landesweiten Verkehrsverbundes zu kritisieren, hätten die Landkreise und Städte sich in interkommunaler Zusammenarbeit mit dem Land längst auf den Weg machen sollen“, sagt der SPD-Politiker Warnecke.

Letztendlich sei ein landesweiter Verkehrsverbund auch eine gute Basis, um ein Thüringer Azubiticket einführen zu können: „Die Einführung eines echten Azubitickets ohne einheitlichen Verkehrsverbund gleicht der Quadratur des Kreises. Ich gehe nicht davon aus, dass ein thüringenweites Azubiticket ohne einen landesweiten Verkehrsverbund eingeführt werden kann.“

erschienen am: 2018-01-10 im europaticker

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