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Dynamischer Verschuldungsgrad unter 2.0x und / oder Nettoverschuldung unter 7 Mrd € angestrebt als Voraussetzung
für ein solides BBB/Baa2 Rating und als Fundament für zukünftige Erträge
Vision 2020: HeidelbergCement aktualisiert Finanzziele und strategische Prioritäten

Aus Anlass des heute in Bergamo, Italien stattfindenden Capital Markets Day 2018 hat HeidelbergCement seine Vision 2020 vorgestellt und die Finanzziele und strategischen Prioritäten für den Dreijahreszeitraum ab 2018 aktualisiert. Auf Basis des bewährten Geschäftsmodells mit Schwerpunkt auf operativer Stärke und gut positionierten Kapazitäten und Reserven strebt das Unternehmen eine Steigerung des freien Cashflows auf rund 6 Mrd. € im Dreijahreszeitraum bis 2020 an.  

Nach dem deutlichen Wachstum der letzten zwei Jahre infolge der erfolgreichen Integration von Italcementi beabsichtigt das Unternehmen, den Schwerpunkt in der Kapitalallokation künftig auf höhere Erträge für die Aktionäre, Schuldenabbau und Portfoliooptimierung zu legen. HeidelbergCement bekräftigt seine progressive Dividenden-politik mit dem Ziel einer Ausschüttungsquote von rund 40%. Gleichzeitig soll der dynamische Verschuldungsgrad auf unter 2,0x und / oder die Nettoverschuldung auf unter 7 Mrd. € abgesenkt werden, um damit den Weg zu einem soliden BBB/Baa2 Rating zu ebnen. Zusätzlich beabsichtigt das Unternehmen, seine Netto-Wachstumsinvestitionen durch aktives Portfolio Management auf maximal 1 Mrd. € über den Dreijahreszeitraum zu begrenzen und gleichzeitig seine Komplexität und Risikostruktur zu verringern. Erlöse aus Desinvestitionen in der Größenordnung von 1 Mrd. € bis 1,5 Mrd. € sollen dabei zur Finanzierung von selektiven Wachstumsinvestitionen im Wert von 1,5 Mrd. € bis 2 Mrd. € verwendet werden. Weitere verfügbare Barmittel können für einen zusätzlichen Schulden-abbau oder höhere Erträge für die Aktionäre in Form von Dividenden oder Aktienrück-käufen genutzt werden.

Dr. Bernd Scheifele, Vorstandsvorsitzender von HeidelbergCement, sagte: „Mit der erfolgreichen Integration von Italcementi haben wir das Unternehmenswachstum voran-getrieben und gleichzeitig die Erträge für unsere Aktionäre auf ein neues Rekordniveau gesteigert. Unser erfolgreiches Geschäftsmodell basiert auf der höchsten vertikalen Integration im Sektor, einer einfachen, auf drei Kerngeschäftsbereiche fokussierten Struktur sowie einer dezentralen, schlanken Organisation mit starken lokalen Teams. Damit haben wir eine überzeugende Strategie, die sich klar von der unserer Wettbewerber unterscheidet, und sind bei operativer Exzellenz und Kosteneffizienz bereits heute Branchenführer. HeidelbergCement ist jetzt bestens positioniert, um von dieser Stärke und dem aktuellen Konjunkturzyklus zu profitieren. In den nächsten drei Jahren wollen wir unseren freien Cashflow deutlich erhöhen, um Wert für unsere Aktionäre zu schaffen.”

Finanzvorstand Dr. Lorenz Näger fügte hinzu: „Wir haben deutliches Potenzial zur Steigerung unseres Cashflows nicht nur aus dem operativen Geschäft sondern auch durch diszipliniertes Investitionsmanagement und das Absenken der Finanzierungskosten. Wir beabsichtigen, im Rahmen unserer progressiven Dividendenpolitik unseren Aktionären steigende Dividenden in einem Rahmen zu bieten, in dem dies leistbar und nachhaltig ist. Zusätzlich werden wir die Verschuldung in unserer Bilanz absenken und unser Portfolio weiter optimieren.“

Drei Hebel zur Steigerung des Cashflows

HeidelbergCement konzentriert sich auf drei Hebel, um den freien Cashflow weiter zu steigern: Kontinuierliche Effizienzsteigerungen, aktives Portfoliomanagement mit einem disziplinierten Investitionsmanagement und die Absenkung der Finanzierungskosten.

Auf der Grundlage seiner starken Erfolgsbilanz bei operativen Effizienzsteigerungen strebt HeidelbergCement auch weiterhin die Vorreiterrolle in der Industrie hinsichtlich der Realisierung weiterer Potenziale an. In den kommenden Jahren wird sich das Unternehmen zusätzlich auf die Einführung digitaler Plattformen konzentrieren, um weitere Einsparungen von über 200 Mio. € in den Bereichen Produktion, Instandhaltung, Logistik und Einkauf zu erzielen. Zusätzlich erwartet HeidelbergCement von der positiven Marktentwicklung zu profitieren, da wichtige Märkte in Süd- und Osteuropa sowie in Schwellenländern die Erholungs- und Expansionsphase im aktuellen Konjunkturzyklus betreten. Insgesamt rechnet das Unternehmen für den Dreijahreszeitraum mit einem organischen EBITDA-Wachstum von rund 5% pro Jahr.

HeidelbergCement beabsichtigt außerdem, sein Portfolio durch aktives Management zu verbessern. Dabei verfolgt das Unternehmen einerseits eine selektive M&A Strategie, um das bestehende Geschäft weiter zu stärken, zum Beispiel durch Verbesserung der vertikalen Integration. Andererseits sollen Komplexitäten und Risiken verringert werden, durch den Verkauf von operativen Einheiten, die nicht zum Kerngeschäft gehören, von Marktpositionen mit hohen Risiken oder begrenztem Wachstumspotenzial sowie von ungenutzten Vermögenswerten. Im Dreijahreszeitraum von 2018 bis 2020 erwartet HeidelbergCement Verkaufserlöse von 1 Mrd. € bis 1,5 Mrd. €, die dazu verwendet werden sollen, Wachstumsinvestitionen von 1,5 Mrd. € bis 2 Mrd. € zu finanzieren. Insgesamt werden damit die Netto-Wachstumsinvestitionen auf maximal 1 Mrd. € begrenzt. Zusätzlich sieht das Unternehmen Potenzial, die Instandhaltungsinvestitionen auf rund 55% der Abschreibungen zu senken und hat zu diesem Zwecke ein neues, Cashflow basiertes Bonussystem auf lokaler Ebene eingeführt.

Weiteres Potenzial zur Steigerung des Cashflows kommt aus der Reduzierung der Finanzierungskosten. Durch die Refinanzierung von Anleihen mit hohen Zinsen erwartet HeidelbergCement ca. 200 Mio € Einsparungen bis Ende 2020.

Capital Markets Day 2018

HeidelbergCement wird auf dem heute stattfindenden Capital Markets Day in Bergamo, Italien (8.00 Uhr MESZ) weitere Details diskutieren.

Über HeidelbergCement

HeidelbergCement ist einer der weltweit größten integrierten Hersteller von Baustoffen mit führenden Marktpositionen bei Zuschlagstoffen, Zement und Transportbeton. Der Konzern beschäftigt 60.000 Mitarbeiter an über 3.000 Standorten in rund 60 Ländern.

erschienen am: 2018-06-12 im europaticker


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