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Heimische Umwelt schützen - Handel und Import von Schmuckschildkröten laut EU-Verordnung nicht erlaubt
Schmuckschildkröten: Appell an Vernunft von Tierkäufern

Dass die Anschaffung von exotischen Haustieren gut überlegt sein will und auch die rechtliche Situation beachtet werden muss, zeigt einmal mehr die Problematik der zu hunderten ausgesetzten Schmuckschildkröten in Kärntner Gewässern, mahnen Tierschutzreferentin LHStv.in Beate Prettner und Umweltreferentin LR.in Sara Schaar.

"Gerade bei Exoten gilt es, eine Vielzahl an Vorkehrungen zu treffen - ganz abgesehen davon, dass jede Anschaffung eines Tieres Verantwortung mit sich bringt. Die Tiere auszusetzen kann und darf keine Option sein. Insbesondere dann nicht, wenn es sich dabei um Arten handelt, die in der heimischen Fauna und Flora nie vorgekommen sind und deshalb diese gefährden", so Prettner.

Denn bei der Schmuckschildkröte, die ursprünglich aus Nordamerika stammt, handelt es sich um eine so genannte invasive Art, die in unseren Breitengraden keine natürlichen Feinde hat und sich so ungehindert vermehren kann. "Das hat eine Gefährdung der heimischen Artenvielfalt zur Folge", weiß Umweltreferentin Schaar, die mit Helga Happ Kontakt aufgenommen hat, nachdem sie von der räumlich problematischen Situation im Klagenfurter Reptilienzoo, der eine Vielzahl dieser Schildkröten aufgenommen hat, aus den Medien erfahren hat.

"Mit dem Handel und Import dieser Tiere verstößt man bereits jetzt gegen eine EU-Verordnung. Da man dem Internet-Handel aber schwer beikommen kann, ist es wichtig, die Bevölkerung zu sensibilisieren und potenziellen Tierkäufern klar zu machen, dass man mit der Anschaffung solcher Tiere den Erhalt heimischer Arten massiv gefährdet", so Schaar. "Als Umweltreferentin appelliere ich an die Vernunft jedes Einzelnen, die Finger vom Kauf dieser Schildkröten zu lassen."

erschienen am: 2018-06-13 im europaticker


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