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Nach dem Mittel- und Südburgenland vor zwei Jahren wurde im Auftrag der Landesregierung nun auch
im Nordburgenland eine Bürgerbefragung durchgeführt

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LH Niessl und LH-Stv. Tschürtz präsentierten Ergebnisse der Bürgerbefragung im Nordburgenland

Ziel war es, die Zufriedenheit der Bevölkerung mit der Politik und Angeboten in verschiedenen Lebensbereichen zu erheben. Landeshauptmann Hans Niessl und Landeshauptmannstellvertreter Johann Tschürtz präsentierten am Mittwoch, 4. Juli, die Ergebnisse. Fazit: Die Lebensqualität und Entwicklung des Nordburgenlandes werden überwiegend gut bewertet, die Zufriedenheit mit der Arbeit der Landesregierung ist hoch. Mehrheitlich unzufrieden sind die Nordburgenländer mit der EU; als Problembereiche im Burgenland werden das Angebot an Lehrstellen und Arbeitsplätzen, das Lohn- und Einkommensniveau sowie die Unterstützung regionaler KMU eingestuft. Sicherheit ist den BürgerInnen weiterhin wichtig, entschieden abgelehnt werden Kürzungen im Gesundheitsbereich. Die Umfrage wurde vom Meinungsforscher Dr. Peter Hajek im April und Mai 2018 durchgeführt; befragt wurden 1.000 Wahlberechtigte in den Bezirken Neusiedl, Eisenstadt und Mattersburg.

„Unsere Politik richtet sich nach den Sorgen und Wünschen der Menschen im Land. Die Bürgerbefragung hat uns dazu sehr konkretes Datenmaterial geliefert, das als Leitlinie in die künftigen politischen Entscheidungen einfließen wird. Die überaus positiven Ergebnisse in vielen relevanten Bereichen zeigen zugleich, dass dieser Weg der Bürgerbeteiligung und der direkten Demokratie von den Burgenländerinnen und Burgenländern auf große Zustimmung trifft. Wir nehmen aber besonders auch die Kritik in einzelnen Punkten sehr ernst und sehen diese als Auftrag für Verbesserungen“, betonte Niessl. Es gebe „einen massiven Gleichklang in der Regierung, vor allem bei der Sicherheit, die mit der neuen Regierung neu gewichtet wurde und wo wir seither vieles umgesetzt haben“, sagte Tschürtz. „Wir können stolz sein auf die hohen Zufriedenheitswerte in diesem Bereich, denn das Gefühl der persönlichen Sicherheit wirkt sich letztlich auch auf die Zufriedenheit und Stimmung der Bevölkerung insgesamt aus“.

Bewohner schätzen hohe Lebensqualität in der Region
Die aktuelle Stimmungslage könnte kaum besser sein: 86 % benoten die Lebensqualität im Nordburgenland als sehr gut bis gut, fast ebenso viele (84 %) sagen, es geht etwas weiter im Land, lediglich 11 % verneinen dies. Insgesamt 79 % blicken „sehr optimistisch“ oder „eher optimistisch“ in die Zukunft.

Arbeit der Landesregierung gut bewertet
Zufrieden sein darf die Landesregierung mit der Beurteilung ihrer Performance: 79 % der Befragten sind mit dieser „sehr zufrieden“ oder „eher zufrieden“. Nicht ganz so gut schneiden bei dieser Frage die Bundesregierung und die Europäische Union (56 % bzw. 35 % „sehr“ oder „eher zufrieden“) ab. Über fast durchwegs hohe bis sehr hohe Zufriedenheitswerte dürfen sich indes auch die burgenländischen Politiker freuen.

Wohnortnahe Angebote als großes Plus
Die hohe Zufriedenheit der Nordburgenländer mit der Lebensqualität gründet in gut ausgebauten, wohnortnahen Angeboten: 78 % sind mit der hausärztlichen Versorgung sehr bis eher zufrieden, fast gleich hohe Werte verzeichnen die Kindergärten und Schulen - 75 % bzw. 79 % sind sehr bis eher zufrieden. Das sind die Nordburgenländer mit großer Mehrheit auch mit dem Natur- und Landschaftsschutz (84 %), dem Straßennetz (83 %), der Polizeipräsenz (73 %) und dem Vereinsleben (84 %). Überwiegend zufrieden zeigen sie sich mit den Spitälern (66 %), der Nachmittagsbetreuung (56 %), Weiterbildungsmöglichkeiten (64 %), Angeboten im Pflegebereich (60 %), Öffentlichem Verkehr (59 %) und Leistbarem Wohnen (55 %).

Höchste Zufriedenheitsraten gibt es für die Wohnortnähe der Angebote: „Sehr nah“ bis „ziemlich nah“ sind für 97 % der Befragten die Volksschulen, Kindergärten (95 %), Haus- und Fachärzte (97 % bzw. 76 %), öffentliche Verkehrsmittel (82%) und Bezirkshauptmannschaften (86%).

Arbeitsplatzangebot und Lohn- und Einkommensniveau als Kritikpunkte
Weniger gute Noten gibt es dagegen für das Arbeitsplatzangebot – dieses befinden nur 38 % für ausreichend, 46 % für unzureichend –, für die Unterstützung regionaler KMU (39 % eher bis sehr zufrieden, 35 % eher bis sehr unzufrieden), und für das Angebot an Lehrstellen, das jeweils 30 % als ausreichend bzw. nicht ausreichend einstufen. Mit dem Lohn- und Einkommensniveau im Burgenland sind 46 % unzufrieden, 36 % eher bis sehr zufrieden. Die Ursache sieht Niessl darin, „dass wir im Burgenland mit extrem hohem Druck auf dem Arbeitsmarkt und mit Lohn- und Sozialdumping konfrontiert sind. Wir gehen seit Jahren mit aller Kraft dagegen vor und werden das auch weiterhin tun. Und auch mit der burgenländischen Wirtschaft suchen wir das Gespräch und unterstützen unsere KMU, etwa beim ‚Standortdialog Burgenland 2021‘“.

Hohe Zustimmung zu politischen Lösungsansätzen
Hohe Zustimmung gibt es zu politischen Vorhaben und Konzepten in den nördlichen Bezirken, wobei die Bezirksergebnisse je nach Relevanz für die Bevölkerung variieren. So sprechen sich insgesamt 96 % für den Erhalt aller Fachabteilungen am KH Eisenstadt, 84 % für den Erhalt der Unfallambulanz am KH Frauenkirchen und 82 % für den Weiterbestand des KH Kittsee aus. 92 % stimmen zusätzlichen finanziellen Maßnahmen des Landes zur Attraktivierung der Pflege zu Hause zu. Den Assistenzeinsatz des Bundesheeres als wichtigen Beitrag zu mehr Sicherheit im Burgenland befürworten 85 %, TTIP, CETA und Mercosur in der jetzigen Form lehnen 65 % ab. Erstmals erhoben wurde auch die Meinung zu den neu eingerichteten Akutordinationen; 83% stimmen zu, dass diese eine wichtige Ergänzung für das Gesundheitssystem sind.

Bildquelle: Bgld. Landesmedienservice

erschienen am: 2018-07-11 im europaticker



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