europaticker:
Neue Publikation Energie für die Zukunft: Einblicke aus einer Fallstudie in Tunesien

..................

Überwiegende Mehrheit sieht keine Zukunft für die Kernenergie in Tunesien

Tunesien steht vor der Herausforderung, seinen steigenden Energiebedarf zu decken und gleichzeitig auf drängende entwicklungspolitische Herausforderungen inmitten sozialpolitischer Veränderungen zu reagieren. Für eine erfolgreiche Energiewende zur Nachhaltigkeit ist es wichtig, dass die Gesellschaft ihre energiepolitischen Maßnahmen unterstützt. Das gemeinsame Forschungsprojekt MENA SELECT (MENA Sustainable ELEctricity Trajectories) untersucht in seiner aktuellen Studie verschiedene Technologien zur Stromerzeugung anhand ausgewählter Leistungsmerkmale und Präferenzen von Interessengruppen.

Die Publikation von Maurice Döring und Shahrazad Far, unterstützt von Sami Marrouki und Rami Elgolli, basiert auf Erkenntnissen aus der Fallstudie in Tunesien. In einer Reihe von Workshops, in denen eine innovative partizipative und integrative Methodik zum Einsatz kam, ruft das Projekt unterschiedliche Interessen und Präferenzen wichtiger gesellschaftlicher Interessengruppen hervor, um die jeweiligen Bedürfnisse und Erwartungen in Bezug auf die Energiewende in Tunesien zu ermitteln. Ausgewählte Stromerzeugungstechnologien werden anhand der Präferenzen von Interessengruppen und einer Reihe von Kriterien für die ökologische und sozioökonomische Nachhaltigkeit bewertet.

Während unterschiedliche Wahrnehmungen und Prioritäten existieren, zeigen die Interessengruppen eine auffallend starke Übereinstimmung, dass die wichtigsten Ziele der tunesischen Energiewende 1) weniger Abhängigkeit von Energieimporten, 2) der Sicherheit der Menschen, 3) der Schaffung grüner Arbeitsplätze und 4 ) der Kampf gegen die grassierende Umweltverschmutzung. Wie die Analyse zeigt, haben Photovoltaik und Onshore-Wind das Potenzial, die höchste gesellschaftliche Unterstützung zu erhalten, während fossile Brennstoffe die zukünftigen Prioritäten der Stakeholder nicht erfüllen können.

Die überwiegende Mehrheit der Stakeholder sieht keine Zukunft für die Kernenergie in Tunesien. Die Schlussfolgerung aus dem Multi-Stakeholder-Dialog lautet, dass eine substanzielle Reform des Elektrizitätssektors, die Stärkung der Rolle der sozialen Interessengruppen am nationalen politischen Dialog und eine stärkere Beteiligung der lokalen Gemeinschaften an der Umsetzung von Energieprojekten wesentliche Aspekte sind Weg zu nachhaltiger Energie, die von der Gesellschaft anerkannt ist.

erschienen am: 2018-08-08 im europaticker



Wir verwenden keine Cookies, weil uns das Surfverhalten von mehr als 1 Millionen Besucher monatlich nichts angeht.

Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu dem Beitrag:
Ihre Meinung ist uns wichtig!

Impressum (Kurzfassung):
EUROPATICKER mit den Magazinen: Umweltruf, Korruptionsreport und Green IT
Das Magazin mit Hintergrund aus der Entsorgungsbranche
Deutscher Presserat (ID-Nummer 3690)

Herausgeber Hans Stephani
Beratender Betriebswirt - Journalist - Autor
Blumenstr. 11, 39291 Möser
Telefon: 039222 - 4125 Telefax: 039222 - 66664
Der EUROPATICKER Umweltruf erscheint im 18. Jahrgang. Das Ersterscheinungsdatum war der 20. März 2000.

Für die Titel: EUROPATICKER, KORRUPTIONSREPORT und UMWELTRUF nehmen ich Titelschutz nach § 5 Abs. 3 MarkenG. in Anspruch.
Ich unterliege dem Presserecht des Landes Sachsen-Anhalt.
Verantwortlich im Sinne des Presserechtes und nach Telemediengestz (TMG) ist: Diplom-Betriebswirt Hans Stephani.

Anzeigenverwaltung:
EUROPATICKER - Verlag  GmbH, Eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter der Nummer B 2311, Geschäftsführer: Beatrix Stephani, Steuerliche Angaben: Finanzamt Genthin Steuernummer: 103/106/00739, Blumenstr. 11 D-39291 Möser Telefon: 039222 4125, Telefax: telefax@europaticker.de

    Zurück zum Nachrichtenüberblick                                    Diese Meldung ausdrucken