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Umweltministerin Siegesmund: Hier geht Landwirtschaft und Naturschutz Hand in Hand
Natura 2000 Landwirte: Erstmalige Auszeichnung für Erhalt von Lebensräumen und Arten

Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund hat heute die erstmals vergebene Auszeichnung „Natura 2000-Landwirt“ des Kompetenzzentrum Natura 2000-Stationen und des Thüringer Bauernverbandes an die Tierzuchtgenossenschaft Ernstroda und die Schäferei Silvia Lützelberger übergeben.

„Naturschutz und Landwirtschaft eint das Interesse, die Artenvielfalt zu erhalten, unsere Natura 2000-Stationen unterstützen die Partnerschaften dafür erfolgreich. Ich gratuliere den ausgezeichneten Betriebe herzlich und freue mich, dass sie sich mit hohem persönlichem Engagement für den Erhalt unserer kostbaren Natur einsetzen. Ihre Arbeit und die Auszeichnung kann Impulse für viele weitere Projekte geben,“ sagte Siegesmund heute in Ernstroda.

Der Preis „Natura 2000-Landwirt“ wird initiiert durch das Thüringer Kompetenzzentrum Natura 2000-Stationen und deren Träger sowie dem Thüringer Bauernverband. Mit der Auszeichnung werden zwei landwirtschaftliche Betriebe geehrt, die sich in ihrer täglichen Arbeit besonders für Natura 2000- Lebensräume und –Arten engagieren.

Die Tierzuchtgenossenschaft Ernstroda erhält die Auszeichnung für den Verzicht auf Produktionsflächen für die Schaffung von Laichgewässern insbesondere für den Kammmolch und weitere Amphibien. Zudem hat sich der Betrieb zur weiteren Pflege und Instandsetzung der Gewässer bereiterklärt.

Silvia Lützelberger und ihre Familie pflegen seit vielen Jahren Natura 2000-Gebiete mit Schafen und Ziegen wovon insbesondere viele seltene Orchideenarten profitieren.

Die Vorschläge für zu ehrende Landwirte stammen von den Natura 2000-Stationen, die in ihren Regionen zahlreiche Projekte mit Partnern aus der Landwirtschaft initiieren und dabei auf die Erfahrungen ihrer jeweiligen Fachbeiräte zurückgreifen, in denen auch die Kreisbauernverbände vertreten sind. Die Preisträger wurden durch eine Fachjury ausgewählt.

Hintergrund

Natura 2000 ist das größte, länderübergreifende Schutzgebietssystem der Welt. Thüringen verfügt über 212 FFH-Gebiete und 47 punkthafte FFH-Objekte sowie 44 EU-Vogelschutzgebiete. Diese sogenannten Natura 2000-Gebiete umfassen rund 270.000 Hektar, das entspricht rund 17 % der Landesfläche. In diesen Landschaften kommen seltene und teilweise vom Aussterben bedrohte Arten vor.

Seit 2016 kümmert sich das Netzwerk der 11 Natura 2000-Stationen in allen Regionen Thüringens um den Erhalt der Lebensräume und Arten. Die Arbeit wird dabei vom Thüringer Umweltministerium und vom Kompetenzzentrum Natura 2000-Stationen (in Trägerschaft von: BUND Thüringen e.V., Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V. und NABU Thüringen e.V.) in Erfurt wissenschaftlich unterstützt und koordiniert.

Die Idee der Auszeichnung stammt vom Kompetenzzentrum Natura 2000-Stationen. Ab sofort sollen jährlich zwei Natura 2000-Landwirte prämiert werden. Die Vorschläge aus den Natura 2000-Stationen werden von einer Jury, aus Umweltverbänden (BUND, DVL und NABU), dem Kompetenzzentrum und dem Bauernverband, bewertet. Ziel ist es, die Leistung der Landwirte für die Umsetzung der Ziele von Natura 2000 in den Vordergrund zu rücken, um die Akzeptanz auch bei anderen Betrieben zu steigern.

In dieser Woche hat das Thüringer Umweltministerium die Gesetzesnovelle zum Thüringer Naturschutzgesetz eingebracht, mit der die Finanzierung der Stationen dauerhaft gesichert werden soll.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.natura2000.thueringen.de

erschienen am: 2018-08-09 im europaticker


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