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Umweltministerin Priska Hinz will Landschaftspflegeverbände deutlich ausbauen

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Wichtige Partner für den Naturschutz in Hessen

„Die biologische Vielfalt an Tieren, Pflanzen und Lebensräumen ist die Grundlage für gesunde Nahrungsmittel, sauberes Wasser und frische Luft. Sie zu erhalten und effektiv zu schützen, ist aktuell eine der herausragenden gesellschaftlichen Aufgaben“, erklärte Umweltministerin Priska Hinz heute in Wetzlar bei der Tagung „Landschaftspflegeverbände in Hessen: Erfolg durch Kooperation“. Gerade im Offenland ist der Rückgang der Tier- und Pflanzenarten besonders massiv. Landschaftspflegeverbände können die Landkreise hier effektiv unterstützen. „Landschaftspflegeverbände setzen auf die enge Zusammenarbeit von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Naturschutz, Landwirtschaft und Förstern, denn nur gemeinsam können wir mögliche Konflikte beilegen und die dringend notwendige Trendumkehr schaffen“, so die Ministerin.

„Ein kooperativer Ansatz ist das Erfolgsrezept zum Erhalt unserer Kulturlandschaften, wie ihn die deutschen Landschaftspflegeverbände seit über 30 Jahren praktizieren“, betonte Josef Göppel, Vorsitzender des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege. „Den Einsatz von Frau Ministerin Hinz zur landesweiten Etablierung von Landschaftspflegeverbänden begrüße ich sehr!“, ergänzte er. Durch ihre gute Vernetzung in der Region, detaillierte Ortskenntnis sowie ihre Fachkenntnis können Landschaftspflegeverbände sowohl den konkreten Bedarf an Naturschutzmaßnahmen erheben und geeignete Einzelmaßnahmen vorschlagen als auch entsprechende Flächen vor Ort finden und bei Konflikten vermitteln. Sie schreiben passgenaue Aufträge aus und begleiten diese fachlich. „Landschaftspflege und Landnutzung müssen gemeinsam gedacht und in Einklang gebracht werden, das tun die Landschaftspflegeverbände auf vielfältige Weise und das Land Hessen unterstützt diese wichtige Aufgabe“, so Umweltministerin Priska Hinz.

Das Land Hessen hat bereits 2017 mit der Förderung von drei Pilot-Landschaftspflegeverbänden in den Landkreisen Lahn-Dill, Waldeck-Frankenberg und dem Wetteraukreis einen neuen Weg bei der Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen beschritten. Die Pilot-Landschaftspflegeverbände unterstützen die Landkreise bei der Umsetzung individueller Projekte und Aktionen zu Gunsten besonders schützenswerter Arten und Lebensräume sowie im Rahmen des Vertragsnaturschutzes zur Förderung einer besonders nachhaltigen Landwirtschaft in Hessen. Für die dreijährige Pilotphase erhalten die Pilot-Landkreise jeweils bis zu 200.000 Euro von der Hessischen Landesregierung. „Die Landschaftspflegeverbände leisten wertvolle Arbeit, weswegen wir eine Ausweitung planen. Künftig soll in jedem Landkreis ein Landschaftspflegeverband angeboten werden. Ziel ist es, sie landesweit zu etablieren“, so Hinz weiter.

Die Aktivitäten der Landschaftspflegeverbände sind vielfältig. So setzt sich der Landschaftspflegeverband des Wetteraukreises für Schutzmaßnahmen für die Feldflur-Arten Grauammer, Rebhuhn und Feldhamster ein, im Lahn-Dill-Kreis gelten die Bemühungen der Sicherung des letzten großen Vorkommens des Braunkehlchens in Hessen, andernorts steht beispielsweise der Schutz der Streuobstwiesen im Mittelpunkt. Mit der im Mai 2018 gestarteten Naturschutzkampagne „Für Natur. Für Vielfalt. Für uns.“ fördert Hessen darüber hinaus die bereits bestehenden Landschaftspflegeverbände der Landkreise Gießen, Hochtaunus, Main-Kinzig, Main-Taunus und Rheingau-Taunus sowie des Naturparks Werra-Meißner.

erschienen am: 2018-08-09 im europaticker



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