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Kein Dauerblinken von Windenergieanlagen in der Süd-Uckermark / Brandenburg

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Reduzierung der Phasen nächtlichen Blinkens um mehr als 90%

„Die Nacht in der südlichen Uckermark um Angermünde herum soll frei von dauerblinkenden Windenergieanlagen sein!“ Mit diesem Anspruch nimmt die brandenburgische Unternehmensgruppe Teut eine Bedarfsgesteuerte Nachtkennzeichnung (BNK) in die Planung ihrer jüngsten Windpark-Projekte nahe der Oder an der deutsch/polnischen Grenze auf und erklärt, dass der Vorsatz, Neue Energie möglichst emissionsarm zu erzeugen, auch die Lichtemission einbeziehen muss. Das Blinken der Hindernisbefeuerung ist nur dann erforderlich, wenn sich Flugobjekte dem überwachten Bereich rund um die Windenergieanlagen nähern. Folglich  gibt das BNK-System nur in diesem Fall das Signal zum Einschalten der nächtlichen Kennzeichnung. Das Ergebnis: eine Reduzierung der Phasen nächtlichen Blinkens um mehr als 90%. „Das ist ein bedeutender Aspekt für mehr Akzeptanz der Windenergie, und dafür machen wir uns als Unternehmensgruppe Teut stark“, so der zuständige Projektingenieur Christian Häfner.

Das Planungsunternehmen suchte bereits Ende 2015 Kontakt zu einschlägigen Unternehmen und fand in der Quantec Sensors einen Partner, der schon zu diesem Zeitpunkt, als BNK noch relativ neu für die Branche war, über eine enorme Kompetenztiefe verfügte. Zudem konnte Quantec als Pionier auf diesem Gebiet ein technisch ausgereiftes und AVV-konformes Detektions-System vorweisen, das alle Anerkennungsverfahren der Deutschen Flugsicherung bestanden hatte.

Im Frühjahr 2018, gründeten Teut und Quantec ihre gemeinsame Betriebsgesellschaft für BNK, die Quantec Operations Teut GmbH, und starteten die Planung ihres ersten Projekts.

Die Wahl des Standorts für den Luftraum-Scanner fiel auf den Ort Pinnow am großen Felchowsee, Uckermark. Von hier aus wird das BNK-System ab 2019 den Himmel der Region Angermünde nach Flugobjekten abtasten, die sich den angeschlossenen Windparks in kritischer Höhe nähern.

Die BNK-Systeme der Quantec Sensors sind mit ihren großen Erfassungsräumen für Kollokation konzipiert. Das heißt, dass sich alle Windparks einer Region an einen einzigen Sensor-Standort anbinden und von diesem aus individuell mit BNK-Signalen versorgt werden können. Das ist unter anderem auch kostenseitig ausgesprochen attraktiv.

Quantec wird zunächst die Windparks Mürow, Landin und Kerkow-Welsow mit zwölf 3.XM-Senvion-Anlagen an den Standort Pinnow-Angermünde anschließen.
Eine Erweiterung der Teilnehmer ist bereits in Planung. „Hinsichtlich seiner Kapazität ist das System offen für deutlich mehr Teilnehmer“, betont Jürgen Millhoff (Quantec Sensors GmbH), der das Projekt betreut: „Die Region Uckermark ist ein ausgesprochen windreiches Gebiet, und es dürften dort bereits mittelfristig weitere Standorte für die Errichtung von Windparks erschlossen werden“.

erschienen am: 2018-09-05 im europaticker



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