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Die „Glory Amsterdam“ strandete gegen 18:40 Uhr dicht vor Langeoog im
UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer

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Reaktion auf Frachterhavarie

Die Bundesregierung begrüßt die elf Verbesserungsvorschläge, die vom Leiter des Havariekommandos als Reaktion auf die bei der Havarie des Frachters "Glory Amsterdam" am 29. Oktober 2017 gemachten Erfahrungen vorgelegt wurden. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (19/4127) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion hervor. "Bevor über konkrete Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Seeunfall der "Glory Amsterdam" entschieden wird, ist der Untersuchungsbericht der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) abzuwarten", heißt es in der Antwort weiter.

Der ungeladene Frachter „Glory Amsterdam“ begann am frühen Morgen des 29. Oktober 2017 bei Nordwest-Sturm mit orkanartigen Böen, von seiner Ankerposition auf der Tiefwasserreede westlich von Helgoland in Richtung Küste zu vertreiben. Die zuständige Verkehrszentrale (VKZ) in Wilhelmshaven stand ab 05:15 Uhr mit der „Glory Amsterdam“ in Kontakt. Die VKZ informierte gegen 07:07 Uhr das Maritime Lagezentrum des Havariekommandos (HK) über das Vertreiben der „Glory Amsterdam“. Gegen 07:22 Uhr wurde der Notschlepper „Nordic“ von der VKZ zur Lageerkundung zu dem vor zwei Ankern treibenden Havaristen geschickt.

Die „Nordic“ traf um 08:10 Uhr bei der „Glory Amsterdam“ zur Lagebeurteilung ein. Um 09:23 Uhr machte der Leiter des Havariekommandos vom Selbsteintrittsrecht Gebrauch und das Havariekommando übernahm die Gesamt-Einsatzleitung. Es erfolgten, unter dem Einsatz von Schiffen, Hubschraubern und Boarding Teams, mehrere Versuche, eine Schleppverbindung zur „Glory Amsterdam“ herzustellen. Gegen 17:50 Uhr erreichte die „Glory Amsterdam“ Wassertiefen, die die Einsatzgrenze der „Nordic“ darstellen. Die „Glory Amsterdam“ strandete gegen 18:40 Uhr dicht vor Langeoog im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer.

Welche elf Punkte umfasst nach Kenntnis der Bundesregierung das bei einem Runden Tisch in Aurich am 19. Januar 2018 (www.umwelt. niedersachsen.de/aktuelles/pressemitteilungen/runder-tisch-beschaeftigtsich- mit-havarie-der-glory-amsterdam-umweltminister-lies-sicherheit-fuerkuestenregion- muss-weiter-verbessert-werden-161176.html) vom Leiter des HK vorgestellte Programm?

1. Ab Windstärke 8 Bft: Verlegung des Boardingteams Nordsee an Land und Boardingteam Ostsee in Bereitschaft.

2. Optimierte Winschflächen auf allen Notschleppern.

3. Ersatzbeschaffung „Mellum“ durch ein optimiertes Mehrzweckschiff.

4. Ausstattung aller Notschlepper mit Notschleppdraggen.

5. Vorgeschriebener Festpunkt/Notschleppgeschirr auf allen größeren Schiffen.

6. Es muss kontrolliert werden, ob die Besatzung die Notfallprozeduren beherrscht (Hafenstaatkontrolle).

7. Sicherheitshinweise für Ankerlieger bei extremen Wetterlagen.

8. Vor Ort-Unterstützung der Verantwortlichen durch die Pressestelle des Havariekommandos.

9. Optimierung der Schnittstellen zwischen dem Havariekommando und weiteren Aufgabenträgern (z. B. Kommunikation).

10. Interne Abläufe weiter verbessern.

11. Verbesserung der technischen Ausstattung im Havariekommando.

Der Frachter ist dicht vor Langeoog im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer gestrandet >>>
Havarie des Frachters Glory Amsterdam

Die unabhängige Seeunfalluntersuchung durch die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU)
ist noch nicht abgeschlossen

Untersuchungen zur Frachterhavarie

Kreistag Nordfriesland zeigt sein Unverständnis, dass zwanzig Jahre nach der „Pallas“-Havarie
wieder ein Schiff zwölf Stunden auf die deutsche Küste zutreiben konnte

Schaffung einer nationalen Küstenwache gefordert

Schifffahrtsbehörden sollen die Wirksamkeit des deutschen Notschleppkonzeptes im Hinblick auf
geänderte verkehrliche Randbedingungen prüfen

Sicherheitskonzept Deutsche Küste

erschienen am: 2018-09-11 im europaticker



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