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Wasserrahmenrichtlinie: Gebietskooperation besichtigt aktuelle Renaturierungsmaßnahmen

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Kooperationsmitglieder überzeugen sich von Fortschritten an der Unterweser

Das Erreichen eines guten ökologischen und chemischen Zustands in möglichst vielen Gewässern ist erklärtes Ziel der Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Union. Doch wie ist es um die aktuellen Maßnahmen der naturnahen Gewässergestaltung links und rechts der Unterweser bestellt? Die zuständige Gebietskooperation Unterweser hielt sich bei ihrer jährlichen Sitzung, die am gestrigen Dienstag in Beverstedt stattfand, nicht lange mit Vorgesprächen auf: Sie machte sich im Rahmen einer ausführlichen Exkursion selbst ein Bild von den erzielten Fortschritten.

Das Fachtreffen in den Räumlichkeiten des Kreisverbands der Wasser- und Bodenverbände im Altkreis Wesermünde fiel dabei ungewöhnlich kurz aus: Bereits nach etwa einer Stunde bestiegen die teilnehmenden regionalen Vertreter des Naturschutzes, der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, der Landkreise, der Land- und Forstwirtschaft, der Unterhaltungsverbände, der Wasserwirtschaft sowie Behördenvertreter aus Niedersachsen und Bremen einen bereit stehenden Bus, um aktuelle Maßnahmen im Einzugsgebiet der Unterweser in Augenschein zu nehmen. Exkursionsziel war neben Wurster Küste, Luneplate, Lune und Drepteniederung auch die Schwaneweder Beeke im Landkreis Osterholz. Hier sind zuvor - unter anderem mit finanzieller Unterstützung der Gebietskooperation und des Landes Niedersachsen - Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerstruktur, zur Laufverlängerung und zur Auenentwicklung geplant und umgesetzt worden. „Aus einem geraden, am Rande eines Ackers verlaufenden Wassergraben ist dabei wieder ein naturnaher, sich windender Bach mit typischen Sohlstrukturen, wie Kiesbänken und Totholz entstanden", freut sich Petra Neumann von der Betriebsstelle Brake-Oldenburg des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) über die erfolgreiche Renaturierung.    

Die Gebietskooperation 26 (Unterweser) wirkt seit ihrer Gründung 2005 an der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie im Einzugsgebiet der Unterweser mit. Sie wird vom Kreisverband Wesermarsch der Wasser- und Bodenverbände geleitet. Die Geschäftsführung der Gebietskooperation wird durch den NLWKN wahrgenommen. „Es wurde beim heutigen Termin einmal mehr deutlich: Es gibt an der Unterweser beim Thema Gewässer noch viel Handlungspotenzial um den guten Gewässerzustand zu erreichen", betont Petra Neumann. Die im Zuge der Exkursion besuchten Maßnahmen könnten dabei als gelungenes Vorbild für die Planung und Umsetzung weiterer Projekte an Gewässern mit vergleichbaren Rahmenbedingungen dienen, so das Fazit der Teilnehmer. Der Leiter der Gebietskooperation 26, Uwe Diekmann, dankte allen beteiligten Akteuren für ihr großartiges Engagement die gemeinsam an den einvernehmlich durchgeführten Projekten maßgeblich aktiv mitgewirkt haben, insbesondere den Unterhaltungsverbänden als Gewässereigentümer. „Unabdingbar zur Zielerreichung der WRRL ist insbesondere die ausreichende Bereitstellung von finanziellen Mitteln des Landes Niedersachsen.  Auch sollten zukünftig naturschutzrechtliche Kompensationsgelder verstärkt für Maßnahmen an Gewässern eingesetzt werden", so Diekmann.

Ziel der im Jahr 2000 in Kraft getretenen Europäischen Wasserrahmenrichtlinie ist die Verbesserung der ökologischen und chemischen Qualität der Flüsse und Seen in der EU sowie der Grundwassergüte und -menge.

erschienen am: 2018-09-11 im europaticker



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