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Waisenluchs aus der Slowakei startet neues Leben im Pfälzerwald

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Luchs "Wrano" wird Pfälzer

Elf Luchse wurden seit Beginn des EU-LIFE Projekts „Wiederansiedlung von Luchsen im Biosphärenreservat Pfälzerwald“ bereits aus der Slowakei und der Schweiz nach Deutschland gebracht. 20 Tiere sollen es bis zum Ende des Projekts noch werden und Wrano ist einer von Ihnen. Der junge Kuder, so werden männliche Luchse genannt, aus der Slowakei ist ein Waisenluchs, der in seiner bisherigen Heimat ohne die Hilfe der dortigen Wildhüter keine Chance gehabt hätte. Doch er wurde gefunden und mit viel Engagement auf sein neues Leben im Pfälzerwald vorbereitet. Heute kam Wrano in seiner neuen Heimat an.

Die Wiederansiedlung der Luchse im Pfälzerwald ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Vernetzungsprojekt. Durch die Auswilderung von 20 Luchsen soll eine Teilpopulation in einem der größten zusammenhängenden Waldgebiete in Deutschland - dem Pfälzerwald - etabliert werden. Bei den Tieren handelt es sich um Wildfänge und Waisenluchse aus der Schweiz und der Slowakei. Das Gebiet ist Teil des grenzüberschreitenden Biosphärenreservates Pfälzerwald/Vosges du Nord mit einer Gesamtfläche von 302.800 Hektar. Mit der Etablierung dieser Teilpopulation von Luchsen in der Pfalz soll so ein wichtiger Schritt gemacht werden, um die fragmentierten Luchspopulationen in Zentraleuropa zu erweitern und wieder zu verbinden.

Aber Vernetzung spielt auch ansonsten eine wichtige Rolle bei dieser Arbeit. Denn bei solch einem Projekt gilt es auch die Bevölkerung mitzunehmen. So wird besonderer Wert darauf gelegt, dass alle Interessengruppen miteinander vernetzt werden. Jäger und Nutztierhalter wurden beispielsweise schon eingebunden, bevor die ersten Luchse in die Pfalz kamen. Hierdurch ist es gelungen, eine sehr große Akzeptanz für das Projekt zu schaffen. Das Projekt der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz wird zur Hälfte durch das europäische Förderprogramm LIFE finanziert. Der NABU Rheinland-Pfalz beteiligt sich als Kofinanzierer.

„Der Schutz des Luchses zeigt, wie wichtig es im Artenschutz ist über Grenzen hinweg zu denken. Daher freuen wir uns besonders, dass wir mit unserem Beitrag zum Projekt nicht nur das Auffanggehege für verletzte Luchse hier in der Pfalz unterstützen konnten, sondern auch im Sinne der Vernetzung das Luchs-Monitoring in der Slowakei und den regionenübergreifenden Dialog mit verschiedenen Interessengruppen“, sagt Cosima Lindemann, Vorsitzende des NABU Rheinland-Pfalz.

Die Patenschaft für Wrano übernimmt die Brauerei Krombacher. Seit 2016 läuft das Krombacher Artenschutz-Projekt. Krombacher unterstützt in diesem Rahmen sechs Naturschutzprojekte von NABU, WWF und DUH. Davon profitiert auch der Luchs. Denn 110.000,- EUR fließen über den NABU in das Wiederansiedlungsprojekt im Pfälzerwald.

„Es ist großartig zu sehen, welche positive Entwicklung das Projekt genommen hat und wir freuen uns sehr, dass wir einen Beitrag dazu leisten können, damit der Luchs wieder Bestandteil von Natur und Landschaft in Deutschland wird. Naturschutzprojekte brauchen Ausdauer und Kontinuität, deshalb machen wir auch in Zukunft weiter“, so Dr. Franz-J. Weihrauch, Pressesprecher der Krombacher Brauerei.

Zum ersten Mal, seit der Ausrottung der Luchse, gab es in den Jahren 2017 und 2018 nun wieder Luchs-Nachwuchs im Pfälzerwald. Die mindestens sechs Jungtiere sind ein toller Erfolg für das herausfordernde Naturschutzprojekt, das der NABU Rheinland-Pfalz auch in Zukunft weiter unterstützen wird.

erschienen am: 2018-09-11 im europaticker



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