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Der VDMA fordert aus Anlass der OECD-Vergleichsstudie eine breit angelegte Bildungsoffensive

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Bildung auf einen Blick - Ein Bericht der OECD

Wie funktionieren die Bildungssysteme anderer Länder? Von welchen Ländern können wir etwas lernen? Der Bericht „Bildung auf einen Blick“ vergleicht die Bildungssysteme von 46 Staaten. Er wird jährlich von der OECD herausgegeben. Der Bericht „Bildung auf einen Blick“ (Education at a Glance) bietet einen Überblick über die Bildungssysteme in den 36 Ländern der OECD sowie in zehn Partnerländern (Litauen ist zwischenzeitlich in den Status eines OECD-Landes aufgenommen worden, wird aber im diesjährigen Bericht noch bei den Partnerländern geführt). Rund 100 Kerntabellen ermöglichen den internationalen Vergleich der Bildungssysteme.

Erfasst wird dabei der gesamte Bildungsverlauf von der Elementarbildung in Kindergarten und Vorschule bis zur Weiterbildung bei Erwachsenen. Die Studie erhebt unter anderem auch Daten zur Bildungsbeteiligung, Absolventenquoten, Bildungsausgaben sowie zu Lehr- und Lernbedingungen.                                      

Wie bereits im letztjährigen Bericht werden in diesem Jahr die bildungspolitischen Ziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen betrachtet. Diese haben es sich zur Aufgabe gemacht, inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung zu gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle zu fördern. Ein besonderer Schwerpunkt des diesjährigen Berichts liegt dabei auf den verschiedenen Aspekten der Chancengerechtigkeit im Bildungswesen.

Der Bericht erscheint seit 1996 jährlich und richtet sich an eine breite Leserschaft: An die Regierungen, die von den bildungspolitischen Erfahrungen anderer Länder lernen wollen und an Wissenschaftler, die Daten für weitergehende Analysen benötigen. Ebenso richtet er sich an die allgemeine Öffentlichkeit: Interessierte erfahren, welche Fortschritte das Bildungssystem des eigenen Landesdabei macht, Schüler und Studierende von Weltklasseformat auszubilden

Die länderspezifischen Erhebungen in „Bildung auf einen Blick“ sollen die Regierungen in ihren Bemühungen unterstützen, die Bildungssysteme effektiver zu machen und so zu gestalten, dass sie allen Menschen offenstehen. Der Bericht ist das Ergebnis langjähriger gemeinsamer Bemühungen der Regierungen der OECD-Länder, der Experten und Institutionen, die im Rahmen des OECD-Programms „Indicators of Education Systems (INES)“ zusammenarbeiten, sowie des Sekretariats der OECD.

Bessere Bildungschancen durch mehr Investitionen

Der VDMA fordert aus Anlass der OECD-Vergleichsstudie „Bildung auf einen Blick“ eine breit angelegte Bildungsoffensive.  

„Die Politik muss endlich ihr Versprechen wahrmachen und für ein Bildungssystem mit besser ausgebildeten Lehrern und besser ausgestatteten Schulen sorgen“, sagt Dr. Jörg Friedrich, Leiter der VDMA-Bildungsabteilung. Damit würde in Deutschland mehr Chancen-gerechtigkeit geschaffen, da vernünftig eingesetzte Mittel auch sozial benachteiligten Jugendlichen einen leichteren Zugang zu Bildung und Ausbildung ermöglichen. Friedrich mahnt insbesondere an, dass der seit langem angekündigte Digitalpakt für Schulen auf den Weg gebracht werden müsse.

„Die Techniknation Deutschland kann es sich nicht länger leisten, dass wir Investitionen in die digitale Ausstattung der Schulen und eine bessere digitale Bildung und Weiterbildung der Lehrer hinauszögern“, betont Friedrich. Eine Politik, die trotz des grassierenden Fachkräftemangels einer solchen Entwicklung tatenlos zusehe, setze leichtfertig den Wirtschafts- und Industriestandort Deutschland aufs Spiel. Der Mangel an Fachkräften werde in vielen Unternehmen zu einer echten Wachstumsbremse, warnt der VDMA-Bildungsexperte. 
Die OECD kritisiert in ihrem aktuellen Bildungsbericht, dass in Deutschland der berufliche und soziale Status der Eltern unverändert der wichtigste Faktor ist, der über die Teilnahme der Kinder an Bildung sowie ihren späteren wirtschaftlichen und sozialen Erfolg entscheidet. Dabei sei gute Bildung heute wichtiger denn je. Technischer Wandel, Digitalisierung und Innovation erhöhten den Wert höherer Bildung, da sie das Angebot an Arbeitsplätzen mit mittleren Qualifikationen verringern, analysiert die OECD.

Der VDMA vertritt mehr als 3200 Unternehmen des mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbaus. Mit 1,35 Millionen Erwerbstätigen im Inland und einem Umsatz von 226 Milliarden Euro (2017) ist die Branche größter industrieller Arbeitgeber und einer der führenden deutschen Industriezweige insgesamt.

Der Bericht 2018: Bildung auf einen Blick 2018

 

erschienen am: 2018-09-12 im europaticker



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