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Kommunale Handlungsoptionen nach dem neuen Verpackungsgesetz

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Vorbereitung der kommenden Ausschreibungsrunden - Abstimmungsvereinbarung

Zum 1. Januar 2019 löst das neue Verpackungsgesetz die bisherige Verpackungsordnung ab. Das neue Recht verlangt umfassende Abstimmungen nicht nur zu LVP und Glas, sondern auch zur Mitentsorgung von PPK-Verpackungsabfällen. Die Ausschreibungsrunde 2018 für den LVP-Leistungszeitraum 2019 - 2021 hat bereits deutliche Auffassungsunterschiede zwischen den örE und den Systembetreibern erkennen lassen. Die Anfangs- und Übergangsphase läuft allerdings aus und nunmehr müssen sich alle mit den neuen Regelungen vertraut machen.

In Sachen LVP ist zu prüfen, ob die örE ihren Praxiswünschen durch Rahmenvorgaben Nachdruck verleihen müssen. Die PPK-Mitentsorgung kann zukünftig voll umfänglich unter dem Dach der Abstimmungsvereinbarung geregelt werden.

Wie für die Nebenentgelte sind bei der PPK-Mitentsorgung intensive Betrachtungen der Kostenkalkulationen erforderlich. Ein Stichwort ist die mögliche Vorgabe des Volumen- statt des Masseanteils.

Thema der Online-Befragung: "Unverpackt"

In der Juni-Umfrage befasste sich Blitzlicht mit dem Konzept der Unverpackt-Läden. Das Online-Magazin wollte wissen, wie Vertreter privater und öffentlicher Betriebe und Verwaltungen zum Handel unverpackter Produkt stehen. Genau 100 Antwortbögen wurden ausgefüllt, davon 84 von Kommunalbetrieben und öffentlichen Verwaltungen sowie weitere 16 von privaten Firmen.

Zum Zeitpunkt der Umfrage war 9 von 10 Teilnehmern das Konzept der Unverpackt-Läden bekannt.

39 % der Befragten konnten keine Angaben dazu machen, wo sich der nächste Unverpackt-Laden befindet. Ein möglicher Grund könnte die relativ geringe Ladendichte sein. Nur 17 % gaben an, einen Unverpackt-Laden am eigenen Wohnort zu haben. Von den Befragten, die wissen, wo sich ein solcher Laden befindet, haben 18 % bereits dort eingekauft. Bezogen auf alle Befragten waren es nur 11 %.

Den Angaben der Käufer zufolge zählen Getreide, Brot, Mehl, Obst und Gemüse sowie Trockenfrüchte, Waschmittel und Seife zu den gekauften Produkten. Auch Öl, Gebäck, Samen, Müsli, Nüsse, Gewürze und Süßigkeiten wurden genannt.

40 % der Befragten, die den Standort eines Unverpackt-Ladens kennen, bisher aber dort noch nicht eingekauft haben, halten einen künftigen Einkauf für sehr oder eher wahrscheinlich. Für die überwiegende Mehrheit der Befürworter des Unverpackt-Konzepts ist die Abfallvermeidung das Hauptargument dafür, verpackungsfreie Artikel einzukaufen. Mehr Konsumbewusstsein und die Möglichkeit der individuellen Portionierung landeten mit deutlichem Abstand auf den Plätzen 2 und 3.

Bei den Gründen, die gegen einen Kauf unverpackter Produkte sprechen, stehen Hygiene und Bequemlichkeit auf den vorderen Plätzen. Auch hohe Kosten und geringe Auswahl wurden unter anderem als Gründe ins Feld geführt.

Bleibt die Frage, welche Art von Behältnissen die Umfrageteilnehmer beim Transport ihrer unverpackt gekauften Produkte favorisieren. Hier findet das Pfandsystem deutlich weniger Anklang als die Option, eigene Gefäße zu nutzen. Eine klare Mehrheit wünscht, von beiden Möglichkeiten Gebrauch machen zu können.

Was das Unverpackt-Konzept angeht, zeigen die Umfrageergebnisse, dass es hinsichtlich Verbreitung und Akzeptanz noch Luft nach oben gibt. Die Zukunft wird zeigen, inwieweit sich die Skeptiker überzeugen lassen und auch weitere Läden entstehen.

Blitzlicht von kommunalwirtschaft.eu und L.Q.M Marktforschung

Das Seminar richtet sich an Geschäftsführer und Betriebsleiter von kommunalen Entsorgungsbetrieben sowie an Führungskräfte mit unternehmerischer und kaufmännischer Verantwortung.

Termine und Orte
12.11.2018 in Hannover InterCityHotel Hannover
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erschienen am: 2018-10-10 im europaticker



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