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Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt hat zwei große Geothermie-Projekte im Raum Frankfurt genehmigt

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RP genehmigt Geothermie-Projekte

Sowohl die vier neuen Hochhäuser auf dem ehemaligen Gelände der Deutschen Bank als auch das neue Quartier am Kaiserlei sollen überwiegend mittels Erdwärme beheizt und gekühlt werden.

Die insgesamt 640 Pfähle für die Hochhäuser, ihre Sockelbebauung und die Bohrpfahlwand mit einer Gesamtlänge von über 15 Kilometern sollen thermisch aktiviert werden. Insgesamt kann dabei Erdwärme von 1000 Kilowatt entzogen werden, womit die Anlagen zu den bisher größten ihrer Art hierzulande gehört. In den Hochhäusern sollen Wohnungen entstehen, aber auch Büros sowie Flächen für Einzelhandel, Gastronomie, Kultur, eine Kindertagesstätte und gewerbliche Nutzungen. Die Grundfläche des ehemaligen Bank-Geländes im Bereich Junghofstraße, Neue Schlesingergasse und Große Gallusstraße (Projekt „FOUR“) beträgt rund 16.000 Quadratmeter, die Hochhäuser sind bis zu 228 Meter hoch.

Bei dem Großprojekt am Offenbacher Kaiserlei („Quartier am Kaiserlei“) entstehen bis 2021 auf über 100.000 Quadratmetern Grundfläche insgesamt 840 Wohnungen sowie zahlreiche Gewerbe-Immobilien. Hinzu kommen andere Nutzungen wie Hotel, Gastronomie und Einzelhandel, aber auch eine Kindertagesstätte und ein Schwimmbad. Dabei werden sowohl bestehende Gebäude saniert als auch neue errichtet. Der Heiz- und Kühlbedarf dieser Neubauten soll überwiegend durch die Nutzung oberflächennaher Erdwärme) gedeckt werden.

2017 fanden auf dem Kaiserlei-Areal bereits Erkundungen statt, um die gewinnbaren Kälte- und Wärmemengen zu ermitteln. Im Zuge der Baumaßnahmen sollen nun insgesamt 263 Bohrungen mit einer Tiefe von jeweils rund 100 Metern erfolgen, in denen dann Erdwärmesonden installiert werden. Die Gesamtlänge aller Bohrungen auf dem Areal beträgt rund 30 Kilometer. Insgesamt sollen dadurch 851 Kilowatt Erdwärme entzogen werden können.

Da Erdwärme ein sogenannter bergfreier Bodenschatz ist und unter die Regelungen des Bundesberggesetzes fällt, muss deren Entnahme von der zuständigen Bergbehörde genehmigt werden. Diese ist beim RP Darmstadt an dessen Wiesbadener Standort angesiedelt. Die Genehmigung zur Erdwärmegewinnung auf beiden Arealen wurde für jeweils 50 Jahre gewährt. Diese umfasst jeweils den Betrieb der erdgekoppelten Wärmepumpenanlagen sowie die thermische Aktivierung der Pfahlgründungen und der Bohrpfahlwand in Frankfurt bzw. den Einbau der Erdwärmesonden in Offenbach.

erschienen am: 2018-10-11 im europaticker



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