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Abfallstatistik im Ausschuss für Umwelt und Technik des Kreistags

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Karlsruher Kreisbürger produzieren vergleichsweise weniger Restabfälle und sammeln mehr Wertstoffe

Die Abfallstatistik für das Jahr 2017 wurde im Ausschuss für Umwelt und Technik, der gleichzeitig Betriebsausschuss des Abfallwirtschaftsbetriebs ist, in seiner jüngsten Sitzung vorgestellt. Auf 48 Seiten wird dargelegt, wie die einzelnen Entsorgungsangebote genutzt und welche Abfallmengen über die verschiedenen Wege entsorgt wurden. Enthalten sind auch Daten und Ergebnisse aus der Abfallbilanz des Landes Baden-Württemberg sowie anderer Stadt- und Landkreise mit vergleichbarer Einwohnerdichte, so dass abgelesen werden kann, wo sich der Landkreis im Vergleich befindet.

Demnach hat die Abfallwirtschaft des Landkreises Karlsruhe erneut gut abgeschnitten: Im Landesvergleich lag die Mengen der Restabfälle unter, die Wertstoffmenge über dem Landesdurchschnitt. Das belegt, dass die Bevölkerung im Kreis Abfälle überdurchschnittlich gut trennt und die zahlreichen Verwertungsangebote rege nutzt. Die gesammelte Menge an Grünabfällen sind im Jahr 2017 sogar so stark angestiegen, dass manche der vom Landkreis genutzten Verwertungsanlagen an ihre Kapazitätsgrenze gelangt ist.

Die Wertstoffmenge aus Haushalten lag deutlich über dem Landesdurchschnitt und belegt, dass mit der komfortablen Wertstofftonne und dem gut ausgebauten Netz an Wertstoffhöfen hohe Wertstoffmengen erfasst werden. Auch bei den Gewerbeabfällen werden Mengen erfasst, die erheblich über dem Landesdurchschnitt liegen. Dies bestätigt den Erfolg des hier praktizierten Servicemodells, bei dem die Gewerbebetriebe aus einem umfangreichen Leistungsangebot für die Entsorgung ihrer Restabfälle auswählen können und eine auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Entsorgungsleistung bekommen. Nachdem die novellierte Gewerbeabfallverordnung von den Betrieben eine noch stärkere getrennte Sammlung und das Vorsortieren ihrer verwertbaren Abfälle fordert wird die Gewerbeabfallmenge, die dem Landkreis zur Beseitigung überlassen wird eher abnehmen.

Die im Landkreis angefallenen Siedlungsabfälle, also Abfälle aus Haushalten und vergleichbarer Herkunft ohne Bauabfälle werden zu zwei Dritteln stofflich und einem Drittel energetisch verwertet. Damit wurde die ab dem Jahr 2020 vorgesehene Quote auch im Jahr 2017 erneut erreicht. Neben den gewonnenen Sekundärrohstoffen wurden durch die energetische Verwertung von Abfällen und Ersatzbrennstoffen fossile Energieträger ersetzt, deren Heizwert einer Menge von rund 30.000 Tonnen Heizöl entspricht. Dadurch konnten etwa 91.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden, die sonst aus Primärenergieträgern hätten gewonnen werden müssen.

Die Menge an mineralischen Abfällen – zum größten Teil Bodenaushub - wurde auf den Erdaushubdeponien der Gemeinden und des Kreises abgelagert. Durch Bodenmassenausgleich und eine noch bessere Verwertung sollen die vorhandenen Deponiekapazitäten künftig stärker geschont werden, so dass sie länger ausreichen. Der Kreistag hat daneben den Auftrag für eine Machbarkeitsstudie erteilt, um eine Erhöhung der Kapazitäten der Kreiserdaushubdeponie auszuloten.

. Abfallstatistik 2017
 
  • Anlage 1
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  • Anlage 2
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  • Beschluss
  • erschienen am: 2018-11-06 im europaticker



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