europaticker:
Neue Regeln für Straßenbenutzungsgebühren sollen europaweit fairere Tarife gewährleisten und
dazu beitragen, die CO2-Emissionen von Fahrzeugen zu reduzieren

..................

Straßenbenutzungsgebühren in der EU: Fairness und Umweltschutz

Ende Oktober hat das EU-Parlament über neue Regeln für Straßenbenutzungsgebühren in der Europäischen Union abgestimmt, um die Gleichbehandlung der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten und den Mitgliedstaaten dabei zu helfen, ihre CO2-Emissionsreduktionsziele im Verkehrssektor zu erreichen. Die französische Abgeordnete Christine Revault DAllonnes Bonnefoy (S&D) ist die Berichterstatterin des Parlaments.

Gemäß der neuen Verordnung werden für alle leichten und schweren Nutzfahrzeuge in der EU in Abhängigkeit von ihrer tatsächlichen Straßennutzung und der verursachten Umweltbelastung Gebühren berechnet. Zu diesem Zwecke werden EU-Länder, die zeitabhängige Gebühren (Vignette) verwenden, auf entfernungsabhängige Mautgebühren umstellen - für LKWs und Busse ab 2023, und für Kleintransporter und Kleinbusse ab Ende 2027.

Die Änderungen gelten für die 136.706 Kilometer an Straßen und Autobahnen, die das transeuropäische Straßennetz der EU bilden und nur dort, wo bereits Straßenbenutzungsgebühren erhoben werden. Den Mitgliedstaaten bleibt es weiterhin frei, auf die Erhebung von Mautgebühren zu verzichten.

Warum zahlen wir Straßenbenutzungsgebühren? 

Diese Grafik zeigt die unterschiedlichen Systeme zur Erhebung von Strassenbenutzungsgebühren in der EU    

Mehr umweltfreundliche Fahrzeuge

Jene EU-Länder, die Mautgebühren erheben, müssen künftig für alle Fahrzeuge, einschließlich Personenkraftwagen, je nach Höhe der CO2-Emissionen unterschiedliche Mautsätze festlegen. Um die Verwendung von weniger umweltschädlichen Fahrzeugen zu fördern, würden die Gebühren für emissionsfreie Fahrzeuge 50 Prozent unter dem niedrigsten Satz liegen.

Zusätzlich schlägt das Parlament vor, zusätzliche Staugebühren einzuführen oder beizubehalten, wenn diese bereits bestehen. Um den öffentlichen Verkehr weiter zu fördern, können die Mitgliedstaaten jedoch beschließen, Kraftomnibusse von diesen zusätzlichen Gebühren auszunehmen.

Faire Behandlung der Verkehrsteilnehmer

Die aktuellen EU-Vorschriften für Straßenbenutzungsgebühren gelten nur für LKWs, die mehr als 12 Tonnen wiegen und schließen Kraftomnibusse und Kleintransporter nicht mit ein. Die Abgeordneten befürworten den Vorschlag, ab 2020 Straßenbenutzungsgebühren für alle Fahrzeuge, die Güter oder Personen befördern, einzuführen, um so eine faire Behandlung von Spediteuren und Fahrern gewährleisten zu können.

Die einzelnen Länder könnten Rabatte und Ermäßigungen für häufige Nutzer von Autos, Kleinbussen und Kleintransportern festlegen, um die Mobilität aus abgelegenen Gebieten und den Außenbezirken der Städte zu fördern.

Die neuen Regeln werden auch Preisgrenzen für Kurzzeitvignetten festlegen, die einige EU-Länder den Fahrern von PKWs vorschreiben. Außerdem möchte das Parlament, dass in allen Ländern, die dieses System nutzen, Vignetten auch für kürzere Zeiträume, von einem Tag und einer Woche, verfügbar sind.

Nächste Schritte

Sobald der Rat über seinen Standpunkt abgestimmt hat, kann das Parlament die Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten aufnehmen.

Maut und Vignette 

erschienen am: 2018-11-07 im europaticker



Wir verwenden keine Cookies, weil uns das Surfverhalten von mehr als 1 Millionen Besucher monatlich nichts angeht.

Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu dem Beitrag:
Ihre Meinung ist uns wichtig!

Impressum (Kurzfassung):
EUROPATICKER mit den Magazinen: Umweltruf, Korruptionsreport und Green IT
Das Magazin mit Hintergrund aus der Entsorgungsbranche
Deutscher Presserat (ID-Nummer 3690)

Herausgeber Hans Stephani
Beratender Betriebswirt - Journalist - Autor
Blumenstr. 11, 39291 Möser
Telefon: 039222 - 4125 Telefax: 039222 - 66664
Der EUROPATICKER Umweltruf erscheint im 18. Jahrgang. Das Ersterscheinungsdatum war der 20. März 2000.

Für die Titel: EUROPATICKER, KORRUPTIONSREPORT und UMWELTRUF nehmen ich Titelschutz nach § 5 Abs. 3 MarkenG. in Anspruch.
Ich unterliege dem Presserecht des Landes Sachsen-Anhalt.
Verantwortlich im Sinne des Presserechtes und nach Telemediengestz (TMG) ist: Diplom-Betriebswirt Hans Stephani.

Anzeigenverwaltung:
EUROPATICKER - Verlag  GmbH, Eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter der Nummer B 2311, Geschäftsführer: Beatrix Stephani, Steuerliche Angaben: Finanzamt Genthin Steuernummer: 103/106/00739, Blumenstr. 11 D-39291 Möser Telefon: 039222 4125, Telefax: telefax@europaticker.de

    Zurück zum Nachrichtenüberblick                                    Diese Meldung ausdrucken