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Die Linke im Bundestag zu Räumung in Hessen: Treburger Wald nicht abholzen
Grüne machen sich unglaubwürdig

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Räumung des Treburger Waldes durch die Polizei in Hessen

Die Polizei hat am Dienstag mit der Räumung eines Protestcamps am Frankfurter Flughafen begonnen. Umweltaktivisten wenden sich dort seit Beginn des Jahres gegen den Bau eines Autobahnzubringers zum geplanten Terminal 3. Der Flughafenbetreiber Fraport erklärte, man habe für jeden gefällten Baum bereits an anderer Stelle einen neuen gepflanzt.

Knapp 4,5 Hektar werden dauerhaft für Erweiterung benötigt / Waldstück Eigentum der Fraport AG / Kompensation bereits erfolgt

Die Fraport AG hat heute mit vorbereitenden Arbeiten für die Erweiterung der Anschlussstelle Zeppelinheim begonnen. Die Erweiterung ist für die künftige Verkehrserschließung des Terminal 3 und der CargoCity Süd am Flughafen Frankfurt nötig. Ein Fraport-Sprecher erklärte, dass dies ein wichtiger Meilenstein für die Verkehrsanbindung des Terminal 3 ist. Hierfür benötigt Fraport gemäß dem höchstrichterlich bestätigten Planfeststellungsbeschluss eine unmittelbar an der Autobahn A 5 gelegene Fläche von rund 4,5 Hektar. „Um mit den nötigen Rodungsarbeiten beginnen zu können, wird das entsprechende Fraport-Grundstück seit den frühen Morgenstunden eingezäunt“, sagte der Sprecher. Danach werde unmittelbar mit den Arbeiten begonnen. Der eigentliche Baustart der Erweiterung der Anschlussstelle Zeppelinheim wird dann im ersten Quartal 2019 erfolgen. „Ziel ist, die Bauarbeiten bis 2021 abzuschließen und die erweiterte Anschlussstelle danach für den Verkehr freizugeben.“

Das Areal ist die letzte Fläche, die im Rahmen des Flughafenausbaus in Anspruch genommen wird. Insgesamt wurden für den Ausbau 282 Hektar Wald beansprucht. Als Ausgleich dafür hat Fraport bereits 288 Hektar wiederaufgeforstet. Hierfür wie auch für weitere naturschutzrechtliche Maßnahmen wurden über 160 Millionen Euro investiert. „Für jeden Baum, der gefällt werden muss, haben wir bereits an anderer Stelle einen neuen Baum gepflanzt“, erklärte der Fraport-Sprecher abschließend.

Die Linke im Bundestag zu Räumung in Hessen: Treburger Wald nicht abholzen - Grüne machen sich unglaubwürdig

Lorenz Gösta Beutin, Klimapolitiker der Linken im Bundestag: "Es ist eine Frechheit und Schlag ins Gesicht eines jeden Umweltbewegten, dass die Hessenwahl abgewartet wurde, um jetzt mit Polizei den von Umweltschützern besetzten Treburger Wald zu räumen und die Rodung zugunsten des Ausbaus des Frankfurter Flughafens zu beginnen. Besonders die Grünen setzen ihre ökologische Glaubwürdigkeit aufs Spiel, haben sie sich 2013 noch gegen den Flughafenausbau und einen dritten Terminal ausgesprochen. Da passt etwas nicht zusammen: Man kann nicht im Hambacher Forst gegen Kohle und RWE demonstrieren und in Hessen mit Regierungsverantwortung für den Flughafenausbau und damit noch mehr klimaschädlichen Flugverkehr sein.

Warum stoppen Freie Wähler die Dritte Startbahn in München, aber Grüne in Hessen nicht den unökologischen Fraport-Ausbau? Das Land hat 31 Prozent Anteil an der Flughafengesellschaft, die Stadt Frankfurt 20 Prozent, die öffentliche Hand kann also zu jedem Vorhaben am Airport ein Veto einlegen. Übrigens ist auch CDU-Parteivorsitz-Aspirant Friedrich Merz mit am Tisch, der US-Investor BlackRock hält 3 Prozent an Fraport.

Der Treburer Wald darf nicht für noch mehr Flugverkehr und klimaschädliche Billig-Airlines gerodet werden. Die Linke ist solidarisch mit den Klimaaktivisten im Hambacher Forst gegen schmutzige Kohle! Die Linke ist auch solidarisch mit den Klimaaktivisten im Treburger Wald gegen zu viel dreckigen Luftverkehr!"

Nähere Informationen zu den ökologischen Maßnahmen rund um den Flughafenausbau entnehmen Sie bitte diesem Informationsblatt.

erschienen am: 2018-11-07 im europaticker



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