europaticker:
„LIFE PEPPCYCLE“ könnte den Kreislauf für Verpackungskunststoffe schließen
Investitionskosten insgesamt 38 Millionen Euro bis 2023

..................

EU fördert Projekt des Grünen Punkts

Die Europäische Union fördert ein zukunftsweisendes Projekt des Grünen Punkts im Rahmen ihres LIFE-Programms zur Unterstützung von Projekten im Umwelt- und Naturschutz. Das Projekt LIFE PEPPCYCLE unterstütze die EU-Kunststoffstrategie und den Aktionsplan der EU zur Kreislaufwirtschaft, es trage außerdem dazu bei, die Ziele der Klimapolitik bis 2030 zu erreichen, begründete die Europäische Kommission die Entscheidung.

„Die positive Entscheidung der EU bedeutet nicht nur eine wichtige finanzielle Förderung, sondern ist vor allem eine überaus bedeutende Würdigung des Projekts“, sagt Michael Wiener, CEO des Grünen Punkts. „PEPPCYCLE ist damit als zukunftsweisende Technologie für die Kreislaufwirtschaft anerkannt.“ Voraussetzung für den Start des Projekts ist allerdings der Abschluss entsprechender Abnahmeverträge: „Ohne Kunden für die hergestellten Rezyklate macht die Investition keinen Sinn“, betont Wiener. „Die Industrie ist jetzt ihrerseits gefragt, die Rezyklate einzusetzen und das Projekt dadurch zu unterstützen.“

Im Rahmen von PEPPCYCLE plant der Grüne Punkt eine großtechnische Anlage zum hochwertigen Recycling von Verpackungsabfällen aus dem Gelben Sack bzw. der Gelben Tonne. Im Endausbau würde die Anlage insgesamt ca. 36.000 Tonnen hochwertige Rezyklate im Jahr herstellen. Die erzeugten Rezyklate – vornehmlich Polyethylen hoher Dichte (HDPE) und Polypropylen (PP) – erreichen eine zu neuen Kunststoffen vergleichbare Qualität und eignen sich daher unter anderem zur Herstellung von neuen Verkaufsverpackungen.

„Mit diesem Projekt können wir zum ersten Mal im größeren Maßstab den Kreislauf für Verpackungskunststoffe schließen“, so Dr. Markus Helftewes, Geschäftsführer des Grünen Punkts. „Aus Verpackungsabfällen werden so wieder neue Verpackungen. Dabei sparen wir fossile Ressourcen, Energie und Treibhausgase ein, verglichen mit der Herstellung von neuen Kunststoffen.“

Insgesamt betragen die Investitionskosten der Großanlage in den nächsten fünf Jahren ca. 38 Mio. €. Die LIFE-Förderung durch die Europäische Union umfasst 4,07 Millionen Euro an Projektkosten bis 2022. Die Entscheidung über den Standort der neuen Anlage steht noch aus.

erschienen am: 2018-11-07 im europaticker



Wir verwenden keine Cookies, weil uns das Surfverhalten von mehr als 1 Millionen Besucher monatlich nichts angeht.

Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu dem Beitrag:
Ihre Meinung ist uns wichtig!

Impressum (Kurzfassung):
EUROPATICKER mit den Magazinen: Umweltruf, Korruptionsreport und Green IT
Das Magazin mit Hintergrund aus der Entsorgungsbranche
Deutscher Presserat (ID-Nummer 3690)

Herausgeber Hans Stephani
Beratender Betriebswirt - Journalist - Autor
Blumenstr. 11, 39291 Möser
Telefon: 039222 - 4125 Telefax: 039222 - 66664
Der EUROPATICKER Umweltruf erscheint im 18. Jahrgang. Das Ersterscheinungsdatum war der 20. März 2000.

Für die Titel: EUROPATICKER, KORRUPTIONSREPORT und UMWELTRUF nehmen ich Titelschutz nach § 5 Abs. 3 MarkenG. in Anspruch.
Ich unterliege dem Presserecht des Landes Sachsen-Anhalt.
Verantwortlich im Sinne des Presserechtes und nach Telemediengestz (TMG) ist: Diplom-Betriebswirt Hans Stephani.

Anzeigenverwaltung:
EUROPATICKER - Verlag  GmbH, Eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter der Nummer B 2311, Geschäftsführer: Beatrix Stephani, Steuerliche Angaben: Finanzamt Genthin Steuernummer: 103/106/00739, Blumenstr. 11 D-39291 Möser Telefon: 039222 4125, Telefax: telefax@europaticker.de

    Zurück zum Nachrichtenüberblick                                    Diese Meldung ausdrucken