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Antibiotikaeinsatz bei Masthühnern weiter steigend

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Bündnisgrüne fordern Abkehr von Mega-Tierhaltungsanlagen

Die Brandenburgische Landesregierung hat auf der heutigen Sitzung des Verbraucherschutzausschusses auf unseren Antrag hin Zahlen zur Entwicklung des Antibiotikaeinsatzes in der Tierhaltung vorgelegt. Dazu sagt der verbraucherschutzpolitische Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Michael Jungclaus:

„Die Landesregierung kommt zu dem Schluss, dass der Antibiotikaeinsatz insgesamt zurück geht, der Rückgang aber langsamer erfolgt als in den Jahren zuvor. Dieser Schluss verdeckt, dass Brandenburgs Mastbetriebe bei einigen Tierarten nach wie vor viel zu stark auf Antibiotika setzen und hier teilweise über dem Bundesdurchschnitt liegen. Dies ist etwa bei Mastferkeln bis 30 kg sowie bei Masthühnern der Fall, bei denen im 2. Halbjahr 2017 der bundesweite ohnehin zu verzeichnende Anstieg sogar noch übertroffen wird.

Die Landesregierung hat sich zur Bekämpfung der Antibiotikaresistenzen bekannt. Insgesamt zeigen die vorliegenden Zahlen aber, dass das Antibiotikaminimierungskonzept des Bundes nicht ausreicht, um den Einsatz von Antibiotika in erforderlichem Maße abzusenken. Wir brauchen darüber hinausgehende Maßnahmen. Dazu gehört in erster Linie eine Abkehr von der bestehenden Haltungsform. Ohne Antibiotika wäre die Tiermast in Riesenställen gar nicht möglich.“

Auch das Umweltbundesamt fordert die EU-Mitgliedstaaten in einem heute vorgelegten Gutachten auf, den Antibiotikaeinsatz weiter zu senken und die Entstehung und Ausbreitung von Resistenzen wirksam zu bekämpfen. Mehr Informationen: https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/eu-mitgliedstaaten-muessen-den-kampf-gegen

erschienen am: 2018-11-07 im europaticker



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