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Ab dem 1. Januar 2019 wird für alle EU-Fischereiflotten die Anlandeverpflichtung in vollem Umfang gelten

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Kommission schlägt Fangquoten im Atlantik und in der Nordsee für 2019 vor

Vor der Tagung der EU-Fischereiminister im Dezember hat die Europäische Kommission Mittwoch (07.11.2018) ihren Vorschlag für die Fangquoten in Nordsee und Atlantik für das kommende Jahr vorgelegt. Für 62 Bestände sollen die Fangquoten erhöht werden oder unverändert bleiben, für 22 Bestände werden sie verringert.

Ab dem 1. Januar 2019 wird zudem für alle EU-Fischereiflotten die Anlandeverpflichtung in vollem Umfang gelten. Das bedeutet, dass alle Fänge von regulierten, kommerziell genutzten Arten (einschließlich Beifängen), die an Bord geholt werden, angelandet und auf die jeweiligen Quoten der einzelnen Mitgliedstaaten angerechnet werden müssen. So soll der verschwenderischen Praxis der Rückwürfe ein Ende bereitet werden.

Karmenu Vella, EU-Kommissar für Umwelt, maritime Angelegenheiten und Fischerei, erklärte hierzu: „Das kommende Jahr wird einen Meilenstein für die europäische Fischerei markieren. Unsere gemeinsame Pflicht ist es, bis zum 1. Januar 2019 für einen reibungslosen Übergang zur Anlandeverpflichtung zu sorgen und gleichzeitig unsere Fortschritte bei der Erreichung einer nachhaltigen Fischerei bis 2020 fortzusetzen. Mit diesem Vorschlag legt die Kommission konkrete Lösungen vor, um in beiden Bereichen voranzukommen.“

Bei der nachhaltigen Fischerei lassen sich in der EU erhebliche Fortschritte verzeichnen: So werden jetzt 53 Bestände auf dem Niveau des höchstmöglichen Dauerertrags (maximum sustainable yield - MSY) befischt. Zum Vergleich: Im Jahr 2009 waren es gerade einmal 5 und im Jahr 2017 erst 44 Bestände. Die Kommission arbeitet mit den Mitgliedstaaten zusammen, um die Fischer dabei zu unterstützen, dass — wie in der Gemeinsamen Fischereipolitik vorgesehen — bis 2020 alle Bestände auf nachhaltigem Niveau befischt werden.

Der heutige Vorschlag wird den Mitgliedstaaten auf der Tagung des Rates „Fischerei“, der am 17.-18. Dezember in Brüssel stattfindet, zur Diskussion und Beschlussfassung vorgelegt und soll ab 1. Januar 2019 gelten.

Einzelheiten des Vorschlags

Bei ihrem Vorschlag stützt sich die Kommission auf das wissenschaftliche Gutachten des Internationalen Rats für Meeresforschung (ICES) (link is external); Ziel ist es, eine nachhaltige Bewirtschaftung der Fischbestände zu erreichen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass die Fischereigemeinschaften eine rentable Lebensgrundlage behalten.

Der Vorschlag umfasst Bestände, die von der EU autonom bewirtschaftet und Bestände, die gemeinsam mit Drittländern wie Norwegen oder durch regionale Fischereiorganisationen bewirtschaftet werden. Die internationalen Verhandlungen für viele diesbezügliche Bestände sind noch in Gang, und für einige weitere Bestände liegen noch keine wissenschaftlichen Gutachten vor. Die Zahlen für diese Bestände werden zu einem späteren Zeitpunkt eingefügt.

Weitere Informationen:

Vollständige Mitteilung inklusive detaillierter Tabellen mit genauen Angaben zu den heutigen Vorschlägen für den Atlantik und die Nordsee

erschienen am: 2018-11-07 im europaticker



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