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BMZ unterstützt partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Kommunen und Unternehmen in Entwicklungsregionen
Kommunale deutsche Unternehmen als Experten vor Ort gefragt

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Für eine bessere Wasserversorgung in Entwicklungsländern

Deutsche kommunale Wasserversorger können künftig Betreiberpartnerschaften mit Wasserver- und -entsorgern aus Entwicklungsländern eingehen, um ihre Expertise in die Entwicklungszusammenarbeit einzubringen und damit die Versorgungssituation in Entwicklungsländern zu verbessern. Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller kündigte heute im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) eine entsprechende Initiative an. In Betreiberpartnerschaften übernehmen kommunalen Unternehme selbst eine Führungsrolle. Das Know-how der kommunalen Unternehmen wurde bisher zumeist nur punktuell im Rahmen von Projekten bestehender internationaler Kommunalbeziehungen genutzt.

Bundesentwicklungsminister Müller dazu: „30 Prozent der Weltbevölkerung haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und der Klimawandel stellt uns schon heute vor große Herausforderungen bei der Wasserversorgung, die künftig noch zunehmen werden. Unsere deutschen kommunalen Unternehmen können einen entscheidenden Beitrag leisten, Städte in Entwicklungsländern zu lebenswerten Orten zu machen. Mit den neuen Partnerschaften unterstützen wir ein erfolgversprechendes Modell für die Zusammenarbeit mit kommunalen Unternehmen.“

Dazu VKU-Vizepräsident Karsten Specht: „Die Kommunalwirtschaft möchte lokale Akteure in Partnerländern langfristig zu Experten ihrer eigenen Infrastrukturen der Daseinsvorsorge machen. Wir können mit unserem speziellen Betreiber-Know-how die deutsche Entwicklungszusammenarbeit bereichern und geben gern unsere Expertise weiter. Dabei setzen wir auf Beratung auf Augenhöhe: von Praktikern für Praktiker, in einer langfristigen Partnerschaft.“ 

Kommunale Wasser- und Abwasserunternehmen in Entwicklungsländern sind zentrale Akteure für die Bereitstellung von Serviceleistungen auf kommunaler Ebene. Sie leiden jedoch häufig unter mangelnder Finanzierung und benötigen neben technischem Know-how auch betriebswirtschaftliche und organisatorische Kenntnisse. Hier können deutsche kommunale Wasser- und Abwasserunternehmen unterstützen. Bisher wurde das zumeist nur punktuell im Rahmen von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit genutzt. Die neu gestartete Initiative setzt auf die nachhaltige Unterstützung kommunaler Akteure. In so genannten „Betreiberpartnerschaften“ übernehmen kommunale Unternehmen eine zentrale Rolle in der betriebsunterstützenden Beratung. Die Ausweitung dieses Ansatzes auf weitere Branchen der kommunalen Daseinsvorsorge, wie der Abfall- und Energiewirtschaft, wird am Ende einer Pilotphase geprüft.

Hintergrund:

Die Versorgung von Menschen mit Trinkwasser und eine angemessene Abwasserversorgung ist eine enorme entwicklungspolitische Herausforderung. Bis 2030 allen Menschen weltweit Zugang zu Wasser- und Sanitärversorgung zu garantieren, ist eines der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, die die Vereinten Nationen bis 2030 erreichen wollen. Das Bundesentwicklungsministerium unterstützt in 19 Ländern weltweit, etwa durch die Finanzierung von Infrastruktur, dieses Ziel. Die Betreiberpartnerschaften ergänzen das staatliche Engagement.

Die Idee eines neuen Modells für konkrete Betreiberpartnerschaften wurde von dem Netzwerk German Water Partnership (GWP) entwickelt. Im weiteren Prozess waren die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Engagement Global sowie der VKU eingebunden und haben sich für das Modell ausgesprochen.

erschienen am: 2018-11-08 im europaticker



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