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Gemeinschaftsmarke für legales und ökologisch zertifiziertes afrikanisches Tropenholz
feiert ihren ersten Jahrestag

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Fair&Precious: Eine Marke, die nachhaltige Forstbewirtschaftung kennzeichnet

Zur Förderung einer nachhaltigen, ethischen und legalen Tropenholzindustrie führte der internationale Verband für technische Fragen zum Tropenholz ATIBT (Association Technique International des Bois Tropicaux) im November 2017 die Marke Fair&Precious ein. Das einjährige Bestehen gibt nun Anlass, eine erste Bilanz zu ziehen und neue Ziele zu definieren.

Gemeinschaftsmarke Fair&Precious wurde im November 2017 mit dem Ziel gegründet, die europäischen Verbraucher zum Kauf ökologischer und nachhaltig produzierter Rohstoffe zu animieren. Fair&Precious ermöglicht es dem Endverbraucher, afrikanisches Holz klar zu identifizieren und garantiert ihm, dass dieses nicht aus illegaler, sondern aus legaler und nachhaltiger Forstbewirtschaftung stammt.

Uneingeschränktes Engagement der Mitglieder für weltweites sozial und ökologisch verantwortliches Handeln

Die Mitglieder von Fair & Precious — von den Förderern bis hin zu den Entscheidungsträgern — glauben an die Entstehung einer humaneren, lokal produzierenden Wirtschaft, bei der der Schutz von Mensch und Natur im Zentrum steht. Neben dem ökologischen Aspekt seines Engagements verwendet F&P alle Kraft darauf, soziale und gesellschaftliche Anliegen wie die Achtung der lokalen Bevölkerung, einschließlich deren Recht auf Bildung und Gesundheit, zu verteidigen.

Zahlreiche Partner machen sich täglich für die Förderung der Marke stark

Staaten, Gemeinden, Geldgeber, Zertifizierungsstellen, NGOs, Verbände, Gewerkschaften, Forschungszentren, Universitäten... Alle geben ihr Bestes, um ein aktiver Teil der F&P-Gemeinschaft zu sein, gemeinsame Werte zu teilen und darauf hinzuarbeiten, dass die Marke und die umweltbewusste Forstwirtschaftspraxis, für die sie steht, bekannter wird.

Eine offene Zusammenarbeit mit mehreren renommierten Zertifizierungslabels

Damit ein Forstverwalter von der Marke Fair&Precious profitieren kann, muss er sowohl Mitglied von ATIBT sein als auch über ein vom ATIBT-Vorstand genehmigtes Kontrollverfahren verfügen, wie beispielsweise eine FSC- oder PEFC-Zertifizierung für nachhaltig bewirtschaftete Wälder. Diese Labels werden von Zertifizierungsstellen wie Bureau Veritas kontrolliert und sollen die Anwendung strenger Regeln garantieren, um die Rückverfolgbarkeit des Materials vom Wald bis zum Endprodukt zu gewährleisten.

Die Marke, die kollektives Bewusstsein und Verhaltensänderung symbolisiert

Die Initiative blieb nicht unbemerkt, und die ersten Kooperationen ließen nicht lange auf sich warten. So hat sich etwa die staatliche Eisenbahngesellschaft Frankreichs SNCF dafür entschieden, bei seinen Eisenbahnschwellen auf den Kauf von nachhaltig produzierten Tropenhölzern zu setzen, die für ihre natürliche Widerstandskraft bekannt sind und keinerlei chemischer Behandlung bedürfen. Und auch die Staaten Republik Kongo und Gabun haben sich der Initiative angeschlossen mit dem Ziel, alle Konzessionen schrittweise mit einer Forstzertifizierung zu versehen.


Forstzertifizierung, ein entscheidendes Thema für unseren Planeten

Benoit Jobbé Duval, Direktor von ATIBT: „Wir sind sehr stolz darauf, so viele renommierte Partner um unser Projekt herum versammelt zu haben, die alle den gleichen Kampf führen: die Zukunft der tropischen Wälder zu sichern, an ihrer nachhaltigen Bewirtschaftung teilzuhaben und vor allem die Bürger für ihre Aufgaben und ihre Bedeutung zu sensibilisieren.“

Die 10 Engagements von Fair&Precious in einem Manifest zusammengefasst:

• Bewirtschaftung und Schutz der Wälder zur Bekämpfung der globalen Erwärmung
• Erhaltung der Waldressourcen durch die Abholzung von weniger als dem natürlichen Zuwachs entspricht
• Erforschung der biologischen Vielfalt, um die Wiederverbreitung von Arten zu erleichtern
• Sicherstellung der Lebensraumerhaltung von Tieren
• Durchführung von Programmen zur Bekämpfung der Umweltkriminalität gegen Flora und Fauna
• Zum Wohlergehen der Bevölkerung beitragen durch Bildungs-, Gesundheits- und Wohninitiativen
• Stimulierung der Wirtschaft in den Herstellerländern durch Wertsteigerung der örtlichen Wälder und Förderung der lokalen Holzverarbeitung
• Schaffung von Schulungen in forst- und holzverarbeitenden Berufen
• Vermittlung von technischem Wissen über die Vielfalt der tropischen Hölzer und deren Verwendung
• Förderung des verantwortungsbewussten Einkaufs eines außergewöhnlichen Materials

Der internationale Verband für technische Fragen zum Tropenholz wurde 1951 auf Antrag der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gegründet. Der Verband spielt heute in der Tropenholz-Branche eine führende Rolle bei der Umsetzung internationaler Projekte zur nachhaltigen und verantwortungsvollen Bewirtschaftung der Tropenwälder, vom Wald bis hin zum Endverbraucher. Er ist die weltweit beste technische und wissenschaftliche Referenz für Tropenholzressourcen. Im Jahr 2016 verzeichnete der ATIBT einen Anstieg der Mitgliederzahl um fast 50 % auf über 140. Neben den europäischen Akteuren im Bereich „Afrikanisches Tropenholz“ vereint der ATIBT Staaten (Republik Kongo, Republik Elfenbeinküste, Zentralafrikanische Republik), NGOs (wie den WWF und die Prince Albert II Foundation) sowie Großunternehmen.

erschienen am: 2018-11-13 im europaticker



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