europaticker:
Weser-Minister begrüßen Fortschritte des Maßnahmenprogramms Salzreduzierung

..................

K+S bemüht sich ernsthaft um Reduzierung der Salzbelastung von Werra und Weser

Vor dem Wechsel des Vorsitzes der Flussgebietsgemeinschaft (FGG) Weser von Bremen auf Hessen haben sich die Ministerinnen und Minister der Weseranrainerländer unter dem Vorsitz des Bremer Umweltsenators Joachim Lohse in Hannover zu einer Konferenz getroffen, um den aktuellen Sachstand zu bewerten. Insbesondere ging es dabei um die Bewertung des Bewirtschaftungsplans und Maßnahmenprogramms 2015 bis 2021 für die Flussgebietseinheit Weser bezüglich der Salzbelastung (BWP/MNP Salz 2015) sowie um gemeinsame Entscheidungen in diesem Zusammenhang. In den vergangenen drei Jahren hat eine intensive Arbeit aller relevanten Akteure zur Umsetzung des BWP/MNP Salz 2015 stattgefunden.

„Endlich können wir davon sprechen, dass wir uns mit dem Unternehmen K+S auf einem konstruktiven gemeinsamen Weg befinden, um die Salzfrachten in Werra und Weser spürbar zu verringern und damit zur Gesundung der belasteten Flüsse beizutragen. Klar ist aber auch, dass es in den nächsten Jahren erheblicher weiterer Anstrengungen bedarf, um den guten ökologischen Zustand der Gewässer wiederherzustellen und damit die Ziele der europäischen Wasserrahmenrichtlinie zu erreichen“, erklärt Senator Lohse nach der Konferenz.
Die Weser-Ministerkonferenz hat gemeinsam folgenden Sachstand festgestellt:

  1. Die Weser-Ministerkonferenz begrüßt die bisher erreichten Fortschritte. Dies betrifft insbesondere die Realisierung der Kainit-Kristallisations-Flotationsanlage (KKF-Anlage), die Haldenabdeckung und die Einstapelung unter Tage sowie die Einstellung der Versenkung spätestens Ende 2021. Die KKF-Anlage ist seit Juni 2018 im Regelbetrieb und trägt zu einer Reduzierung der Salzabwassermenge in Höhe von 1,5 Mio. m³/a bei. Im Hinblick auf die Haldenabdeckung liegt der Fortschritt im Zeitplan des MNP Salz 2015. Der Beginn der Einstapelung ist seitens des Unternehmens K+S, wie im MNP Salz 2015 vorgesehen, für Anfang 2022 geplant.
  2. Die Weser-Ministerkonferenz begrüßt, dass sich das Unternehmen K+S somit ernsthaft der Reduzierung der Salzbelastung von Werra und Weser stellt und seit Inkrafttreten des BWP/MNP Salz 2015 konstruktiv gemeinsam mit der FGG Weser an der Umsetzung des MNP Salz 2015 und an der Realisierung der Maßnahmen vor Ort arbeitet.
  3. Die Weser-Ministerkonferenz stellt fest, dass die Prüfung technischer Lösungsoptionen mehr Zeit benötigt und es daher trotz aller Anstrengungen durch K+S und die Länder nicht möglich war, bereits im Herbst 2018 eine abschließende Entscheidung über die Notwendigkeit der Ausleitung zu treffen.
  4. Vor diesem Hintergrund ist bis Mitte 2019 eine Entscheidung der Weser-Ministerkonferenz über die Ausleitung vorgesehen. Die Weser-Ministerkonferenz nimmt zur Kenntnis, dass das Unternehmen K+S eine dauerhafte Reduzierung der Salzbelastung auch ohne eine Ausleitung anstrebt.
  5. Die Weser-Ministerkonferenz erwartet in diesem Sinne vom Unternehmen K+S, über die bisher zur Diskussion stehenden Maßnahmen hinaus alle weiteren technisch möglichen Maßnahmen zu ergreifen, um die Versenkung spätestens Ende 2021 zu beenden und den bestmöglichen Zustand in der Werra und das gute ökologische Potential in der Weser bzgl. der Salzbelastung schnellstmöglich zu erreichen.

erschienen am: 2018-12-03 im europaticker



Wir verwenden keine Cookies, weil uns das Surfverhalten von mehr als 1 Millionen Besucher monatlich nichts angeht.

Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu dem Beitrag:
Ihre Meinung ist uns wichtig!

Impressum (Kurzfassung):
EUROPATICKER mit den Magazinen: Umweltruf, Korruptionsreport und Green IT
Das Magazin mit Hintergrund aus der Entsorgungsbranche
Deutscher Presserat (ID-Nummer 3690)

Herausgeber Hans Stephani
Beratender Betriebswirt - Journalist - Autor
Blumenstr. 11, 39291 Möser
Telefon: 039222 - 4125 Telefax: 039222 - 66664
Der EUROPATICKER Umweltruf erscheint im 18. Jahrgang. Das Ersterscheinungsdatum war der 20. März 2000.

Für die Titel: EUROPATICKER, KORRUPTIONSREPORT und UMWELTRUF nehmen ich Titelschutz nach § 5 Abs. 3 MarkenG. in Anspruch.
Ich unterliege dem Presserecht des Landes Sachsen-Anhalt.
Verantwortlich im Sinne des Presserechtes und nach Telemediengestz (TMG) ist: Diplom-Betriebswirt Hans Stephani.

Anzeigenverwaltung:
EUROPATICKER - Verlag  GmbH, Eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter der Nummer B 2311, Geschäftsführer: Beatrix Stephani, Steuerliche Angaben: Finanzamt Genthin Steuernummer: 103/106/00739, Blumenstr. 11 D-39291 Möser Telefon: 039222 4125, Telefax: telefax@europaticker.de

    Zurück zum Nachrichtenüberblick                                    Diese Meldung ausdrucken