europaticker:
Weitere zertifizierte ICOS-Stationen liegen in Belgien, Finnland, Frankreich, Italien, Schweden
und auf einer norwegischen mobilen Station auf dem Nordatlantik

..................

Zwei weitere deutsche Treibhausgas-Messstationen international anerkannt

COS, das Integrated Carbon Observation System in Europa, gibt bekannt, dass weitere 15 Messstationen zertifiziert wurden. Dazu gehören auch zwei Stationen des Deutschen Wetterdienstes im brandenburgischen Lindenberg sowie in Torfhaus in Niedersachsen. Mit den ICOS-Daten lassen sich die Kohlenstoff-Emissionen und -Senken in Europa bestimmen. Das ist eine Voraussetzung für die Überwachung der europäischen Minderungsmaßnahmen bei Treibhausgasemissionen. Auch bei der aktuellen Weltklimakonferenz in Kattowitz sind solche Kontrollinstrumente ein wichtiges Thema.

Regionale Treibhausgasmessungen sind entscheidend, um die weitere Entwicklung des Klimawandels zu verstehen und sowohl Prognosen als auch effektive Minderungsmaßnahmen zu entwickeln. Die Konzentrationen der Treibhausgase in der Atmosphäre steigen schnell an. In der Konsequenz wird immer mehr Wärmestrahlung in der Atmosphäre gefangen - die Temperaturen steigen und das Wetter wird extremer.

ICOS ist eine Europäische Forschungsinfrastruktur, die Treibhausgase in der Atmosphäre in einem umfangreichen Netzwerk von - im Endausbau - mehr als 130 Stationen in Europa misst. Wissenschaftsbasierte Informationen werden so für die wissenschaftliche Community und für Entscheider bereitgestellt. Bisher haben 32 Stationen diesen Nachweis sehr hoher Qualitätsstandards erbracht. ICOS will bis Ende 2019 die Mehrzahl seiner Stationen zertifiziert haben, so dass sie die internationalen Standards der World Meteorological Organization (WMO) und der Vereinten Nationen erfüllen.

Die Treibhausgasdaten erlauben die Steuerung von Minderungsmaßnahmen gegen den Klimawandel

“Mit unseren standardisierten Messstationen bekommen wir viel genauere Kennt-nisse der Kohlenstoffemissionen und –senken in Europa: von den Menschenge-machten wie den Natürlichen,” betont Dr. Werner Kutsch, Generaldirektor von ICOS.

Natürliche Kohlenstoffflüsse beeinflussen die Treibhausgaskonzentrationen genau so stark wie die menschengemachten Emissionen. Auf lange Sicht sei es deshalb wichtig, zwischen natürlichen und Emissionen aus fossilen Brennstoffen zu trennen, um die Minderungsanstrengungen in die richtigen Bahnen zu lenken.

“Die von ICOS in Europa gesammelten Treibhausgas-Informationen sind entscheidend für die nationalen Regierungen bei ihren Bemühungen, Minderungsmaßnahmen effektiv zu machen. Auch können dadurch internationale Abkommen zwischenstaatlicher Organisationen fundierter umgesetzt werden,” so Kutsch. Das Paris Agreement und die schon diese Woche laufenden Klimaverhandlungen der Vereinten Nationen in Polen sind Beispiele solcher internationalen Abkommen.

Prof. Dr. Gerhard Adrian, Präsident des Deutschen Wetterdienstes (DWD): “Das Besondere an ICOS ist, dass es Informationen zu den Quellen und Senken von Treibhausgasen bereitstellen wird – auch in Deutschland. Das wird uns ermögli-chen abzuschätzen, mit wieviel Kohlendioxid das Erdsystem umgehen kann. Für politische Entscheidungen weltweit und in Deutschland sind das unverzichtbare Erkenntnisse.”

In Deutschland bekommen Lindenberg in Brandenburg und Torfhaus im Harz das Zertifikat “ICOS-Station”. Die Station Lindenberg ist Teil des Meteorologischen Observatoriums Lindenberg des DWD. Dr Christian Plass-Duelmer, Leiter des Meteorologischen Observatoriums Hohenpeissenberg des DWD, das beide ICOS Stationen betreut: “Wir sind sehr stolz, dass unsere Stationen die hohen Qualitätsanforderungen von ICOS erfüllen und zertifiziert wurden. Wir haben eine international anerkannte Erfahrung beim Verständnis meteorologischer Hintergründe, die die Verbreitung von Treibhausgasen beeinflussen.“

erschienen am: 2018-12-03 im europaticker



Wir verwenden keine Cookies, weil uns das Surfverhalten von mehr als 1 Millionen Besucher monatlich nichts angeht.

Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu dem Beitrag:
Ihre Meinung ist uns wichtig!

Impressum (Kurzfassung):
EUROPATICKER mit den Magazinen: Umweltruf, Korruptionsreport und Green IT
Das Magazin mit Hintergrund aus der Entsorgungsbranche
Deutscher Presserat (ID-Nummer 3690)

Herausgeber Hans Stephani
Beratender Betriebswirt - Journalist - Autor
Blumenstr. 11, 39291 Möser
Telefon: 039222 - 4125 Telefax: 039222 - 66664
Der EUROPATICKER Umweltruf erscheint im 18. Jahrgang. Das Ersterscheinungsdatum war der 20. März 2000.

Für die Titel: EUROPATICKER, KORRUPTIONSREPORT und UMWELTRUF nehmen ich Titelschutz nach § 5 Abs. 3 MarkenG. in Anspruch.
Ich unterliege dem Presserecht des Landes Sachsen-Anhalt.
Verantwortlich im Sinne des Presserechtes und nach Telemediengestz (TMG) ist: Diplom-Betriebswirt Hans Stephani.

Anzeigenverwaltung:
EUROPATICKER - Verlag  GmbH, Eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter der Nummer B 2311, Geschäftsführer: Beatrix Stephani, Steuerliche Angaben: Finanzamt Genthin Steuernummer: 103/106/00739, Blumenstr. 11 D-39291 Möser Telefon: 039222 4125, Telefax: telefax@europaticker.de

    Zurück zum Nachrichtenüberblick                                    Diese Meldung ausdrucken