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Klare Kennzeichnung gefordert: EN 13432-Zertifizierung als Mindeststandard für
alle Einweg-Sackerl

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KBVÖ begrüßt Aus für Plastiksackerl, das weit über EU-Richtlinie hinausgeht

Der Ankündigung der Bundesregierung - Plastiksackerl bis zum Jahr 2020 zu verbieten - geht eine Kampagne des vom Kompost- und Biogasverband Österreich (KBVÖ) initiierten "Bündnis für das österreichische Bio-Kreislauf-Sackerl" voraus. KBVÖ-Obmann Hubert Seiringer begrüßt das Vorhaben der Regierung sehr: "Eine EU-Richtlinie von 2015 sieht eine starke Reduktion von Plastiksackerl bis 2025 vor. Mit dem Verbot zeigt die Bundesregierung ernsthafte Ambitionen, die Plastikverschmutzung zu verringern." Seiringer mahnt jedoch eine gewissenhafte Umsetzung der nächsten Schritte ein: "Neben Mehrwegtragtaschen sind biologisch abbaubare Sackerl die logische Alternative für Plastiksackerl. Bei diesen fordern wir bundesweit einheitliche Kriterien und eine für die Verbraucher verständliche Kennzeichnung."

EN 13432-Zertifizierung als Mindeststandard für alle Einweg-Tragtaschen

Im Zuge des Verbots von Plastiksackerl gilt es nun umweltverträgliche Alternativen zu etablieren. "Wir wollen keine Verlagerung des Abfallproblems. Es braucht Schritte zur Abfallvermeidung. Die Mehrfachnutzung von biologisch abbaubaren Materialien ist ein Lösungsweg", sagt Seiringer. Daher fordert der KBVÖ eine generelle EN 13432-Pflicht (Abbaubarkeit) als Mindeststandard für alle Einweg-Sackerl und Einweg-Tragtaschen. Diese verschmutzen die Umwelt nicht mit Plastikrückständen sollten sie irrtümlich dorthin gelangen.

Einheitliche Kennzeichnung: "OK compost HOME" ausschließlich für Obst- und Gemüsebeutel

Laut Seiringer sollen alle sehr leichten Tragtaschen (< 0,015mm) und damit alle Knotenbeutel aus den Obst- und Gemüseabteilungen bundesweit nur mehr aus einem leicht abbaubaren Kunststoff ("OK compost HOME") bestehen dürfen und mit einem einheitlichen Logo als Bio-Kreislauf-Sackerl für die Bioabfallsammlung gekennzeichnet sein. Nach dem Einkauf und der Aufbewahrung der Lebensmittel kann dieses im Sinne der Mehrfachnutzung zum Sammeln von Bioabfällen genutzt und gemeinsam mit diesen entsorgt werden.

Die EN 13432-Zertifizierung ist für viele Verpackungsmaterialien in Europa möglich. Die Politik ist gefordert, den eingeschlagenen Weg konsequent fortzuführen und sich in ihrem Bemühen, um eine Reduktion von Plastikverschmutzung nicht auf Plastiksackerl zu beschränken.

Weitere Informationen unter: https://www.biosackerl.at

Das breit angelegte "Bündnis für das österreichische Bio-Kreislauf-Sackerl" wurde vom Kompost & Biogas Verband Österreich ins Leben gerufen und wird bereits von vielen Partnern unterstützt. Die Partner in alphabetischer Reihenfolge: ARGE Österreichischer Abfallwirtschaftsverbände, Bio Austria, Burgenländischer Müllverband, First Zero Waste & Organic Cycle Organisation, Institut für Abfallwirtschaft (ABF-BOKU), Kompost & Biogas Verband Österreich, Land Kärnten, Land Niederösterreich, Umwelt Land Oberösterreich, Land Steiermark Lebensressort, Land Tirol, Landwirtschaftskammer Österreich, NÖ Landesfischereiverband, NÖ Umweltverbände, Ökoregion Kaindorf, Ökosoziales Forum Österreich, Österreichischer Alpenverein, der Verband Abfallberatung Österreich sowie Zero Waste Austria.

Der Kompost- und Biogasverband Österreich steht für die organische Kreislaufwirtschaft, die technologisch möglich, ökologisch notwendig und wirtschaftlich sinnvoll ist. Der Schutz der Böden und des Wassers, die Klimavorsorge und die Bestrebungen in der Politik eine nachhaltige Wirtschafts- und Lebensweise in der Gesellschaft zu verankern, bestimmen unser Tätigkeitsfeld. Humusaufbau, Bioenergie und Kohlenstoffbindung sind die Themen unserer Zeit. In diesem Sinne vertritt der Kompost- und Biogasverband Österreich die Interessen Aller und setzt dabei auf Information und Weiterbildung, um eine nachhaltige Entwicklung zu fördern.

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erschienen am: 2018-12-04 im europaticker



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