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Restrukturierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen greifen
Städtischer Konzern plant positives Ergebnis ab dem Geschäftsjahr 2019

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Sanierung der Stadtwerke Neumünster zeigt Wirkung

Der Wirtschaftsplan der Stadtwerke Neumünster (SWN) für das Geschäftsjahr 2019 ist verabschiedet: Den Beschluss fasste der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am Montag (3. Dezember). Die von der Geschäftsführung eingeleiteten Maßnahmen zur Kostensenkung und Restrukturierung greifen; die ersten Früchte kann der städtische Konzern schon im kommenden Jahr ernten. Da rechnen die Stadtwerke Neumünster wieder mit einem positiven Jahresergebnis. „Die Trendwende ist erreicht. Jetzt geht es darum, das Tempo der Restrukturierung zu halten und die interne Effizienz weiter zu erhöhen, dann sind die SWN bald wieder auf Kurs", erklärt SWN-Geschäftsführer Tino Schmelzle. „Parallel dazu treiben wir die Zukunftsgestaltung des Konzern voran; dazu zählen der Aufbau neuer Geschäftsfelder und neue attraktive Kombiprodukte", ergänzt Geschäftsführer-Kollege Thomas Junker.  

Der jetzt den Aufsichtsräten vorgestellte Wirtschaftsplan 2019 beruht auf einer deutlich besseren Datenbasis als in den Vorjahren. Unter der aktuellen Geschäftsführung ist in den letzten beiden Jahren sehr viel professionalisiert und modernisiert worden. Unter anderem ist im zentralen Kaufmännischen Service für den Gesamtkonzern ein umfassendes konzernübergreifendes Steuerungsmodell eingeführt, das die Planung und Kontrolle der Geschäfte deutlich verbessert und Vorgänge transparenter macht. „Der aktuelle Wirtschaftsplan basiert deshalb auf einer wesentlich fundierteren Datenlage als die vorherigen", erklärt Tino Schmelzle. Die Stadtwerke Neumünster GmbH rechnet für das Geschäftsjahr 2019 deshalb mit einem Gewinn von 5,5 Millionen Euro. Für den SWN-Konzern wird mit einem Plus von 786.000 Euro gerechnet. Diese deutliche Ergebnisverbesserung wird erreicht, weil die großen Verlustbringer von 2017 und 2018 grundlegend umstrukturiert worden sind: Die Energiebeschaffung ist komplett umgestellt und der Einkauf neu geordnet; der Vertrieb und die Sparte Telekommunikation werden fundamental erneuert. Zudem hat das Sofortmaßnahmenprogramm der Geschäftsführung die Kosten der Stadtwerke dauerhaft gesenkt.

Trendwende bei Telekommunikation und Vertrieb  

Positiv wirkt sich auf die Planungen für 2019 vor allem die tiefgreifende Restrukturierung der Bereiche aus, die in 2017 und 2018 Verluste erwirtschaftet haben: Energiebeschaffung, Vertrieb und Telekommunikation. Das Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramm trägt ebenfalls maßgeblich zur Gesundung der Stadtwerke bei. Durch das Sofortmaßnahmenprogramm in diesem Jahr wurden sie gegenüber 2017 aktuell bereits um 3,7 Millionen Euro gesenkt, bis zum Jahr 2020 werden die Kosten 8 Millionen Euro unter denen von 2017 liegen. Ziel der Restrukturierung von Kaufmännischem Service, Vertrieb und Telekommunikation sind primär schlankere und effizientere Prozesse; unter anderem durch Digitalisierung von standardisierten Vorgängen. Das bringt einerseits weitere 6 bis 8 Millionen Euro Einsparung und macht andererseits Ressourcen frei für die mehr Kundenorientierung und Zukunftsgestaltung. Sowohl die Sparte Telekommunikation als auch der Vertrieb werden deshalb im kommenden Geschäftsjahr wieder Gewinn erwirtschaften. Durch die Umstellung der hochriskanten Energiebeschaffung auf eine langfristigere risikoärmere Einkaufsstrategie sind die Kosten besser planbar, das Verlustrisiko sinkt.

Höhere Effizienz auch bei Bad und Verkehr

Selbst die von Haus aus defizitären Gesellschaften wie die SWN Bäder und Freizeit GmbH, die das Bad am Stadtwald betreibt, und die SWN Verkehr GmbH tragen zur Ergebnisverbesserung bei. Denn auch hier zeigt das Effizienzsteigerungsprogramm Wirkung: Unter anderem konnten Kosten gesenkt werden, indem mehr Leistungen von eigenem Personal erbracht und weniger Aufträge an externe Dienstleister vergeben werden. Beispielweise setzt die SWN Verkehr GmbH künftig auf Hybrid-Busse, deren Mehrkosten sich durch den geringeren Kraftstoffverbrauch in wenigen Jahren amortisiert haben. Durch die Umstrukturierung des Fuhrparks sinkt zudem der Aufwand für Wartung und Reparatur der Busse. Die hauseigene Werkstatt kann in Kürze die gesamte Busflotte eigenständig instandhalten. Kräftig gespart hat die Geschäftsführung auch bei der Revision des Kraftwerks; durch eine geänderte Organisation und exaktere Planung der Abläufe lagen die Kosten 280.000 Euro unter Plan.  

erschienen am: 2018-12-05 im europaticker



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