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Pappeln werden in weiterem Abschnitt entfernt

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Ökologischer Waldumbau an der Talsperre Bautzen

Die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen hat in dieser Woche begonnen, den ökologischen Waldumbau an der Talsperre Bautzen weiter voranzutreiben. Dafür werden in einem weiteren Abschnitt am Westufer zwischen Petzberg und Dahlowitz rund 400 Bäume gefällt, hauptsächlich Pappeln, Erlen und Baumweiden. Außerdem wird ein 0,32 Hektar großes Areal mit einem Jungbestand an Stieleichen durchgepflegt. Die Arbeiten dauern noch bis Ende Februar und kosten rund 47.000 Euro, bezahlt aus Mitteln des Freistaates Sachsen.

An der Talsperre Bautzen wurde zwischen 1968 und 1977 am westlichen Ufer ein linienförmiger Pappelwald angepflanzt. Die Monokultur war überaltert und sehr anfällig für Windwurf und Windbruch. Deshalb begann im Jahr 2007 der Waldumbau an den Ufern der Talsperre. Nach einer Erstpflege zwischen 2007 und 2010 ist nun ein weiterer Pflegeeingriff notwendig. Dabei werden die verbliebenen Pappeln und andere Bäume entfernt und der Baumbestand verjüngt.

Ziel des ökologischen Waldumbaus ist es, an den Ufern der Talsperre einen stabilen, artenreichen und standortgerechten Waldbestand aufzubauen. Die Fällungen erfolgen dabei schrittweise, um die Waldstruktur nicht zu zerstören. Auf den entstandenen Lichtungen konnten sich bereits andere Laubbäume wie Feldahorn, Stieleiche, Ulme sowie Wildsträucher und Obstbäume weiter ausbreiten. Einzelne starke Bäume bleiben für Höhlenbrüter und Fledermäuse erhalten. Liegengebliebenes Totholz und aufgeschichtete Benjeshecken bilden Lebensräume für verschiedene Vögel und kleine Säugetiere.

Planung und Umsetzung des Waldumbaus werden von der Naturschutzstation Neschwitz fachlich unterstützt. Die Maßnahme ist bei der zuständigen Naturschutzbehörde angezeigt.

erschienen am: 2018-12-06 im europaticker



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