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Kontinuierliches Handeln für ein optimales Schutzniveau

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Papenburg: Hochwasser- und Sturmflutschutz in der Region auf neuem Niveau

Sie schützen die Menschen links und rechts der Ems vor den Folgen von Sturmflut und Hochwasser – mit Abschluss der jüngsten Erhöhungs- und Verstärkungsmaßnahmen im Bereich des Deichverbandes Heede-Aschendorf-Papenburg sind die Deiche in der Region jetzt so sicher wie nie zuvor. Seit 1980 war das ambitionierte gemeinsame Deichausbauprojekt des Deichverbandes und der zuständigen wasserwirtschaftlichen Landesbehörden in mehreren Bauabschnitten vorangetrieben worden. Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies machte sich am Emsdeich einen eigenen Eindruck von dem nun abgeschlossenen Großprojekt.

Umweltminister Olaf Lies: „Beim Hochwasserschutz setzen wir auf Kontinuität und Verlässlichkeit. Seit 1980 haben wir an dieser Stelle etwa 37 Millionen Euro in Hochwasserschutz und Hauptdeiche investiert. Küsten- und Hochwasserschutzmaßnahmen sind eine aufwändige Daueraufgabe. Angesichts der prognostizierten Klimaveränderungen wird sich unser Engagement insgesamt noch noch verstärken müssen. Das Deichbauprojekt ist ein gelungenes Beispiel dafür, dass die selbstverwaltete Wasserwirtschaft in Form der Wasser- und Bodenverbände gemeinsam mit dem Deichverband und anderen betroffenen Anrainern gut funktioniert und überaus erfolgreich arbeitet.“

In den vergangenen fast 40 Jahren sind im Rahmen der Fortentwicklung zunächst des Küstenschutzes und anschließend des Hochwasserschutzes oberstrom der Schleuse Herbrum an der Ems rund 37,25 Millionen Euro in die Deiche im Gebiet des Verbandes Heede-Aschendorf-Papenburg investiert worden. Dabei wurden Flussuferabschnitte auf einer Länge von über 36 Kilometern gegen die Folgen von Hochwasser und Sturmfluten in der Nordsee geschützt. Insgesamt wurden im Zuge der Deichbaumaßnahmen Hauptdeiche auf einer Länge von 22,7 Kilometern und in den vergangenen Jahren Hochwasserdeiche auf einer Länge von knapp 13,5 Kilometern umfassend verstärkt und erhöht. Finanziert wurde die Stärkung der Deichlinie dabei vor allem mit Bundes- und Landesmitteln sowie mit Mitteln der Europäischen Union.

Kontinuierliches Handeln für ein optimales Schutzniveau

„Der vorhandene Deichabdeckboden wurde bis auf den Sandkern abgetragen und bei den Hauptdeichen durch eine Schicht aus Klei mit einem Meter Stärke, bei den Hochwasserdeichen mit 80 Zentimetern Stärke ersetzt“, erklärt Deichverbandsvorsteher Bernhard Dickebohm, der dem Minister während des Ortstermins am Donnerstag einen umfassenden Überblick über die umgesetzten Projektabschnitte gab. Zudem waren im Rahmen der Maßnahmen neue Deichverteidigungsstraßen und Teekabfuhrwege gebaut worden. Das neue Deichniveau liegt mit Höhen zwischen 6,10 und 7,00 Metern über NN im Durchschnitt einen Meter höher als noch 1980. Die Planung und Bauleitung hatte zunächst das Wasserwirtschaftsamt in Meppen übernommen, dessen Aufgaben heute der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) wahrnimmt.

Dessen oberster Dienstherr, der Niedersächsische Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz Olaf Lies, überzeugte sich vor Ort von den Ergebnissen der großen Anstrengungen der vergangenen Jahrzehnte. Begleitet wurde er von NLWKN-Geschäftsbereichsleiter Rainer Carstens, Deichverbandsvorsteher Bernhard Dickebohm und zahlreichen weiteren Vertretern aus der regionalen Politik und Wasserwirtschaft. Unter dem Eindruck des Gesehenen sprach Lies allen Mitwirkenden ein großes Lob aus: „Ein höchstmögliches Niveau im Küsten- und Hochwasserschutz ist nur durch Kontinuität zu erreichen. Dabei sind klare Strategien und weitsichtiges stetes Handeln gefragt. Beides haben die am Bauvorhaben beteiligten Projektpartner in fast 40-jähriger Zusammenarbeit vorbildlich praktiziert“, betonte der Umweltminister im Rahmen einer anschließenden Feierstunde im nahen Borsum.

Dank an Dezernent Leo Hegemann

Ein Garant für die vertrauensvolle Zusammenarbeit war über viele Jahre hinweg dabei auch Leo Hegemann. Der Dezernent für Planung und Bau in der NLWKN-Betriebsstelle Meppen, der Ende des Jahres in den Ruhestand geht, wirkte von Anfang an bei der Umsetzung des Vorhabens mit, erklärt Bernhard Dickebohm: „Das jetzt Erreichte ist insofern auch ein gutes Stück weit das Lebenswerk von Leo Hegemann, der mit seiner pragmatischen und zugleich bodenständigen Art für die Partner vor Ort ein stets geschätzter Ansprechpartner beim Landesbetrieb war“.

Bild: Heiner Niehaus (Geschäftsführer Deichverband), Lothar Myrrhe (Landkreis Emsland), Leo Hegemann und Martin Gaebel, Kreisbaurat Dirk Kopmeyer, Deichverbandsvorsteher Bernhard Dickebohm, Rainer Carstens, Bernd Busemann, Dorothea Altenhofen und Olaf Lies.

erschienen am: 2018-12-06 im europaticker



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