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Positive Bilanz der PASCAL-Projekte in Accra / Geoverbund plant "Afrika-Tag"

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An der "Brücke nach Afrika" wird weiter gebaut

Ziel von PASCAL ("The Pan-African Soil Challenge") ist es, Afrika angesichts von Bevölkerungsexplosion und Klimawandel beim Aufbau einer sicheren und nachhaltigen Nahrungsmittelproduktion zu unterstützen. Dazu wird eine Wissenschaftsbrücke zwischen den Jülicher Forschern und afrikanischen Partnern aufgebaut. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) zeichnete das Projekt Ende 2017 mit einem Hauptpreis für Forschungsmarketing aus.

Ein zentraler Teil von PASCAL war Ende November/Anfang Dezember eine Herbstschule in Accra zum Thema "Terrestrische Modellierung", bei der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort mithilfe eines kleinen lokalen Netzwerks Simulationen des Systems Boden/Wasser/Luft rechnen konnten. Bei einem zweitägigen Hackathon wurde anschließend gemeinsam die Software weiterentwickelt. Zur Projektwoche gehörte auch ein Begleitprogramm, bei dem sich Teilnehmer unter anderem über Möglichkeiten für Studium und Karriere in Deutschland informieren konnten.

"Wir haben von den rund 30 Teilnehmern sehr viel positives Feedback bekommen", zieht Projektkoordinator Dr. Daniel Felten vom Jülicher Institut für Agrosphärenforschung eine positive Bilanz. Viele der jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hätten die Herbstschule nach eigenem Bekunden als "Eye Opener" erlebt; die Ergebnisse der Projekttage ließen sich gut für die eigene Forschung verwenden. "Wichtig ist uns aber auch, dass die Teilnehmer das neugewonnene Wissen weitergeben und sie damit zu Multiplikatoren werden", so Felten, der auch das Koordinationsbüro des Geoverbunds leitet.

Nach dem Erfolg von PASCAL gibt es jetzt Überlegungen, Workshop und Hackathon in einem anderen afrikanischen Land zu wiederholen, um möglichst viele junge Forscher zu erreichen. Das würde auch gut zu der neuen Strategie des Geoverbunds passen, der sich verstärkt in Afrika engagieren will. Am Jülicher Institut für Agrosphärenforschung soll dazu eine Stelle eingerichtet werden, die die Aktivitäten koordiniert und eine Plattform für die Zusammenarbeit mit Partnern in Afrika schafft.

Auch die Universitäten Bonn und zu Köln – Partner im Geoverbund – bauen ihre Afrika-Forschung aus. So nahm im April 2018 der neue Sonderforschungsbereich "Future Rural Africa: Zukunft-Machen und sozial-ökologische Transformation" (SFB/TR 228) seine Arbeit auf. Das Verbundprojekt untersucht Veränderungen der Landnutzung im ländlichen Afrika. Dafür stellt die Deutschen Forschungsgemeinschaft bis 2021 rund zehn Millionen Euro zur Verfügung. Vor diesem Hintergrund hat der Geoverbund den Plan für einen "Afrika-Tag" gefasst. An diesem Tag – geplant für die zweite Jahreshälfte 2019 – sollen sich laufende und erst kürzlich abgeschlossene Afrika-Projekte präsentieren können. "Damit würden wir das Fundament für unsere "Bridge to Africa" weiter festigen", so Daniel Felten.

Jülich Blog "A Bridge to Africa"

Pressemitteilung "Preisgekrönt: A Bridge to Africa" (29. Mai 2018)

Webseite des Geoverbunds ABC/J

Informationen zu PASCAL (Geoverbund)

Institut für Bio- und Geowissenschaften, Bereich Agrosphäre (IBG-3)

erschienen am: 2018-12-27 im europaticker



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