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Höhlen- und Nischenbrütern zum Start der Brutsaison Nisthilfen anbieten

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NABU: Mit Vogel-Immobilien in die Zukunft investieren

Februar ist der ideale Monat, um Vögel bei der Familienplanung zu unterstützen. „Jetzt lassen sich noch Nistplätze für unsere heimischen Vögel in der anstehenden Brutsaison schaffen. Wer jetzt Vogel-Immobilien kauft, investiert in die Zukunft unserer heimischen Brutvögel“, rät NABU-Ornithologe Stefan Bosch. Zusätzlich zu den beliebten Nistkästen sollten Gartenbesitzerinnen und -besitzer auch an Nistgehölze, wie Sträucher, Hecken und Büsche denken. Viele Höhlenbrüter, wie Meisen, Kleiber und Trauerschnäpper, leiden gerade in Städten und Dörfern unter Wohnungsnot: „ Es gibt zu wenige große Bäume mit ausreichend kräftigen Stämmen, in denen durch Spechte oder Fäulnis Bruthöhlen entstehen können. Künstliche Nisthilfen sind dafür ein guter Ersatz“, so der Fachbeauftragte des NABU Baden-Württemberg.

Die Nistkästen können mit Säge und Hammer selbst gezimmert oder fertig aus Holz oder Holzbeton beim NABU oder im Gartenfachhandel erworben werden. Je nach Kastengröße und Fluglochweite kann man damit gezielt bestimmten Vogelarten helfen. Mit einem 32 Millimeter (mm) Flugloch fühlen sich beispielsweise Kohlmeisen, Haussperling, Kleiber und Fliegenschnäpper wohl. Ein Eingang von 26 bis 28 mm zieht Blau- und Sumpfmeisen an. Eine größere Grundfläche und ein Flugloch von 45 mm benötigt der Star, dessen Kasten auch am besten hoch in einem Baum oder an einer Hauswand angebracht wird. Spezielle Nistkästen gibt es auch für Gartenrotschwanz, Waldkauz- und Steinkauz oder Baumläufer.

Platz ist in der kleinsten Nische
Für Nischenbrüter wie Hausrotschwanz, Bachstelze oder Grauschnäpper kann man Nistbrettchen oder halboffene Nistkästen anbieten, die an einem Dachbalken oder Carport befestigt werden.
Doch Vorsicht vor improvisierten Nistkästen mit Eigenmaßen. „Wer selber bauen möchte, findet auf der NABU-Homepage (Nistkästen-selber-bauen) passende Bauanleitungen mit empfohlenen Idealmaßen‘“, rät Bosch. Klassische Nistkästen werden an Stämmen, Ästen, Dachrinnen oder Dachbalken, etwa in Augenhöhe oder höher angebracht. Das Flugloch sollte in Richtung Morgensonne zeigen: „So ist das Einflugloch weder zur Wetterseite nach Westen noch zur prallen Sonne auf der Südseite ausgerichtet.“ Eine hohe Erfolgsquote hat ein Standard-Meisenkasten, in den Kohlmeise oder Haussperling bald nach dem Aufhängen gerne einziehen.

Nicht vergessen werden sollten die Gebäudebrüter wie Mauersegler, Rauch- und Mehlschwalbe. Ihre Anzahl nimmt seit Jahren rasant ab, da Insektennahrung und Brutplätze knapper werden. „Weil auch bei uns Wohnraum stark nachgefragt ist, gehen viele Nistplätze durch Gebäudesanierungen verloren. Hier ist es wichtig, durch Kunstnester Ausweichquartiere zu schaffen“, mahnt Bosch. Auch Turmfalke und Schleiereule sind auf Wohnungssuche. „All diesen Vögeln kann vielfach mit gutem Willen, etwas Toleranz und einem Ersatzquartier geholfen werden. Wer Scheunen, Ställe, ungenutzte Dachböden oder Trafohäuschen als Lebensraum für fliegende Besucher öffnet, hilft ihnen unmittelbar“, sagt Bosch.

Vögel fliegen auf naturnahe Gärten
Natur pur bevorzugen Amsel, Grasmücke und Fink. „Sie kommen ganz ohne Nistkästen aus und platzieren ihre offenen Nester im Geäst von Bäumen, Büschen und Sträuchern, in denen sie geschützt bauen können. Günstig dafür sind Gehölze wie Liguster, Schlehe oder Holunder. Sie bieten neben Nistplätzen auch Beerennahrung.

Wer Schnaken und Mücken fürchtet, kann sich über Vögel vor dem Fenster freuen. Die fliegenden Insektenvertilger brauchen zur Brutzeit mehr Nahrung und fühlen sich dann in naturnahen, blütenreichen Gärten mit vielen Insekten, Spinnen, Raupen und Käfern wohl. Dort finden Insekten einen idealen Lebensraum. Wer Vögel im Garten ansiedelt, trägt direkt zum Artenschutz bei und kann sich am Gesang und den Flugmanövern der Vögel erfreuen. „Leblose Steinwüsten heizen sich im Sommer nicht nur stark auf, sie bieten auch keinerlei Nahrung und Schutz für Tiere – und haben im Siedlungsraum nichts zu suchen“, betont Bosch.

Da mit dem derzeit wärmeren Frühlingswetter die ersten Singvögel sich für Nisthöhlen zu interessieren beginnen, sollten die vorhandenen Nistkästen jetzt nicht mehr gereinigt werden, um Störungen zu vermeiden. 

Lese-Tipp:
Weitere Informationen über Nistkästen sowie Vögel und ihr Zuhause

erschienen am: 2019-02-11 im europaticker



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