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Klinik handelt vorbildlich und vermeidet 3.652 Tonnen Kohlendioxidemissionen

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Erste Klinik bundesweit mit vier BUND-Gütesiegeln als „Energie sparendes Krankenhaus“

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) verleiht dem Evangelischen Krankenhaus Hubertus in Zehlendorf am 11. Februar 2019 zum vierten Mal das Gütesiegel „Energie sparendes Krankenhaus“. Damit ist die Klinik bundesweit die erste, deren Zertifizierung bereits zum dritten Mal in Folge um fünf Jahre verlängert wird. „Wir würdigen damit eine beispielhafte Gesundheitseinrichtung, die sich seit über 20 Jahren erfolgreich im Klimaschutz engagiert und bis heute als Pionier in Sachen Energieeffizienz in Erscheinung tritt“, so Annegret Dickhoff, Projektleiterin des BUND e.V.

„Hochtechnisierte Krankenhäuser verbrauchen naturgemäß sehr viel Energie. Als kirchlich getragene Einrichtung ist es uns ein Anliegen, schonend und nachhaltig mit den vorhandenen Ressourcen umzugehen. Allein weil wir selbst hier am Standort von wunderschöner Natur umgeben sind, fühlen wir uns dem Umwelt- und Klimaschutz besonders verpflichtet“, erklärt Geschäftsführer Dr. med. Matthias Albrecht. 500.000 Euro investiert das Krankenhaus Hubertus im Jahr 2000 mit seinem Energiesparpartner SPIE Energy Solutions GmbH, um seine jährlichen Energiekosten um 30 Prozent zu senken – mit Erfolg. 2001 wird es dafür zum ersten Mal vom BUND ausgezeichnet. Seitdem ist es gelungen, insgesamt 3.652 Tonnen der klimaschädlichen Kohlenstoffdioxid-Emissionen (CO2) zu sparen. Diese jährliche Einsparung im Krankenhaus Hubertus entspricht den CO2-Emissionen von fast 3.000 Personen auf Hin- und Rückflügen zwischen Berlin-Mallorca. Auch im zuletzt vom BUND geprüften Zeitraum von 2012 bis 2017 konnte der Ausstoß des Treibhausgases erneut um 6,4 Prozent verringert werden.

Das Herzstück der Einsparungen bildet das hauseigene Blockheizkraftwerk, welches rund zwei Drittel des Stromverbrauchs sowie die Hälfte des jährlichen Heizbedarfs des 200-Betten-Klinikums deckt. Zum Konzept gehört zudem das kontinuierliche Modernisieren der technischen Ausstattung, beispielsweise der Einsatz neuester Heizanlagen und Pumpen für Warmwasser. Um Trinkwasser zu sparen, wird die sechs Hektar große Parkanlage des Hauses seit 2010 überwiegend mit Regenwasser bewässert. Möglich ist dies durch einen umfunktionierten Öltank, der seit dem Umstieg auf Erdgas nicht mehr genutzt wird. Mit einem Durchmesser von 22 Metern und 5,6 Metern Höhe fasst das Regenwasserrückhaltebecken rund 1,4 Millionen Liter. Aus ihm werden neben der Parkbewässerung auch das Feuerlöschsystem sowie einige Toiletten und Spülgeräte gespeist.

Kontinuierlich arbeitet das Team des Krankenhauses daran, die Wärme-, Kälte- Elektro- und Lüftungstechnik weiterhin zu optimieren. Für die Zukunft geplant sind das Einführen eines Energiemanagementsystems und die Erneuerung der Heizungspumpen. Dr. Albrecht: „Unser Ziel ist, das volle Sparpotenzial auszuschöpfen. Dass wir heute schon so weit vorangeschritten sind, verdanken wir insbesondere dem Engagement unserer Beschäftigten und der guten Zusammenarbeit mit unseren Einsparpartnern. Es wäre schön, wenn zukünftig noch mehr Kliniken das Angebot des BUND annehmen und mithilfe des Gütesiegels ihre Ressourceneffizienz prüfen würden.”

Über das BUND-Siegel „Energie sparendes Krankenhaus“: Das Siegel beruht auf einer standardisierten Bewertungsmethodik, welche Aspekte der Umwelt, Qualität und Effizienz gleichermaßen in die Nachhaltigkeitsbetrachtung mit einbezieht. Dabei werden die Kennzahlen des Hauses – etwa im Hinblick auf Energieeffizienz, Gebäudeinfrastruktur, Kommunikation, Medizintechnik – bis hin zur Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter mit Referenzwerten vergleichbarer Krankenhäuser und vorliegenden Benchmarks verglichen. Das Ergebnis ist ein individueller Nachhaltigkeitsindex, der die Stärken und Schwächen eines Hauses offenlegt und gleichzeitig angibt, wo Verbesserungsmöglichkeiten liegen und welche sich schnell bezahlt machen. Rund 50 Kliniken in Deutschland haben das Gütesiegel für Engagement im Klimaschutz bereits erhalten.

erschienen am: 2019-02-11 im europaticker



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