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Neuer Wasserstofftank eröffnet längere Versuchsreihen und neue Erkenntnisse für die Brennstoffzellen-Forschung in Chemnitz

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Continental und TU Chemnitz geben Gas bei Brennstoffzellenforschung

Die Forschungskooperation für Brennstoffzellensysteme zwischen dem Technologieunternehmen Continental und der Professur Alternative Fahrzeugantriebe (ALF) der Technischen Universität Chemnitz nimmt weiter Fahrt auf. Dafür wurde heute, am 27. Februar 2019, ein 18 Meter hoher und 3,5 Meter breiter Wasserstofftank auf dem Campus der TU an der Reichenhainer Straße aufgestellt.

Der Tank wird mindestens für die Dauer der Kooperation zwischen der Professur ALF und Continental auf dem TU-Gelände stehen. Nach aktuellem Stand noch bis mindestens 2023. Zum Einsatz kommt der Wasserstofftank unter anderem im aus Mitteln der Europäischen Union geförderten Projekt „Mass Manufacture of MEA’s Using High Deposition Processes“ (MAMA MEA). Außerdem kommt er im von der Professur ALF initiierten und vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) geförderten Innovationscluster „HZwo – Antrieb für Sachsen“ zum Einsatz. Die Bereitstellung des Wasserstoff-Tanks durch Continental ist Teil einer 2016 zwischen Continental Powertrain und der TU Chemnitz geschlossenen Kooperation und eine wichtige Voraussetzung, um die Brennstoffzellen-Forschung voranzutreiben.

„In wenigen Tagen ist der Tank einsatzbereit und wir können auf dem Prüfstand intensiver forschen“, sagt Andreas Heinrich, Powertrain Technology & Innovation, der das Forschungsvorhaben auf der Seite von Continental betreut. „Wir erhoffen uns durch die Kooperation innovative Ansätze für den künftigen Einsatz von Brennstoffzellen in der Automobilindustrie als ein Baustein für die Vielfalt der kommenden Mobilität“, fügt er hinzu.

„Derzeit haben wir im Labor nur vier Kilogramm Wasserstoff-Speicherkapazität. Der neue Tank verfügt über 300 Kilogramm Speichervermögen“, sagt Vladimir Buday, Projektleiter an der Professur Alternative Fahrzeugantriebe der TU Chemnitz. „Damit sind wir in der Lage, bei Volllast drei Tage lang Wasserstoff für den Prüfstand bereitzustellen. Unter den bisherigen Bedingungen war es lediglich eine halbe Stunde.“ Der hochmoderne Druckspeicher sei zudem wesentlich sicherer als herkömmliche Speicher, in denen der Wasserstoff in flüssiger Form gelagert wird.

Sicherheit wurde auch bei der Anlieferung des Tanks groß geschrieben: Teile der Autobahn A4 mussten für den Transport zeitweise gesperrt sowie einige Masten und Straßenlaternen vorübergehend entfernt werden. Die Aufstellung auf dem Gelände der TU Chemnitz erfolgt in Zusammenarbeit mit dem TÜV Süd und PRAXAIR, einem Unternehmen für Industriegase.

Hintergrund: Beteiligte Akteure

Continental entwickelt wegweisende Technologien und Dienste für die nachhaltige und vernetzte Mobilität der Menschen und ihrer Güter. Das 1871 gegründete Technologieunternehmen bietet sichere, effiziente, intelligente und erschwingliche Lösungen für Fahrzeuge, Maschinen, Verkehr und Transport. Continental erzielte 2018 einen vorläufigen Umsatz von etwa 44,4 Milliarden Euro und beschäftigt aktuell rund 244.000 Mitarbeiter in 61 Ländern und Märkten.

Powertrain entwickelt und produziert effiziente Systemlösungen rund um den Antriebsstrang zur Optimierung des Kraftstoffverbrauchs. Das Produktportfolio reicht von Benzin- und Dieseleinspritzsystemen über Motor- und Getriebesteuerungen inklusive Sensoren und Aktuatoren, Abgasnachbehandlungstechnologien sowie Kraftstofffördersysteme bis hin zu Komponenten und Systemen für Hybrid- und Elektroantriebe. Powertrain beschäftigt weltweit mehr als 40.490 Mitarbeiter und erzielte 2017 einen Umsatz von rund 7,7 Milliarden Euro.

Professur Alternative Fahrzeugantriebe
An der seit Juli 2010 von Professor Thomas von Unwerth geleiteten Professur Alternative Fahrzeugantriebe der Technischen Universität Chemnitz sind derzeit 25 Mitarbeiter in zwölf Forschungsprojekten beschäftigt. Forschungsschwerpunkt sind innovative Antriebskonzepte auf Basis der Brennstoffzellentechnologie, die den Anforderungen an höchste Effizienz und Leistungsfähigkeit sowie geringste Emissionen gerecht werden.

erschienen am: 2019-03-12 im europaticker



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