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Transaktion mit E.ON: Management-Team für Erneuerbare berufen, Genehmigungen von EU- und deutscher Kartellbehörde erhalten
RWE Renewables führt weltweites Geschäft mit Erneuerbaren Energien – Zubau von 2 bis 3 GW pro Jahr geplant

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RWE erreicht Ziele für das Geschäftsjahr 2018 und treibt Transformation des Unternehmens voran

RWE hat 2018 alle operativen Ziele in einem herausfordernden Umfeld erreicht. Zugleich kommt die mit E.ON verabredete Transaktion sehr gut voran, in deren Rahmen RWE das Geschäft mit Erneuerbaren Energien von E.ON sowie von innogy übernehmen wird. Die Europäische Kommission hat dies Ende Februar ohne Auflagen genehmigt. Für den Erwerb von 16,7 % an E.ON hat das Bundeskartellamt am selben Tag ebenfalls „grünes Licht“ erteilt. Weitere Bestandteile der Transaktion, die in der zweiten Jahreshälfte 2019 abgeschlossen werden soll, sind der Übergang der Minderheitsanteile von E.ON an den von RWE betriebenen Kernkraftwerken Emsland und Gundremmingen, das Gasspeichergeschäft von innogy und deren Anteil am österreichischen Energieversorger Kelag.

Bereits zu Jahresbeginn hatte RWE wichtige strategische und personelle Entscheidungen für das künftige Erneuerbaren-Geschäft getroffen. Die unter dem Namen RWE Renewables firmierende Gesellschaft wird drei Zielregionen in den Blick nehmen: den amerikanischen Kontinent, die Kernmärkte in Europa sowie neue Märkte im asiatisch-pazifischen Raum.

Der technologische Fokus wird auf Wind Onshore, Wind Offshore sowie Photovoltaik und Speicher liegen. Das Portfolio mit einer Kapazität von rund 9 Gigawatt (pro rata) soll durch jährliche Investitionen in Höhe von rund 1,5 Mrd. € netto um 2 bis 3 GW pro Jahr ausgebaut werden.

Operative Ziele für 2018 erreicht – Erhöhung der Dividende vorgesehen
Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte ‚RWE stand-alone‘ ein bereinigtes EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von 1,5 Mrd. € (Vorjahr: 2,1 Mrd. €). Prognostiziert waren zwischen 1,4 und 1,7 Mrd. €. Das bereinigte Nettoergebnis ‚RWE stand-alone‘ betrug 591 Mio. € nach 973 Mio. € im Vorjahr. Auch hier wurde die Prognose von 500 bis 800 Mio. € klar erreicht. Beide Kennzahlen lagen vornehmlich aufgrund der erwarteten Rückgänge bei den Strom-Großhandelspreisen unter dem Vorjahr. Gegenläufig wirkte das Effizienzsteigerungsprogramm in der konventionellen Stromerzeugung: Das Ziel einer jährlichen Entlastung der Kostenbasis um 300 Mio. € bis 2019 im Vergleich zu 2016 wurde bereits Ende 2018 nahezu vollständig erreicht.

Vorstand und Aufsichtsrat der RWE AG werden der Hauptversammlung am 3. Mai für das Geschäftsjahr 2018 eine erhöhte ordentliche Dividende von 0,70 € für die Inhaber von Stamm- und Vorzugsaktien vorschlagen. Für 2019 wird dann ein weiterer Anstieg der Dividende auf 0,80 € angestrebt.

Im laufenden Geschäftsjahr will RWE ein bereinigtes EBITDA in einer Bandbreite von 1,2 Mrd. € bis 1,5 Mrd. € und ein bereinigtes Nettoergebnis von 300 Mio. € bis 600 Mio. € erreichen. Bei den Strompreisen ist zwar eine leichte Erholung zu sehen, dem stehen jedoch Belastungen aus den Gerichtsentscheidungen zum Hambacher Forst und zum britischen Kapazitätsmarkt gegenüber.

Segment Braunkohle & Kernenergie: Ergebnis erwartungsgemäß rückläufig
Das bereinigte EBITDA im Segment Braunkohle & Kernenergie ging 2018, wie erwartet, auf 356 Mio. € (Vorjahr: 671 Mio. €) zurück. Prognostiziert waren 350 bis 450 Mio. €. Niedrigere realisierte Großhandelspreise und eine geringere Strommenge infolge der gesetzlich vorgeschriebenen Abschaltung von Block B des Kernkraftwerks Gundremmingen waren hierfür hauptsächlich verantwortlich. Einsparungen im Rahmen des Effizienzsteigerungsprogramms konnten die Belastungen etwas abfedern.

Die weitere Entwicklung in diesem Segment hängt maßgeblich davon ab, wie die Politik die von der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ Ende Januar vorgelegten Empfehlungen umsetzen wird.

Segment Europäische Stromerzeugung: geringere Margen bei Steinkohle und Gas
Das bereinigte EBITDA im Segment Europäische Stromerzeugung betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 334 Mio. € (Vorjahr: 463 Mio. €). Angekündigt waren 300 bis 400 Mio. €. Positiv wirkten Prämienzahlungen aus dem britischen Kapazitätsmarkt, die aufgrund des Urteils des Europäischen Gerichtshofs im November 2018 allerdings nur mit 50 statt der geplanten 100 Mio. € zu Buche schlugen. Die EU-Kommission hat gegen das Urteil, mit dem der Kapazitätsmarkt ausgesetzt wurde, Einspruch erhoben. Geringer ausgefallen sind die Margen für den Strom aus Gas- und Steinkohlekraftwerken; außerdem ist ein Sondereffekt des Vorjahres, der aus Buchgewinnen aus Grundstücksverkäufen resultierte, entfallen.

Segment Energiehandel: Geschäftsverlauf entspricht Erwartungen
Das bereinigte EBITDA im Energiehandel lag 2018 bei 183 Mio. € (Vorjahr: 271 Mio. €). Damit lag das Ergebnis im Rahmen der Erwartung von im Mittel rund 200 Mio. €. Während der Handel eine schwächere Performance als im Vorjahr verzeichnete, konnte RWE im Gas- und LNG-Geschäft erfreulicherweise an das sehr gute Vorjahresergebnis anknüpfen.

innogy: Dividendenzufluss in Höhe des Vorjahrs
Von der Finanzbeteiligung innogy SE floss RWE im zweiten Quartal eine Dividende in Höhe von 683 Mio. € zu. Details zur Ertragslage hat das Unternehmen am 13. März veröffentlicht.

Nettoverschuldung sinkt überdurchschnittlich aufgrund von Vorzieheffekten
Zum 31. Dezember 2018 betrugen die Nettoschulden von RWE stand-alone 2,3 Mrd. €, das sind 2,2 Mrd. € weniger als zum Jahresende 2017. Dem liegt ein Vorzieheffekt zugrunde, der sich in den Folgejahren ausgleichen wird.

RWE geht voller Energie und Zuversicht ins laufende Jahr
„2019 ist für RWE ein spannendes Jahr: Wir bereiten die Integration der Erneuerbaren-Sparten von innogy und E.ON unter dem Dach von RWE vor. Gleichzeitig wollen wir die Profitabilität unseres Geschäfts in der konventionellen Erzeugung stabil halten. Das wird vor dem Hintergrund vielfältiger Herausforderungen ein Kraftakt, den wir jedoch voller Energie und Zuversicht angehen“, betonte Dr. Markus Krebber, Finanzvorstand der RWE AG.

 

Weitere Informationen zum Geschäftsjahr 2018 finden Sie hier:

erschienen am: 2019-03-14 im europaticker



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