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Jeder zehnte Apfel in Europa kommt aus Südtirol. Diese intensive Obstwirtschaft ist nur möglich,
weil in den Plantagen sehr häufig mit Pestiziden gespritzt wird

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Vom Winde verweht: Pestizide in der Luft im Vinschgau

Weil die Wirkstoffe vom Wind durch die Luft verbreitet werden, gibt es vor Ort große Konflikte um den Einsatz der Gifte. Welche Stoffe wann und wie weit durch die Luft verbreitet werden, zeigt die Untersuchung "Vom Winde verweht".

Für die Untersuchung standen im Vinschgau über eine Dauer von sieben Monate an vier Standorten insgesamt acht Passivsammler. Alle drei Wochen haben ehrenamtliche Helfer das Sammelmedium gewechselt und zur Analyse an ein Labor geschickt. Die Ergebnisse sind so miteinander vergleichbar und liefern einen Zeitablauf der Belastung. Von 29 verschiedenen Pestizidwirkstoffen, nach denen wir gesucht haben, konnten 20 in den Sammelmedien nachgewiesen werden.

Die wichtigsten Ergebnisse sind:

Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse erweisen sich die Zulassungsverfahren der Europäischen Union, die staatlichen Monitoringprogramme und die Regeln der "guten landwirtschaftlichen Praxis" oder "guten fachlichen Praxis" als ungenügend, um unsere Gesundheit und Umwelt vor den schädlichen Wirkungen der Ackergifte zu schützen.

Konkret kritisiert das Umweltinstitut München e.V. :

Die einzige Möglichkeit, die Verbreitung von Pestiziden durch die Luft zu verhindern, ist es, keine Pestizide zu verwenden.

Umfassende Messungen in Deutschland 2019

Die Untersuchung im Vinschgau ist die erste von mehreren Messreihen zur Verbreitung von Pestiziden durch die Luft, die das Umweltinstitut durchführt. Direkt nach dem Ende der Messungen im Vinschgau wurden die Passivsammler in einer deutschen Ackerbauregion aufgestellt. Auf der Fachmesse BioFach im Februar kündigt das Umweltinstitut München e.V. außerdem ein umfassendes Projekt mit rund 200 repräsentativen Standorten in ganz Deutschland an, das wir gemeinsam mit dem Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft und dem Umweltbüro TIEM noch 2019 durchführen werden.

Unterstützen Sie die Messprojekte

Seit 1986 betreiben wir unabhängige Forschung, um die Belastung von Mensch und Umwelt dort zu bekämpfen, wo der Staat versagt. Forschungsprojekte wie unsere Pestizidmessungen kosten viel Geld und Arbeitskraft. Ihre Beiträge und Spenden machen diese wichtige Arbeit erst möglich. Seien Sie dabei!

Ich unterstütze das Projekt langfristig mit einer Fördermitgliedschaft

Ich spende einmalig für das Projekt

erschienen am: 2019-03-14 im europaticker



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