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Große Mehrheit im Europäischen Parlament für Strategie der Kommission
Erster Erfolg der „Fridays for Future“ Bewegung

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Europa soll bis 2050 klimaneutral sein

Die Europäische Union soll bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden. Für diesen Plan hat sich das Europäische Parlament am Donnerstag mit großer Mehrheit ausgesprochen. Sie unterstützen damit eine Strategie der Europäischen Kommission, die im Mai beim Gipfel der Staats- und Regierungschefs für die Zukunft der Europäischen Union endgültig angenommen werden soll. Der CDU-Europaabgeordnete und umweltpolitischer Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP-Christdemokraten) Dr. Peter Liese begrüßt das eindeutige Votum. „Die Europäische Kommission hat eindeutig nachgewiesen, dass es für Europa möglich ist klimaneutral zu werden. Emissionen, die nicht oder nur mit riesigem Aufwand vermieden werden können, müssen dann zum Beispiel durch Wachstum von Wäldern oder durch Technologien zur Entnahme von CO2 aus der Atmosphäre kompensiert werden. Die Kommission legt dar, dass wir das Ziel erreichen können ohne Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum aufs Spiel zu setzen. Es können sogar zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden,“ so Liese.

Liese sieht die Annahme der Resolution als einen ersten Erfolg der europaweiten Demonstration von Schülerinnen und Schülern für das Klima an. „Vor einem halben Jahr hätte ich mir nicht träumen lassen, dass wir eine so breite Mehrheit für das Ziel der Klimaneutralität bekommen“, so Liese. Gleichzeitig legen Liese und seine Fraktion großen Wert darauf die Menschen, die sich mit dem Klimaschutz schwertun, in der Debatte mitzunehmen. „Natürlich können durch erneuerbare Energien zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden, aber wir müssen trotzdem die Menschen, die im Moment von der Kohle leben, mitnehmen und ihnen konkret Zukunftsperspektiven aufzeigen. Energieintensive Produkte wie Stahl und Zement müssen wir in Zukunft klimafreundlich produzieren.  Dazu braucht es auch die Unterstützung der Politik zum Beispiel durch Forschung. Wir können nur dann Vorbild für die Welt sein, wenn wir nicht nur klimaneutral sind, sondern auch weiterhin Industriearbeitsplätze in Europa erhalten und neue schaffen“, so Liese. Die EVP-Fraktion hat sich deshalb massiv gegen eine Erhöhung des Ziels für 2030 auf 55 Prozent ausgesprochen. „Klimaschutz braucht auch Planungssicherheit und Unternehmen die jetzt auf der Basis der gerade angenommenen Gesetzgebung investiert haben, sollten nicht die Dummen sein. Außerdem sehe ich die große Gefahr, dass eine Diskussion über ein zu ambitioniertes 2030 Ziel, die Langfriststrategie im Rat verhindert. Manchmal ist aus Sicht des Klimaschutzes das Bessere der Feind des Guten,“ so Liese abschließend.

erschienen am: 2019-03-14 im europaticker



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