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8,6 Millionen Euro wurden für die Rekultivierung und Nachsorge sowie Investitionen aus eigenen Finanzmitteln aufgewendet
Entsorgungssicherheit für den norddeutschen Raum weiterhin gewährleistet

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Ihlenberger Abfallentsorgungsgesellschaft: Operatives Betriebsergebnis in 2017 verbessert

Insgesamt erwirtschaftete die IAG in 2017 einen Umsatz von 32,56 Millionen Euro (2016: 29,0 Mio. Euro) sowie ein operatives Betriebsergebnis von 7,9 Mio. Euro (Vj. 5,5 Mio. Euro). Die aufgrund der weiter anhaltenden Niedrigzinspolitik hohen bilanziellen Zinsaufwendungen für die Rückstellungen der Rekultivierungs- und Nachsorgekosten (28,9 Mio. Euro in 2017) können infolge der guten wirtschaftlichen Lage der Ihlenberger Abfallentsorgungsgesellschaft mbH (IAG) Selmsdorf über die vorhandenen Rücklagen der IAG vollständig abgedeckt werden. Bilanziell ist im Wirtschaftsjahr 2017 ein wirtschaftliches Defizit in Höhe von 8,36 Millionen Euro auszuweisen, das keine Auswirkungen auf die Liquidität des Unternehmens hat.

Haupteinzugsgebiet der Deponie ist mit rund 43 Prozent der Entsorgungsmengen Mecklenburg-Vorpommern. Danach folgen Unternehmen aus den norddeutschen Bundesländern Hamburg mit rund 19 Prozent und Schleswig-Holstein mit rund 17 Prozent. Von Unternehmen aus dem weiteren norddeutschen Entsorgungsraum Bremen, Niedersachsen, Berlin und Brandenburg wurden rund 13 Prozent angeliefert, so dass insgesamt über 90 Prozent aus dem norddeutschen Entsorgungsraum stammen. Insgesamt 3,8 Prozent kamen aus dem EU-Ausland (Italien/Dänemark 22.600 t).

Die größten kommunalen Lieferanten für den in der Sortierungsanlage behandelten Siedlungsabfall mit insgesamt 45.000 t sind der Landkreis Nordwestmecklenburg inklusive der Hansestadt Wismar sowie die Landeshauptstadt Schwerin. Mit Hilfe der Restabfallbehandlung auf dem Gelände der IAG werden Abfälle aus Haushalten in mehrere Stoffströme getrennt, als Ersatzbrennstoffe weiterverwertet oder als Wertstoffe in den Produktionskreislauf zurückgeführt.

„Im Jahr 2016 gab es mit einem Jahresüberschuss von 515.000 Euro erwartungsgemäß nur einen  positiven bilanziellen Einmaleffekt, der auf eine Anpassung der Inflationsberechnung im Gutachten für die Rekultivierung und Nachsorge im Neutralen Ergebnis beruhte “, sagte die Kaufmännische Geschäftsführerin Beate Ibiß. „Das Jahresergebnis wird auch die kommenden Jahre weiter vom niedrigen Zinsniveau geprägt sein. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 8,6 Mio. Euro für Rekultivierung und Nachsorge sowie Investitionen aus Eigenmitteln finanziert.“

Die landeseigene IAG erwirtschaftet die Mittel für die zukünftige Stilllegung, die Rekultivierung und Nachsorge sowie für die laufenden jährlichen Investitionen und Aufwendungen aus dem eigenen Betrieb. Die Rückstellungen für die Deponienachsorge und Rekultivierung belaufen sich zum Jahresende 2017 auf 289,2 Millionen Euro (+26 Mio. Euro). Das Gesamtvermögen der IAG (Bilanzsumme) betrug Ende 2017 insgesamt 414 Millionen Euro (+14 Mio. Euro).

„Nach dem Baustart in 2017 wurde in diesem Jahr das neue Laborgebäude mit einem Investitionsvolumen von 2,1 Mio. Euro auf dem IAG-Firmengelände in Betrieb genommen. Rund 200.000 Euro wurden darüber hinaus in die Betriebsausstattung investiert. Vor allem regionale Unternehmen haben den modernen Neubau realisiert, der nun einen Laborbetrieb nach neuestem Standard garantiert. Unter Berücksichtigung aller externen und internen Laborkosten, also für die Grundwasser- , Sickerwasser- und Oberflächenwasseranalysen sowie für die Abfallkontrollanalysen der IAG, erfolgten im Jahr 2017 Ausgaben in Höhe von rund 900.000 Euro“, informierte der Technische Geschäftsführer Norbert Jacobsen.

Im vergangenen Jahr hat die IAG insgesamt knapp 599.700 t Abfälle deponiert (2016: 577.900 t), davon 155.400 t als Deponieersatzbaustoffe u.a. zur Profilierung des Deponiekörpers.
Den größten Teil der Aufnahmemengen stellten 2017 Abfälle aus Abfallbehandlungsanlagen (429 . 000 t), gefolgt von Bau- und Abbruchabfällen (95.000 t) und Abfällen aus thermischen Prozessen (63.000 t) dar.

 

Die Ihlenberger Abfallentsorgungsgesellschaft ist mit derzeit 128 Mitarbeitern und drei Auszubildenden, davon 32 Frauen, einer der größten Arbeitgeber im Landkreis Nordwestmecklenburg.    

erschienen am: 2019-01-08 im europaticker



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